Rudolf Krčil

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Rudolf Krčil
Spielerinformationen
Geburtstag 5. Juni 1906
Geburtsort TrnovanyÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 3. April 1981
Sterbeort Tschechoslowakei
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1919–1926 Teplitzer FK
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1927–1933
1933–1937
1937–1939
1939–1943
1942
Teplitzer FK
Slavia Prag
FC Floriana
NSTG Teplitz
FC St. Pauli
(0)
(0)

Nationalmannschaft
1929–1935
1935
Tschechoslowakei
Tschechoslowakei B
20 (0)
1 (0)
Stationen als Trainer
1947–1948
1949
1952–1960
1961
1962
1963
1969–1970
SK Teplice
Tschechoslowakei B
Ingstav Teplice
RH Brno
Spartak Brno ZJŠ
Spartak Plzeň
Bergedorf 85
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rudolf Krčil (* 5. Juni, nach anderen Quellen 5. Mai 1906 in Trnovany; † 3. April, nach anderen Quellen 1. April 1981) war ein tschechoslowakischer Fußballspieler und Fußballtrainer.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Krčil, geboren 1906 in Turn (tschechisch: Trnovany) unweit von Teplitz-Schönau, begann mit dem Fußballspielen als 13-jähriger beim Teplitzer FK. Ende der 1920er Jahre debütierte der Mittelfeldspieler in der Profimannschaft, die ab 1929 in der 1. tschechoslowakischen Liga spielte.

Krčil, der als wenig torgefährlicher und unauffälliger Spieler galt, zog dennoch die Aufmerksamkeit von Slavia Prag an sich und wechselte 1933 in die Hauptstadt. Mit Slavia wurde Krčil 1934, 1935 und 1937 tschechoslowakischer Meister. Nach der Saison 1936/37 ging der Tscheche nach Malta und spielte fortan für den FC Floriana. In der höchsten tschechoslowakischen Spielklasse kam Krčil auf 112 Einsätze.

Er kehrte 1939 nach Teplitz zurück, das inzwischen Teil des Deutschen Reichs geworden war und spielte noch bis 1943/44 für die NSTG Teplitz und die Sudeten-Auswahl, 1942 auch einige Monate für den FC St. Pauli.[1]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Krčil debütierte am 28. Juni 1929 beim 3:3-Remis gegen Jugoslawien in Zagreb in der tschechoslowakischen Nationalmannschaft. Zu seinem zweiten Einsatz kam er erst beinahe drei Jahre später, als sich die ČSR in Prag 1:1-Unentschieden von Österreich trennte. Fortan gehörte Krčil zum Stammaufgebot der Tschechoslowaken und bildete mit Štefan Čambal und Josef Košťálek ein starkes Dreiergespann.

Bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien bestritt der nur 170 cm große Mittelfeldarbeiter alle vier Partien. Die Tschechoslowakei wurde erst im Endspiel mit 2:1 nach Verlängerung durch den Gastgeber bezwungen. Seinen Abschied gab Krčil am 6. September 1935, erneut hieß der Gegner Jugoslawien, gespielt wurde in Belgrad. Auch diesmal gab es keinen Sieger, das Spiel endete torlos.

Im selben Jahr represäntierte Krčil die Tschechoslowakei noch einmal. Am 27. Oktober 1935 traf in Genua eine B-Auswahl der ČSR auf Italien, die Gastgeber gewannen mit 3:1.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Krčil als Trainer, zunächst in Teplice, Anfang der 1960er Jahre auch in Brünn und Pilsen. Außerdem war Krčil auch bei 1. FC Tatran Prešov tätig, des Weiteren auf Island sowie in der damaligen Bundesrepublik Deutschland beim Regionalligisten Bergedorf 85[2].

Verweise[Bearbeiten]

  1. Fußball-Woche, diverse Ausgaben 1942
  2. Denken statt rennen, in: Hamburger Abendblatt vom 11. Juli 1969

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Zdeněk Šálek: Slavné nohy - českoslovenští fotbaloví reprezentanti. Praha 1980.
  • Karel Vaněk a kol. (Hrsg.): Malá encyklopedie fotbalu. Olympia, Praha 1984.
  • Jindřich Horák, Lubomír Král: Encyklopedie našeho fotbalu. Sto let českého a slovenského fotbalu. Domací soutěže. Libri, Praha 1997, ISBN 80-85983-22-2.
  • Radovan Jelínek, Miloslav Jenšík et al.: Atlas českého fotbalu od roku 1890. Prag 2005. ISBN 80-901703-3-9 (formal falsche ISBN).
  • Luboš Jeřábek: Československý fotbal v číslech a faktech. Olympia, Praha 1991, ISBN 80-7033-098-8.
  • Luboš Jeřábek: Český a československý fotbal. Grada Publishing, Praha 2007, ISBN 80-247-1656-9.