Südwest Ludwigshafen

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SV Südwest Ludwigshafen
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Voller Name Sportverein Südwest 1882
Ludwigshafen e.V.
Gegründet 29. Mai 1964
Stadion Südwestplatz
Plätze 12.000
Vorstand Reiff Gerda
Trainer Peter Kobel
Homepage www.sv-suedwest-1882.de
Liga Verbandsliga Südwest
2013/14 14. Platz
Heim
Auswärts

Der SV Südwest 1882 Ludwigshafen ist ein Fußballverein aus der rheinland-pfälzischen Industriestadt Ludwigshafen am Rhein. Er entstand 1964 durch die Fusion der Ludwigshafener Regionalliga-Vereine SV Phönix 03 und TuRa 1882. Derzeit spielt der SV Südwest in der sechstklassigen Verbandsliga Südwest.

Vorgängervereine[Bearbeiten]

SV Phönix 03 Ludwigshafen[Bearbeiten]

Der SV Phönix 03 wurde im Juli 1904 unter dem Namen Fußball-Club Phönix Ludwigshafen als zweiter Fußballverein der Stadt nach dem FC Pfalz 03 gegründet. Spielstätte der Südstädter, deren Verein im Gegensatz zum elitären FC Pfalz allen Interessierten offenstand, war das Gelände des heutigen Südweststadions. Zählte Phönix vor dem Ersten Weltkrieg nur zum regionalen Mittelmaß der Westkreisliga, begann nach dem Krieg der Aufstieg zum süddeutschen Spitzenverein. Mit Josef „Sepp“ Müller spielte in diesen Jahren sogar ein aktueller Nationalspieler in der Elf. 1921 erreichte der Phönix das Endspiel um die süddeutsche Meisterschaft, wo er mit 1:2 gegen Serienmeister 1. FC Nürnberg unterlag. Die Blau-Weißen wurden in dieser Zeit zur stärksten Mannschaft der Industriestadt und erreichten 1923 und 1933 zwei weitere Male die süddeutsche Endrunde. Als 1933 die Gauligen als neue höchste Spielklasse eingeführt wurden, war Phönix der einzige Ludwigshafener Vertreter in der Gauliga Südwest. In der zweiten Saison 1934/35 gewann der Klub die Gaumeisterschaft und stand damit in der deutschen Endrunde. Hier verpasste Phönix den Gruppensieg und damit die Qualifikation für das Halbfinale trotz 19:3 Toren aus den sechs Spielen nur aufgrund der schlechteren Bilanz im direkten Vergleich mit dem VfL Benrath. Im Jahr darauf stieg die Mannschaft als Zehnter und Letzter der Gauliga ab.

Auf Druck der Nationalsozialisten fusionierte der FC Phönix 1936 mit mehreren anderen Ludwigshafener Vereinen zur TSG 1861 Ludwigshafen. Unter diesen war auch der älteste Fußballverein der Stadt, der FC Pfalz 03, der vor dem Ersten Weltkrieg zu den südwestdeutschen Spitzenvereinen zählte und 1916 und 1920 in der süddeutschen Meisterschaftsrunde vertreten war. Von 1938 bis 1943 war die TSG in der Gauliga vertreten, anschließend zwei weitere Jahre in einer Kriegsspielgemeinschaft mit der TSG Oppau und dem VfL Friesenheim.

1945 wurde die TSG 1861 aufgelöst. Noch im gleichen Jahr wurde der SV Phönix 03 neu gegründet und gehörte bis 1962 ununterbrochen der im Winter 1945/46 als neue oberste Spielklasse eingerichteten Oberliga Südwest an. Auch wenn die Mannschaft ab 1954 häufig zur Spitzengruppe gehörte – in der „ewigen Tabelle“ dieser Liga belegt der Phönix den siebten Rang hinter den renommierten Klubs 1. FC Kaiserslautern, FK Pirmasens, Wormatia Worms, 1. FC Saarbrücken, TuS Neuendorf und Borussia Neunkirchen – gelang es der Mannschaft nie, sich entscheidend durchzusetzen. 1962 stieg der SV Phönix in die 2. Liga Südwest ab, qualifizierte sich aber als souveräner Meister für die 1963 als neue zweite Spielstufe eingerichtete Regionalliga Südwest. Die Runde 1963/64 beendete der FC Phönix auf dem zehnten Tabellenplatz, im Sommer 1964 schloss sich der Verein mit TuRa zum SV Südwest Ludwigshafen zusammen.

TuRa 1882 Ludwigshafen[Bearbeiten]

Der Turn- und Rasensportverein 1882 Ludwigshafen war selbst das Ergebnis einer Fusion. Seine Vorgänger waren die Ludwigshafener FG 03, die wie der FC Pfalz von 1909 bis 1914 der Westkreisliga angehörte und anschließend nicht mehr im höherklassigen Fußball auftauchte, der SC Germania Ludwigshafen, der bereits 1912 aus jener Liga abgestiegen war, und der MTV 1882 Ludwigshafen, der aus dem 1882 gegründeten TV Hemshof hervorgegangen war und vor der Fusion mit der FG 03 und dem SC Germania im Mai 1938 nicht nennenswert in Erscheinung getreten war.

Der neue Verein stieg 1941 in die Gauliga auf. Nach dem Krieg gehörte TuRa zunächst der Amateurliga Vorderpfalz an, ehe 1950 der Aufstieg in die Oberliga Südwest gelang. Dort stand TuRa meistens unter dem SV Phönix. 1956 stieg die Mannschaft ab, 1957 wieder auf. In der einzigen Regionalliga-Saison vor der Fusion mit dem SV Phönix wurde TuRa Zwölfter.

SV Südwest 1882 Ludwigshafen[Bearbeiten]

Die Hoffnung, durch die Zusammenlegung der Kräfte die Bundesliga zu erreichen, erfüllte sich für den neuen Verein nicht: Der SV Südwest blieb bis 1996 durchgängig in der höchsten südwestdeutschen Spielklasse – bis 1974 in der Regionalliga Südwest, nach deren Auflösung vier Jahre lang in der Amateurliga Südwest, nach deren Zusammenlegung mit den Amateurligen Rheinland und Saarland bis 1994 in der Amateur-Oberliga Südwest und nach der Einführung der neuen Regionalliga noch zwei Jahre lang in der Oberliga Südwest.

Am nächsten zur Bundesliga war der SV Südwest 1971 unter Trainer Georg Gawliczek, als er die Aufstiegsrunde um einen Punkt verfehlte. Ähnlich knapp wurde es kein weiteres Mal.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Südwest-Pokalsieger 1983, 1987 und 1990
  • Kreispokalsieger 1997
  • Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal 1978/79
  • Vizemeister der Oberliga Südwest 1980/81 und 1991/92

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Südweststadion

In der Regel trägt der SV Südwest seine Heimspiele auf dem 1949 erbauten und 12.000 Zuschauer fassenden Südwestplatz an der Mundenheimer Straße aus, der zuvor Spielstätte des SV Phönix war. Wenn die Umstände es erfordern, weicht der Verein ins benachbarte Südweststadion aus, das derzeit für 6.100 Zuschauer zugelassen ist.

TuRa spielte vor der Fusion an der Bayreuther Straße, wo 15.000 Zuschauer Platz fanden.

Ehrenpräsidium[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

49.4655611111118.4371916666667Koordinaten: 49° 27′ 56,02″ N, 8° 26′ 13,89″ O