Sainte-Mère-Église

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Sainte-Mère-Église
Wappen von Sainte-Mère-Église
Sainte-Mère-Église (Frankreich)
Sainte-Mère-Église
Region Basse-Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg
Kanton Sainte-Mère-Église
Koordinaten 49° 25′ N, 1° 19′ W49.408888888889-1.318055555555620Koordinaten: 49° 25′ N, 1° 19′ W
Höhe 1–41 m
Fläche 17,68 km²
Einwohner 1.625 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 92 Einw./km²
Postleitzahl 50480
INSEE-Code
Website www.saintemereeglise.fr

Kirche von Sainte-Mère-Église

Sainte-Mère-Église ist eine französische Gemeinde mit 1625 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) nahe der Küste im Département Manche in der Region Basse-Normandie.

Toponymie[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist "Kirche der Heiligen Maria" [1]. Im Mittelalter hieß die Gemeinde Sancte Marie ecclesia. Aus dem Vornamen Marie wurde schließlich mère (fr. Mutter).

Geschichte[Bearbeiten]

US-Luftaufnahme von Sainte-Mère-Église im Juni 1944
Erinnerung an die missglückte Landung

Am frühen Morgen des D-Days, dem 6. Juni 1944, landeten 14.000 (nach anderen Angaben 15.000) alliierte Fallschirmjäger der US-amerikanischen 82. US-Luftlandedivision (82nd Airborne) im Zuge der Operation Overlord in der im Hinterland des Strandabschnitts Utah Beach gelegenen Stadt. Die Übernahme des Ortes sollte durch die 82. US-Luftlandedivision erfolgen, tatsächlich haben wegen eines Absetzfehlers auch viele Fallschirmjäger der 101. US-Luftlandedivision daran teilgenommen.

Bekannt wurde der Ort durch das Missgeschick des amerikanischen Fallschirmjägers John Steele vom 505. Fallschirmjägerregiment der 82. US-Luftlandedivision. Er blieb mit seinem Fallschirm an einem der Ecktürme des Kirchturms hängen und konnte sich anschließend nicht befreien, da der Kirchplatz heftig umkämpft war. Außer ihm blieb noch ein zweiter Soldat, der 17-jährige Ken Russell, an der Kirche hängen. Von dort oben mussten sie mit ansehen, wie ihre Kameraden im Kampf fielen. Russell berichtete später, dass Sergeant John Ray sie retten wollte, als er bemerkte, dass es ein deutscher Soldat auf sie abgesehen hatte. Der deutsche Soldat schoss Ray in den Bauch, der, als er zu Boden fiel, dem deutschen Soldaten in den Hinterkopf schoss und somit die Leben der beiden Fallschirmjäger Steele und Russell rettete.

Das Ereignis wurde in Der längste Tag verfilmt. Allerdings wird hierbei lediglich das Schicksal des Soldaten Steele gezeigt. Russell kommt in dem Film nicht vor. Im Computerspiel Call of Duty ist das Ereignis ebenfalls eingearbeitet. Heute erinnert eine Puppe an der Kirchturmspitze an den ungewollten Landepunkt der beiden Fallschirmspringer.

Der erste von den Alliierten befreite französische Ort war allerdings weder 'Sainte-Mère-Église noch Bayeux, sondern am 8. Oktober 1943 Ajaccio auf Korsika.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 1221 1326 1427 1481 1556 1585 1643

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die gotische Kirche wurde im 12. Jahrhundert bis ins 13. Jahrhundert erbaut.
  • Gegenüber der Kirche steht das Dead Man's Corner Airborne Museum.

Ferner gibt es entlang der Landungsstrände viele kleine Museen, die sich mit der Invasion befassen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sainte-Mère-Église – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. René Lepelley, Dictionnaire étymologique des noms de communes de Normandie, Seite 234.