Cotentin

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Cotentin
Die Halbinsel Cotentin
Die Halbinsel Cotentin
Gewässer Ärmelkanal

Geographische Lage

49° 30′ 0″ N, 1° 30′ 0″ W49.5-1.5Koordinaten: 49° 30′ 0″ N, 1° 30′ 0″ W
Cotentin (Frankreich)
Cotentin

Der Cotentin ist eine französische Halbinsel am Ärmelkanal. Sie liegt im Département Manche in der Region Basse-Normandie.

Toponymie[Bearbeiten]

Coutances hat dem Cotentin seinen Namen gegeben.

Geographie[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Mit der Eisenbahn Paris-Saint-Lazare-Caen-Cherbourg ist die Halbinsel Cotentin ist an das Eisenbahnnetz angebunden. Sie ist über die RN13 erreichbar.

Geologie[Bearbeiten]

Geologisch gehört die Halbinsel Cotentin hauptsächlich zum armorikanischen Massiv (außer der Zone zwischen Valognes und Carentan, die zum Pariser Becken gehört) und gleicht landschaftlich eher der Bretagne als dem östlichen Teil der Normandie[1]. In Jobourg kommen die ältesten Gesteine Frankreichs zum Aufschluss [2]. An der Küste kommen Granite zum Aufschluss, und zwar cadomische Granite in Auderville [3] und variszische Granite in Flamanville einerseits, und in Fermanville und Barfleur andererseits[4].
Im Cotentin entsprechen die Landspitzen den härteren Gesteinen (Granit, Gneis und Sandstein). Da wo die weicheren Gesteine liegen sind Buchten zu finden [5].

Geographie[Bearbeiten]

Der Cotentin gehört größtenteils zum Département Manche, im Osten auch zum Département Calvados. Im Süden grenzt die Halbinsel an die Landschaft Avranchin um die Stadt Avranches, im Osten an das Bessin. Am Südende der Westküste des Cotentin befindet sich das Weltkulturerbe Mont-Saint-Michel. Er liegt aber nicht im Cotentin, sondern im Avranchin.

Die größte Stadt auf dem Cotentin ist Cherbourg-Octeville. Zu den weiteren Orten auf dem Cotentin gehören Coutances, Barfleur, Saint-Lô, Bricquebec, Granville, Barneville-Carteret, Carentan und Valognes.

Das Cotentin besteht aus den Naturräumen:

Energie[Bearbeiten]

Bekannt sind auch die Wiederaufarbeitungsanlage von La Hague mit dem angrenzenden Lager Centre de la Manche und das Kernkraftwerk Flamanville. Es gibt auch Windparks in Clitourps und Sortosville-en-Beaumont. Die Gezeitenkraft lässt in der Straße von Alderney, genau so wie im Raz Barfeur, am Pointe de Barfleur, erschliessen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Osten der Halbinsel beginnen die Invasionsstrände des Zweiten Weltkriegs mit Utah Beach bei Carentan. In Sainte-Mère-Église fand der Fallschirmsprung statt. An den Oststränden der Halbinsel fand im Zweiten Weltkrieg am 6. Juni 1944, dem D-Day, die alliierte Invasion in der Normandie statt. Hier befindet sich in den Sümpfen auch der Regionale Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin.

Kanalinseln[Bearbeiten]

Westlich der Halbinsel jenseits des Passage de la Déroute liegen die zur britischen Krone gehörenden Kanalinseln Alderney, Guernsey, Sark, Jersey sowie weitere, kleinere Inseln. Alderney ist nur 15 Kilometer von der Festlandküste entfernt. Entlang der Küste verkehrt auf einer kurzen Strecke in den Sommermonaten die Museumsbahn Train Touristique du Cotentin.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landschaften Webseite Lithothèque de Normandie (französisch).
  2. Bucht von Écalgrain und Bucht vom Cul-Rond Webseite Lithothèque de Normandie (französisch)
  3. Cadomische Granite Webseite Lithothèque de Normandie.
  4. Alain Foucault. Guide du géologue amateur. Éditions Dunod. Page 182. ISBN 978-2-10-049959-5 .
  5. Le tour de France d'un géologue. François Michel. Editions Delachaux et Niestlé. Seiten 36 und 37. ISBN 978-2-603-01 546-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cotentin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien