San Costanzo

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San Costanzo
Kein Wappen vorhanden.
San Costanzo (Italien)
San Costanzo
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Pesaro und Urbino (PU)
Koordinaten: 43° 46′ N, 13° 4′ O43.76666666666713.066666666667150Koordinaten: 43° 46′ 0″ N, 13° 4′ 0″ O
Höhe: 150 m s.l.m.
Fläche: 40,7 km²
Einwohner: 4.856 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einw./km²
Postleitzahl: 61039
Vorwahl: 0721
ISTAT-Nummer: 041051
Volksbezeichnung: Sancostanzesi
Schutzpatron: San Costanzo
Website: San Costanzo

San Costanzo ist eine Gemeinde mit 4856 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Pesaro und Urbino in der Region Marken in Italien.

Lage und Daten[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Fano, Mondolfo, Monte Porzio, Monterado (AN), Piagge und San Giorgio di Pesaro.

Geschichte[Bearbeiten]

Infolge antiker archäologischer Zeugnisse, dank der Wiederauffindung einer Nekropolis des „Picenavolks“, geht man davon aus, dass San Costanzo auf das VIII.-VII. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. Im XV. Jahrhundert hat man die sichere Kenntnis über die Anwesenheit der Malatesta, die die Schlossmauern erbaut haben sollen. Das Schloss von San Costanzo bekam danach eine große strategische Bedeutung, so dass die Bewohner von Fano seine Mauern so einrichteten, dass sie bei der gefürchteten Invasion des Visconti von Nutzen waren. Nach wechselnden geschichtlichen Ereignissen ging San Costanzo 1520, zur Zeit des Papstes Urbano VIII, auf die Herrschaft des Kirchenstaates über.

In der Gesamtheit beruft sich die städtische Architektur auf das sechzehnte Jahrhundert, mit herrschaftlichen Gebäuden der Adligen und Häusern der Minderbemittelten. In den Kirchen sind kostbare Malerwerke bewahrt. In der Kirche des Hl. Augustins kann man Leinwandgemälde des Malers Giuseppe Ceccarini aus Fano bewundern. In der „Gemäldegalerie“ des Rathauses wird ein antikes Leinwandgemälde von Claudio Ridolfi bewahrt. Das Theater „La Concordia“ des achtzehnten Jahrhunderts ist vor kurzem restauriert und dem Publikum eröffnet worden. Seinerzeit war es Sitz von Theatervorstellungen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde von San Costanzo besteht aus zwei Ortsteilen: Cerasa, dessen Name wahrscheinlich auf den Namen seines Berges Ceregia zurückgeht, worauf das Schloss auf den Resten des Schlosses von Querciafissa erbaut wurde. Die Kirche des Heiligen Märtyrers Laurentius bewahrt ein Taufbecken aus Stein aus dem Jahre 1629. Der andere Ortsteil, Stacciola, von alten Bau, wurde 1412 von Pandolfo Malatesta an Niccolo´ Maurizi von Tolentino als Lehn gegeben. Auch Stacciola ist ein befestigter Dorfteil.

Von den Hügeln von San Costanzo aus kann man sanfte, romantische und raue Landschaften bewundern: vom Meer zu den Apenninen über ein unberührtes Land, das reich an kleinen Seen ist, und zwar die hundert Seen, die in den heißen Sommern die spezialisierten Anbauten versorgen.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am ersten Sonntag der Fastenzeit vor Ostern und am letzten Julisamstag findet im Hauptplatz das traditionelle und historische Polentarafest statt.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde Weisenbach pflegt eine Partnerschaft zur Gemeinde San Costanzo in Italien.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.