Sankt Arnual

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Alter Ortskern mit neuem Stadtteil Eschberg im Hintergrund

Sankt Arnual ist ein Stadtteil von Saarbrücken. Bis 1897 war Sankt Arnual eine eigenständige Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das heutige Sankt Arnual war Siedlungsgebiet der Mediomatriker. In römischer Zeit bestand am gegenüberliegenden Saarufer (am Fuße des Halbergs) eine römische Garnison und an der Stelle des heutigen St. Arnualer Marktes eine gallo-römische Siedlung - wahrscheinlich waren die beiden Teile des [vicus] Saravus durch eine (hölzerne?) Brücke verbunden. Auf den Ruinen dieser Siedlung entstand das Dorf Merkingen, das angeblich der Merowingerkönig Theudebert II. um 600 dem Metzer Bischof Arnual (auch Arnoald) schenkte.[1] Arnual gründete ein erfolgreiches Missionszentrum und ist wahrscheinlich auch hier bestattet.[2] Fünf verschiedene Kirchen waren im Mittelalter Vorläufer der heutigen Stiftskirche. Archäologische Grabungen in den 1990er Jahren haben eine bedeutende merowingische Grabstätte in der Vierung der Stiftskirche bestätigt. Bald wurde Arnual als Heiliger verehrt, und Merkingen wurde in Sankt Arnual umbenannt.

An der Grablege entstand durch Schenkungen im Laufe des Mittelalters ein Augustiner-Chorherren-Stift, das Stift St. Arnual.

Hauptartikel: Stift Sankt Arnual

Nach einer Volksabstimmung wurde Sankt Arnual 1897 Stadtteil von Saarbrücken. In Sankt Arnual befand sich der erste Flughafen von Saarbrücken, der 1955 vom neuen Flughafen in Saarbrücken-Ensheim abgelöst wurde.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Am 31. Dezember 2005 wohnten hier 9.179 Personen.[3] 2010 leben in St. Arnual 9.235 Einwohner.

[Bearbeiten] Sehenswertes

Felsenwege St. Arnual

[Bearbeiten] Literatur

  • Stefan Flesch, Joachim Conrad, Thomas Bergholz: Mönche an der Saar. Die mittelalterlichen Ordensniederlassungen im saarländisch-lothringischen Grenzraum. Minerva-Verlag Thinnes und Nolte, Saarbrücken 1986, ISBN 3-477-00073-0
  • Hans-Walter Herrmann (Hrsg.): Die Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken. Rheinland-Verlag, Köln / Bonn 1998, ISBN 3-7927-1724-7 (= Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte, Band 130)
  • Die Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken. Hrsg.: Evangel. Kirchengemeinde St. Arnual. Bearb.: Hans-Günther Marschall u. Mitarb. v. Hans-Walter Herrmann u. Rolf J. Kiderle. Saarbrücken: Selbstverl. o.J.31 S., Abb.
  • Herrmann, Hans-Walter und Selmer, Jan [Hg.]: Leben und Sterben in einem mittelalterlichen Kollegiatstift. Archäologische und baugeschichtliche Untersuchungen im ehemaligen Stift St. Arnual in Saarbrücken. =Veröffentlichungen des Institut für Landeskunde im Saarland, Bd. 43, Saarbrücken 2007, 584 Seiten, 628 Abb., 19 Tab., 4 Pläne, 1 CD-ROM. ISBN 978-3-923877-43-0.
  • Brenner, Traudl: Karge Himmelsfeste waren Lehoczkys erster Paukenschlag. In: Saarbrücker Zeitung v. 24./25. Mai 2008, S. E1 (Ost)
  • Film: Doku "St. Arnual" von 1996 von bibel-tv und Landesbildstelle

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die Urkunde darüber stammt aus dem 8. Jahrhundert und ist nicht im Original erhalten, sondern nur in franz. Abschriften aus dem 18. und 19. Jh, vgl. Hans Walter Herrmann: Die Stiftskirche St. Arnual. SVRKG 130, S. 590
  2. Vgl. Hans Walter Herrmann: Die Stiftskirche St. Arnual. SVRKG 130, S. 591-595
  3. Autopsie 28. Dezember 2006. Archiviert vom Original am 27. September 2007.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Sankt Arnual – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vereine:

49.2169444444447.0169444444444Koordinaten: 49° 13′ N, 7° 1′ O

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