Flughafen Saarbrücken

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Flughafen Saarbrücken
Flughafen-Saarbruecken-Logo.svg
Boeing 737 der Air Berlin vor dem Terminal
Kenndaten
ICAO-Code EDDR
IATA-Code SCN
Koordinaten
49° 12′ 52″ N, 7° 6′ 34″ O49.2145527777787.1095083333333321Koordinaten: 49° 12′ 52″ N, 7° 6′ 34″ O
321 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Straße Autobahn 6 (5 km), Flughafenschnellstraße L108
Nahverkehr Bus R10 Saarbrücken Hauptbahnhof – Flughafen – Blieskastel
Basisdaten
Eröffnung 1928
Betreiber Flughafen Saarbrücken GmbH
Terminals 1
Passagiere 404.000[1] (2012)
Luftfracht 210 t[2] (2012)
Flug-
bewegungen
11.124[3] (2012)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
700.000
Beschäftigte 620
Start- und Landebahnen
09/27 1990 m × 45 m Asphalt
09L/27R 545 m × 50 m Gras

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Der Flughafen Saarbrücken ist der internationale Verkehrsflughafen der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Mit rund 453.652 Fluggästen pro Jahr (2011) gehört er neben Erfurt zu den zwei kleinsten der 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland.

Lage und Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der internationale Verkehrsflughafen der saarländischen Landeshauptstadt liegt im Stadtteil Ensheim, etwa 5 km Luftlinie östlich der Innenstadt.

Er befindet sich auf einer Anhöhe („Ensheimer Höhe“), die nach Westen und Osten von stark abfallendem Gelände und nach Norden und Süden von leicht ansteigendem Gelände eingegrenzt wird – eine Lage, die einen immer wieder diskutierten Ausbau der 1990 m langen in Ost-West-Richtung verlaufenden Start- und Landebahn nur unter enormem Aufwand (z. B. Erweiterung auf Stelzen oder Verdrehung) möglich macht.

Überregional betrachtet befindet sich der Flughafen Saarbrücken in der kerneuropäischen SaarLorLux-Region. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich vor allem auf das Saarland, die angrenzenden Regionen Frankreichs Lothringen und Elsass, Luxemburg und das angrenzende Rheinland-Pfalz.

In dieser Region konkurriert er mit den Flughäfen Luxemburg, Frankfurt-Hahn, Straßburg, Metz-Nancy-Lothringen und Zweibrücken um Passagiere.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Terminal des Saarbrücker Flughafens, September 2008
Parkhaus am Flughafen Saarbrücken

Auto[Bearbeiten]

Über die Straße kann der Flughafen aus allen Richtungen über die Autobahn A6, Ausfahrt Fechingen/Flughafen oder St. Ingbert-West/Flughafen und die angrenzende Flughafenschnellstraße L108 erreicht werden.

Auf dem Flughafengelände stehen über 1000 Parkplätze zur Verfügung, davon knapp 1000 im Parkhaus P1 und über 100 auf den Parkplätzen im Terminalumfeld.

Bus[Bearbeiten]

Der Flughafen ist vom Hauptbahnhof Saarbrücken aus mit der Regionalbus-Linie R10 Richtung Blieskastel stündlich erreichbar.

Am Hauptbahnhof in Saarbrücken besteht Anschluss an das nationale und internationale ICE-Netz, nationale und internationale Intercity-Verbindungen, den Regionalverkehr und den Saarbrücker Stadtverkehr (Stadtbahn-, Stadtbus- und Regionalbusnetz).

Weitere Angebote[Bearbeiten]

Darüber hinaus wird der Flughafen von mehreren privaten Shuttlegesellschaften angefahren und es befinden sich dort Niederlassungen vier renommierter Mietwagendienstleister.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Air Berlin fliegt bis zu dreimal täglich nach Berlin und täglich nach Palma, Luxair fliegt bis zweimal täglich von Luxemburg via Saarbrücken nach Berlin sowie bis zu zweimal täglich nach Hamburg. Ab Sommer 2014 kehrt Hamburg Airways nach Saarbrücken zurück. Zudem fliegt Sun Express bis zu 3x wöchentlich nach Antalya.

Täglich werden am Flughafen Saarbrücken durchschnittlich etwa 25 startende und landende Flüge abgefertigt, in Urlaubsspitzen teilweise bis zu 40. Die Hälfte davon ballt sich im morgendlichen und abendlichen Tagesrandverkehr, wo die Flugzeuge teilweise im Fünf- bis Zehn-Minuten-Takt starten und landen.

Verkehrszahlen[Bearbeiten]

Betriebsjahr Fluggastaufkommen[4] Luftfracht (t) Flugbewegungen
2013 404.000 210 11.124
2012 425.843 648 12.324
2011 453.652 393 14.483
2010 491.415 141 16.245
2009 469.933 104 15.691
2008 517.920 126 17.244
2007 349.822 192,6 14.524
2006 421.643 172,2 15.055
2005 486.230 227,4 14.202
2004 459.853 217 13.764
2002 461.299 325 15.164
2000 482.594 364 21.113
1996 394.535 k.A. 22.097
1992 325.031 k.A. 25.167
1988 223.794 k.A. 28.575
1982 151.876 k.A. 28.772

Architektur/Einrichtungen[Bearbeiten]

Terminal[Bearbeiten]

Terminal von der Vorderseite

Seit der Eröffnung für den Passagierverkehr am 1. Dezember 2001 verfügt der Flughafen Saarbrücken über ein neues Terminal, das die alte Flughafenhalle abgelöst hat. Auf einer Fläche von etwa 55.000 m², davon etwa 30.000 m² Neubaufläche plus Verbindungsbau zum bestehenden und renovierten Abfertigungstrakt entstand es innerhalb von zwei Jahren nach den Plänen eines Stuttgarter Architektenbüros unter Einsatz vieler Glasflächen und eines Daches, das in Form eines Flügels geformt ist. Es ist für 700.000 Passagiere pro Jahr ausgelegt.

Auf zwei Ebenen sind hier alle Einrichtungen, die für den Flugverkehr notwendig sind, untergebracht.

Auf Ebene 0 (Erdgeschoss) befinden sich 13 Check-in-Schalter und ein Sondergepäck-Schalter, knapp 20 Reisebüros und Ticketschalter, zwei Flughafengeschäfte (darunter ein Duty-Free-Shop), der Abfertigungstrakt mit den sicherheitsrelevanten Einrichtungen, fünf Gates, den Gepäckbändern und der Flughafenbar sowie der zentrale Informationsschalter.

Auf Ebene 1 befindet sich auf einem Plateau auf 360 m² Fläche das Flughafenrestaurant; auch die Konferenzräume und die ausgedehnte Aussichtsterrasse mit Biergarten, die einen Blick über das gesamte Vorfeld und die Start- und Landebahn bietet, liegen auf Ebene 1.

Blick ins Terminal

Beide Ebenen verbindet ein mit einer umlaufenden Treppe versehener Glaskubus, in dem ein Lift untergebracht ist.

Flughafen im Überblick

Tower[Bearbeiten]

Der Tower, in dem die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung beherbergt sind, ist westlich an das Terminalgebäude angebaut. Ab voraussichtlich 2016 soll die Flugsicherung am Flughafen Saarbrücken nicht mehr durch lokale Fluglotsen, sondern von einem Remote Tower aus Leipzig erfolgen.[5] Saarbrücken soll als Pilotprojekt im Rahmen des Remote-Tower-Konzept der Deutschen Flugsicherung dienen. Bei Erfolg sollen danach die Tower des Flughafen Erfurt-Weimar und des Flughafen Dresden geschlossen und die Flugsicherung ebenfalls von Leipzig aus erfolgen.[6][7]

Start- und Landebahn[Bearbeiten]

Der Flughafen verfügt über eine 1990 m lange und 45 m breite, asphaltierte Start- und Landebahn in Ost-West-Richtung (09/27), auf der Flugzeugtypen bis zur Größe der Boeing 767 und des Airbus A330 landen und starten können. Flugzeuge größerer Kategorien unterliegen aufgrund der Bahnlänge jedoch Beschränkungen hinsichtlich Beladung und Betankung. Am 25. August 2011 wurde die Start-/Landebahn auf 1990 m gekürzt. Grund waren die richtlinienkonforme Herstellung von Streifen und RESA.

Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist nur die Landerichtung 27 mit einem Instrumentenlandesystem (ILS) ausgerüstet. In der Nebenanflugrichtung 09 gibt es nur ein VOR/DME und ein GPS Instrumentenanflugverfahren.

Blick auf die Check-in-Schalter im Terminal

Die Bahn ist an beiden Enden von stark abfallendem Gelände eingegrenzt, sodass eine Verlängerung nur mit hohem Aufwand möglich ist. Zum letzten Mal wurde 2006/2007 auf dem Hintergrund der Krise durch die erstarkte Konkurrenz aus Zweibrücken über eine Verlängerung der Bahn um etwa 400m diskutiert; die von der Landesregierung in Auftrag gegebene Planfeststellung erbrachte als Ergebnisse u. a. die Möglichkeit einer Stelzenlösung - ähnlich wie in Madeira - oder die Verschwenkung der Bahn um einige Grad bzw. einen Neubau ins Spiel. Mittlerweile ist die Verlängerung aufgrund des Aufschwungs am Flughafen Saarbrücken vorübergehend wieder vom Tisch, da alle Fluggesellschaften mit der derzeitigen Bahnlänge keine Probleme haben.

Aussichtsplattform[Bearbeiten]

Südlich des Flughafengeländes befindet sich an der Flughafenschnellstraße L108 die Aussichtsplattform, die einen panoramaartigen Ausblick auf die Start- und Landebahn, auf dort startende und landende Flugzeuge und auf das Vorfeld des Terminals und die sonstigen Einrichtungen ermöglicht.

Unternehmen am Flughafen[Bearbeiten]

Cirrus Airlines[Bearbeiten]

Die Fluggesellschaft Cirrus Airlines wurde 1995 am Flughafen Saarbrücken gegründet. Sie verlegte 2008 ihren Hauptsitz nach München, kam aber 2010 nach Saarbrücken zurück. Cirrus Airlines operierte aber bei Betriebseinstellung nicht mehr mit Verbindungen ab Saarbrücken, da zu diesem Zeitpunkt mit Luxair und Air Berlin direkte Konkurrenten die lukrativen Strecken mit einem Überangebot abdecken. Am 23. Januar 2012 wurde für Cirrus Airlines der Insolvenzantrag gestellt.

OLT Express Germany[Bearbeiten]

OLT Express hatte eine Fokker 100 in Saarbrücken stationiert und bot von dort Flüge nach München, Hamburg, Wien und London-Southend an.[8] Das Unternehmen OLT Express hatte mit der Übernahme der Contact Air zum 1. September 2012 auch deren seit 1988 am Flughafen Saarbrücken betriebenen Wartungsbetrieb übernommen[9]; neben den neun eigenen Jets[8] werden auch Flugzeuge weiterer Fluggesellschaften dort gewartet. Am 28. Januar 2013 meldete OLT Express Insolvenz an. Zuvor hatte die Fluggesellschaft bereits ihren Flugbetrieb eingestellt.[10]

Der Werftbetrieb wurde Ende 2013 aus der Insolvenzmasse herausgelöst, von der Eheim-Gruppe übernommen und firmiert seitdem als Contact Air Technik GmbH[11]

GateGourmet[Bearbeiten]

Der schweizerische Catering-Service Gate Gourmet betreibt eine Filiale am Flughafen Saarbrücken und beliefert die Flugzeuge der großen Fluggesellschaften mit Nahrungsmitteln und Getränken.

CitySolar[Bearbeiten]

Blick auf das Terminal, im Vordergrund ein Teil des Solarkraftwerks

Die Firma Conergy betreibt auf dem südlichen Teil des Geländes des Flughafens parallel zur Start- und Landebahn auf 26.000m² ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von 4,2 MW, das Strom für etwa 2000 Haushalte liefert und in drei Etappen seit 2004 entstanden ist.

Investitionen in den kommenden Jahren[Bearbeiten]

Am Flughafen Saarbrücken werden in den kommenden Jahren durch staatliche und private Geldgeber insgesamt rund 15 Millionen Euro investiert werden.

Die Investitionen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

Investitionen in flugbetriebsrelevante Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Routinemäßige Sanierung des Landebahn-Belages sowie in den Bau von Sicherheitszonen an den Enden der Start- und Landebahn.

Investitionen in und um den Flughafen[Bearbeiten]

  • Sanierung des Verwaltungsgebäudes
  • Neubau einer Wartungshalle durch die schwäbische Eheim-Gruppe
  • Neubau eines weiteren Parkhauses
  • Umbau eines Hangars zum Ankunftsgebäude inkl. Flächen für Bundespolizei und Zoll
  • Bau eines Hotels
  • Bau einer Fahrzeug- und Gerätehalle
  • Errichtung weiterer Wartungshallen
  • Errichtung eines Flugsimulatorzentrums in Verbindung mit dem HTW-Luftfahrt-Studiengang in Göttelborn
  • Weitere Büroflächen neben dem Cirrus-Gebäude

Kritik am Flughafen[Bearbeiten]

Das Defizit des Flughafens gerät zunehmend in die Kritik. So wies die Jahresbilanz 2011 ein Rekorddefizit von 10,1 Millionen Euro aus.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorkriegszeit: Aufbau des Flugverkehrs[Bearbeiten]

Der Saarbrücker Flughafen im Stadtteil Ensheim, bis zum 31. Dezember 1973 zum Landkreis St. Ingbert gehörend, entstand in den Jahren 1937 bis 1939 und sollte die Alternative zum bisherigen Flughafen Saarbrücken-St. Arnual werden. Dieser hatte bereits einige internationale Verbindungen, eignete sich aber wegen der schlechten Aerodynamik und der ständigen witterungsbedingten Sperrungen nicht für den zukünftigen Flugverkehr. Mit der Landung der letzten planmäßigen Linienmaschine der Deutschen Lufthansa am 25. Oktober 1939 um 19.10 Uhr endete vorerst die Geschichte des Saarbrücker Flughafens.[12]

Am 1. September 1939 sollte der neue Flughafen Ensheim eröffnet werden. Genau an jenem Tag aber brach der Zweite Weltkrieg aus. Zur Eröffnung kam es nicht mehr.

Nachkriegszeit: Wiederaufbau und Wachstum[Bearbeiten]

In den Nachkriegsjahren tat sich zunächst nicht mehr viel auf dem Saarbrücker Flughafen. Die endgültige Schließung des St. Arnualer Flughafens erfolgte 1955.[13] Erst Mitte der 1960er Jahre gab es wieder konkretere Pläne für einen Ausbau, insbesondere der Landebahn, auf der größere Flugzeuge nicht landen konnten und die damit ein Hemmnis für die Anbindung an internationale Ziele war. 1967 gab es die ersten regelmäßigen Linienflüge von Saarbrücken nach Düsseldorf durch die LTU; die Landebahn wurde zwischen 1966 und 1969 auf 2.100 Meter ausgebaut. So kamen in den folgenden Jahren immer mehr nationale Flugverbindungen zu den wichtigsten deutschen Städten hinzu, namentlich Berlin (Modern Air, Pan American und TAT), Hamburg, Kassel (General Air), München (LTU) und Frankfurt am Main. Im Jahr 1972 wurde der Flughafen Saarbrücken zum elften internationalen Flughafen Deutschlands. Damit wurde auch ein Erweiterungstrakt des bisherigen Empfangsgebäudes angelegt.

Empfangshalle des Saarbrücker Flughafens

1990 bis 2000: starkes Wachstum[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren erlebte der Flughafen Saarbrücken einen enormen Zuwachs an Fluggästen; ab 1995 stieg das Passagieraufkommen um 58 Prozent auf 483.000 (Jahr 2000) an und es begannen weitere Erweiterungen in der Abfertigungshalle. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die erweiterte Abfertigungshalle 2000 fertiggestellt und ist nun für jährlich 700.000 Passagiere ausgelegt.

Seit 2000: Passagierrekord, Einbruch und Wiederaufstieg[Bearbeiten]

Mit 487.314 Passagieren im Jahr 2005 erzielte der Flughafen Saarbrücken sein bis dato bestes Ergebnis und übertraf damit die Höchstmarke aus dem Jahr 2000 mit damals 484.615 Passagieren. Gegenüber 2004 mit 461.348 Passagieren entspricht dies einer Steigerung um 5,6 Prozent. Für 2006 strebte der Flughafen Saarbrücken an, die 500.000er-Marke zu überschreiten, stattdessen war jedoch ein Rückgang um 13 Prozent auf 421.369 Passagiere zu verzeichnen. 2007 ging die Zahl der Fluggäste - bedingt durch die Konkurrenz vom Flughafen Zweibrücken und den Weggang der Fluggesellschaft TUIfly - noch einmal auf knapp 350.000 Fluggäste zurück.

Seit Mitte 2007 ist wieder ein Aufschwung zu spüren: Air Berlin bietet ab Saarbrücken eine Vielzahl von Flugzielen im In- und Ausland an und seit 2008 hat Luxair sein Angebot ab Saarbrücken ausgebaut und bezeichnet den Flughafen Saarbrücken als zweiten Heimatflughafen.

Am 4. Dezember 2008 wurde am Flughafen Saarbrücken der 500.000te Passagier des Jahres abgefertigt.

Auf Initiative des damaligen saarländischen Wirtschaftsministers Joachim Rippel und bedingt durch die sehr erstarkte Position des Flughafens Saarbrücken durch das Engagement von Air Berlin und Luxair haben sich die Landesregierungen des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz auf eine Wiederaufnahme von Gesprächen zur Kooperation mit dem nahegelegenen Flugplatz Zweibrücken geeinigt. Eine von der saarländischen Landesregierung geplante Verlängerung der Ensheimer Landebahn wird vorerst nicht weiterverfolgt; das Planfeststellungsverfahren zur Verlängerung um 400 m wird jedoch weiter vorangetrieben, um auf zukünftige Entwicklungen im Flugverkehr bei Bedarf reagieren zu können.

Darüber hinaus wurde in den Jahren 2004 und 2005 in mehreren Bauabschnitten eine Solaranlage auf der südlichen Seite des Flughafens mit einer Gesamtleistung von 4 MWp errichtet.[14]

Im Jahr 2011 baute Air Berlin ihr Angebot ab dem Flughafen Saarbrücken stark aus. Seit dem 1. Mai verkehren täglich drei Air-Berlin-Maschinen zwischen Saarbrücken und Berlin. Außerdem fliegt Air Berlin ein- bis zweimal täglich von Saarbrücken nach Palma de Mallorca. Zum Winterflugplan 2011/2012 bietet Air Berlin auch eine tägliche Verbindung nach Nürnberg an. Von dort aus können Fluggäste zu fast allen Zielen rund ums Mittelmeer gelangen. An Wochenenden werden Direktflüge nach Gran Canaria angeboten.

Im Februar 2012 eröffnete die Europäische Kommission ein Prüfverfahren wegen möglicher unzulässiger staatlicher Beihilfen.[15] Der Flughafen habe regelmäßig Kapitalzufuhren aus Landesmitteln erhalten und es sei zweifelhaft, ob er unter Marktbedingungen betriebsfähig sei.[15] Alle Fluggesellschaften erhielten systematische Rabatte auf Flughafengebühren, Air Berlin und Cirrus zudem noch zusätzliche Zahlungen so dass ein unfairer Wettbewerbsvorteil vorliegen könne.[15]

Vom 1. Oktober 2012 an flog die deutsche OLT Express von Saarbrücken nach Hamburg, München, Wien und saisonal nach London-Southend. Sie stellte ihren Flugbetrieb jedoch Anfang Januar 2013 ein und ging kurz darauf in die Insolvenz.

Eine Fokker 100 der OLT Express

Im Sommer 2014 meldete der Flughafen Zweibrücken Insolvenz an. TUIfly hat daraufhin bekanntgegeben, dass es zum 8. November 2014 seine Flüge nach Saarbrücken verlegt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Passagieraufkommen. In: flughafen-saarbruecken.de. Flughafen Saarbrücken GmbH, abgerufen am 20. April 2013.
  2. Frachtzahlen ab dem Jahr 2000 am Flughafen Saarbrücken. In: flughafen-saarbruecken.de. Flughafen Saarbrücken GmbH, abgerufen am 20. April 2013.
  3. Verkehrszahlen. In: flughafen-saarbruecken.de. Flughafen Saarbrücken GmbH, abgerufen am 20. April 2013.
  4. Verkehrszahlen von der Website des Flughafens (abgerufen am 17. Januar 2012)
  5. Erprobung neuer Technik für den Erfurter Tower durch die Deutsche Flugsicherung. In: flughafen-erfurt-weimar.de. Flughafen Erfurt GmbH, abgerufen am 25. Juni 2014.
  6. Jahrespressekonferenz der DFS in Langen. In: dfs.de. Deutsche Flugsicherung, 9. April 2014, abgerufen am 25. Juni 2014.
  7. Flugsicherung will Tower an kleineren Flughäfen schließen. In: airliners.de. 9. April 2014, abgerufen am 25. Juni 2014.
  8. a b Website OLT Express Germany GmbH OLT Express Germany startet erfolgreich in Saarbrücken, Pressemitteilung, Abgerufen am 23. Dezember 2012
  9. Website OLT Express Germany GmbH über OLT Express Germany, Abgerufen am 23. Dezember 2012
  10. Auch Fluggesellschaft OLT Express meldet Insolvenz an, derwesten.de
  11. jwo: Contact-Air-Werft feiert Wiedereröffnung. Erben des Firmengründers Gunther Eheim haben Werftbetrieb aus der OLT-Insolvenz herausgekauft. In: saarbruecker-zeitung.de. 13. Dezember 2013, abgerufen am 18. Februar 2014.
  12. http://www.flughafen-saarbruecken.de/fileadmin/user_upload/Daten-Fakten/80-Jahre-Flughafen-Saarbruecken.pdf S. 28
  13. http://www.flughafen-saarbruecken.de/fileadmin/user_upload/Daten-Fakten/80-Jahre-Flughafen-Saarbruecken.pdf S. 29
  14. Historie des Flughafens
  15. a b c Staatliche Beihilfen: EU-Kommission leitet Prüfverfahren im deutschen und österreichischen Luftverkehrssektor ein. Europäische Kommission. 22. Februar 2012. Abgerufen am 23. Februar 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Saarbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien