Bahnstrecke Hetzbach–Beerfelden

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Hetzbach–Beerfelden
Streckenlänge: 5,12 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20 
Bundesland: Hessen
Strecke – geradeaus
Odenwaldbahn von Darmstadt bzw. Hanau
Haltepunkt, Haltestelle
0,0 Hetzbach (ehem. Bf)
Odenwaldbahn nach Eberbach
B 45
4,8 Anst Sägewerk Weber
5,1 Beerfelden

Die Bahnstrecke Hetzbach–Beerfelden (regional auch Schellekattel genannt) war eine 5,1 Kilometer lange private Nebenbahnstrecke von Hetzbach nach Beerfelden im Odenwald im südlichen Hessen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die eingleisige Strecke wurde am 1. Mai 1904 durch die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) eröffnet. In einer lang gezogenen S-Kurve verband sie über 5,1 km den Bahnhof Hetzbach der Odenwaldbahn Darmstadt/HanauEberbach mit der 75 Meter höher gelegenen Kleinstadt Beerfelden.

Nach Ablauf der Konzession, für die kein Verlängerungsantrag gestellt wurde, endete der öffentliche Verkehr am 31. Mai 1954. Die Stadt Beerfelden erwarb die Bahnstrecke als Anschlussgleis und ließ durch die Deutsche Bundesbahn Güterverkehr durchführen. Da keine Unterhaltung der Strecke erfolgte, verfiel diese. Am 23. Juni 1964 kam es zu einer Entgleisung, worauf die Strecke gesperrt und der Anschlussvertrag mit der Deutschen Bundesbahn gekündigt wurde. Anschließend wurde die Strecke abgebaut.

[Bearbeiten] Name

Der Name „Schellekattel“ stammt von der betrieblichen Besonderheit, dass auf der kurzen, über zwei Kehrschleifen verlaufenden Strecke zahlreiche Bahnübergänge gequert wurden, so dass die Lok auf fast der gesamten Strecke die Signalglocke läuten lassen musste. Eine Glocke nennt man im Odenwald „Schelle“, eine „Kattel“ ist eine alte Dame.

[Bearbeiten] Spuren

Heute erinnert nur noch wenig an diese Bahn. Beispiele dafür sind das Empfangsgebäude in Beerfelden, die Stelle des Bahnübergangs an der B 45 (inzwischen im Zuge einer Baumaßnahme entfernt) sowie der Bahndamm unterhalb dieser Stelle. Es sind noch Schienenreste am Bahnübergang der B 45 zu sehen, zwei weitere Meter der Gleise schauen noch aus dem Feldweg heraus, der sich heute auf der alten Trasse befindet.

[Bearbeiten] Literatur

  • Gerd Wolff und Andreas Christopher: Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 8 Hessen, Freiburg 2004, S. 16f.
  • Georg Dascher: Die Nebenbahn Hetzbach−Beerfelden. Reinheim 1994
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