Schlacht am Stones River

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Schlacht am Stones River
Teil von: Sezessionskrieg
William Starke Rosecrans mit seinen Soldaten in der Schlacht am Stones River
William Starke Rosecrans mit seinen Soldaten in der Schlacht am Stones River
Datum 31. Dezember 1862 bis 2. Januar 1863
Ort Murfreesboro (Tennessee)
Ausgang Sieg der Union
Konfliktparteien
Befehlshaber
William Starke Rosecrans Braxton Bragg
Truppenstärke
43.400 37.712
Verluste
13.249
gefallen: 1.730
verwundet: 7.802
vermisst/gefangen: 3.717
10.266
gefallen: 1.294
verwundet: 7.945
vermisst/gefangen: 1.027

Die Schlacht vom Stones River (Murfreesboro) war eine Schlacht des Sezessionskrieges, bei der es um die Vorherrschaft im zentralen Teil von Tennessee ging. Sie dauerte vom 31. Dezember 1862 bis zum 2. Januar 1863.

Schlachtverlauf[Bearbeiten]

Befehlshaber der Unionsstreitkräfte war William Starke Rosecrans, der die Cumberland-Armee Ende Oktober von General Don Carlos Buell übernommen hatte. Rosecrans führte etwa 45.000 Soldaten von Nashville in Richtung Süden. In der Nähe von Murfreesboro lagerte die konföderierte Tennessee-Armee unter General Bragg. Am 31. Dezember kam es zur Schlacht, wobei Braggs linker Flügel in aller Frühe die rechte Flanke Rosecrans' unter McCook angriff und diese bis zur Verbindungsstraße von Nashville nach Chattanooga zurückdrängte. Philip Sheridans Division gelang es jedoch nach heftigen Kämpfen, die rechte Unionsfront zu halten.

Am Abend meldete Bragg bereits nach Richmond, dass die Schlacht gewonnen sei und die Unionsarmee sich zurückziehen würde. Bragg war überrascht, als am Neujahrstag die Unionstruppen immer noch in den Stellungen zu sehen waren. Außer einigen kleineren Scharmützeln geschah am 1. Januar nichts. Die Unionisten zogen sich nun in hufeisenförmig ausgebaute Stellungen zurück und positionierten Kanonen auf Anhöhen. Rosecrans hatte sich mit seinen Offizieren besprochen, und sie kamen überein, diese Stellungen auf alle Fälle zu halten.

Am 2. Januar befahl Bragg General Breckinridge, mit seiner Division die Unionisten von einem besetzten Hügel über den Fluss zurückzudrängen. Breckinridge wehrte sich vehement gegen diesen Befehl, da Crittenden auf einer Anhöhe der Westseite des Flusses 58 Kanonen aufgestellt hatte, und Breckinridge genau in deren Schussfeld marschieren würde. Selbst die Generäle Hardee vom linken und Polk vom zentralen Flügel sprachen sich gegen diesen Angriff aus, doch Braggs Befehl blieb bestehen. Gegen 16:00 Uhr schickte Breckinridge seine Truppen bei heftigem Schneetreiben gegen die Unionsstellungen ins Gefecht.

Der Angriff scheiterte und innerhalb weniger Minuten verlor Breckinridge 1500 Mann seiner so genannten Orphan Brigade. Die Armee der Konföderierten zog sich nach dieser Schlacht zum Duck River, 25 Kilometer weiter südlich, zurück. Rosecrans verzichtete darauf, den abziehenden Truppen nachzusetzen.

Nach der Niederlage von Fredericksburg und dem zeitweiligen Rückschlag Shermans bei Vicksburg war dieser kleine Sieg im Westen zumindest eine positive Nachricht für Abraham Lincoln.

Auf Unionsseite unter Rosecrans zogen 45.000 Soldaten in die Schlacht, wobei 13.249 Opfer (Tote, Verwundete und Vermisste) zu beklagen waren, die Konföderierten hatten bei einer Stärke von rund 38.000 Mann 10.266 Mann verloren. [1]

Das Schlachtfeld heute[Bearbeiten]

Auf dem damaligen Schlachtfeld wurde das Stone River National Battlefield & Cemetery eingerichtet mit vielen Kanonen und Monumenten an den historischen Schäuplätzen. Welt-Icon35.880833-86.435170 Eine Broschüre des National Park Service führt zu den wichtigsten Plätzen.

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe Englische Wikipedia: Battle of Stones River

Literatur[Bearbeiten]

  • James M.McPherson: Für die Freiheit sterben; List Verlag; ISBN 3-471-78178-1
  • William C. Davis: Der amerikanische Bürgerkrieg; Weltbild Verlag; ISBN 3-8289-0384-3
  • Steven L Walker & Matti P.Majorin: Civil War Parks; the Battlefields of Freedom; Camelback, Elan Venture; ISBN 1-879924-03-X
  • James L. McDonough: Stones River: Bloody Winter in Tennessee. Knoxville, TN 1980
  • Peter Cozzens: No Better Place to Die: The Battle of Stones River. Urbana, IL 1990
  • Joseph B. Mitchell: Decisive Battles of the Civil War, New York 1955, ISBN 0-449-30031-5, Seite 93 -98.