Seltenbach (Neckar)

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Seltenbach
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238153
Lage Baden-Württemberg
Landkreis Calw
Landkreis Freudenstadt
Landkreis Tübingen
Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Ursprung Gäuhochfläche bei Ergenzingen
48° 29′ 22″ N, 8° 49′ 3″ O48.4894444444448.8175460
Quellhöhe ca. 460 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen 
Beginn des wieder offenen Laufs am Südostrand von Ergenzingen
Mündung bei Obernau in den Neckar48.4586111111118.8752777777778350Koordinaten: 48° 27′ 31″ N, 8° 52′ 31″ O
48° 27′ 31″ N, 8° 52′ 31″ O48.4586111111118.8752777777778350
Mündungshöhe ca. 350 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 110 m
Länge 16,2 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 40,246 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Gemeinden Nagold, Eutingen im Gäu, Rottenburg am Neckar, NeustettenVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Seltenbach ist ein linker Zufluss des Neckars beim Rottenburger Stadtteil Obernau im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Der Seltenbach entsteht in unbeständigem Lauf auf der Hochfläche des Korngäus am Ostrand des Stadtteils Hochdorf von Nagold. Ziemlich genau nach Osten durchzieht er das wenig eingetiefte Laiblestal nördlich des Eutinger Ortsteils Göttelfingen, wo ihm von links ein gleichfalls nur zeitweise wasserführender Bach zuläuft. Nahe südwestlich beim Rottenburger Stadtteil Baisingen nimmt er einen weiteren unbeständigen Zufluss von links auf, kurz danach einen von Westen her aus dem Korntal.

Erst etwas danach, im Westen des Rottenburger Ortsteils Ergenzingen, beginnt der beständige Lauf, auf dem er bald den Ort unterirdisch durchquert. Beim Sportgelände am südöstlichen Ortsrand tritt er wieder zu Tage und fließt dann noch weniger als einen Kilometer weit ostwärts und unter der A 81 hindurch, um sich dann in einem scharfen Bogen nach Südwesten zu wenden. Diese Richtung hält er bis kurz vor dem Kloster Liebfrauenhöhe bei, wo er nach seinem bisherigen Flurlauf nun in erstmals tieferer Mulde unter von Wald bestandenen Hängen fließt.

Beim Kloster kehrt er sich, wiederum abrupt, nach Südosten und durchläuft nun das enge, in die Gäuhochfläche eingetiefte, etwa sechs Kilometer lange Rommelstal, das bis nach Obernau läuft. Der Talname rührt vom Familienname Rommel des für die Vermessung zuständigen königlichen Beamten. Den zweiten und letzten von ihm durchflossenen Ort Obernau erreicht der Bach auf einem kurzen südwärts laufenden Talabschnitt, wonach er das am Eintritt ins weite Neckartal gelegene Dorf wenig entfernt vom Südrand durchfließt. Kaum zweihundert Meter, nachdem er sich vom Siedlungsbereich gelöst hat, mündet der Seltenbach schließlich auf Ostlauf und von links in den Neckar.

Zuflüsse[Bearbeiten]

  • (Zufluss aus dem Lehenwald), von links nördlich von Göttelfingen, unbeständig
  • Seewiesengraben, von links bei Baisingen, unbeständig
  • (Zufluss aus dem Korntal), von rechts südlich von Baisingen, unbeständig
  • Aischbach, von rechts, verdolt im Bereich einer ehemaligen Deponie neben der Autobahn
  • Kienhaldengraben, von rechts nach der Kehre bei Kloster Liebfrauenhöhe, unbeständig
  • (Klingenbach von der Neustetten-Wolfenhausener Winterhalde her), von links, unbeständig
  • (Klingenbach vom Rottenburg-Eckenweiler Friedhof her), von rechts, unbeständig
  • (Zufluss von der Hammethausquelle in der Talaue), von rechts

Geschichte[Bearbeiten]

Die Römer nutzten das Wasser des Seltenbachs etwa 100 n. Chr. zur Versorgung der etwa acht Kilometer östlich gelegenen Römerstadt Sumelocenna, dem „römischen Rottenburg“. Dazu wurde ein Aquädukt erbaut, von dem heute noch Überreste im Rommelstal erhalten sind. Im Mittelalter wurde das Wasser für Kurbäder verwendet. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Wasserbedarf der nahe gelegenen Stadt Rottenburg stieg wurde eine Wasserleitung nach Rottenburg verlegt. Bis 1953 wurde so ein Teil Rottenburgs mit Wasser aus dem Seltenbach versorgt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Überreste einer Römischen Wasserleitung im Rommelstal bei Obernau

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]