Siddinghausen (Büren)

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51.5208333333338.5302777777778281Koordinaten: 51° 31′ 15″ N, 8° 31′ 49″ O

Siddinghausen
Stadt Büren
Höhe: 281 m
Fläche: 10,36 km²
Einwohner: 1234 (12. Nov. 2007)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 33142
Vorwahl: 02951
Karte

Lage von Siddinghausen in Büren (Westfalen)

Siddinghausen ist ein Stadtteil der Stadt Büren im Kreis Paderborn im Osten Nordrhein-Westfalens und liegt am Oberlauf der Alme im Almetal. Die Ortschaft hat 1234 Einwohner (Stand: 12. November 2007).

Luftaufnahme von Siddinghausen

Geografie[Bearbeiten]

Siddinghausen liegt circa vier Kilometer entfernt von Büren. Der Ort liegt in einem Tal, das in Richtung Büren durch den Mühlenberg begrenzt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite begrenzen Ausläufer des Arnsberger Waldes den Ort.

Das Almetal bei Siddinghausen

Klima[Bearbeiten]

Siddinghausen liegt im Regenschatten des Sauerlandes und hat eine Niederschlagsmenge von etwa 800 bis 850 mm im Jahr.

Geschichte[Bearbeiten]

Siddinghausen gehört zu den ältesten Orten im Bürener Land. Nach Überlieferungen baute ein sächsischer Adeliger namens Sidag auf seinem Erbgut eine hölzerne Kirche. Die Kirche wurde im Jahr 799 von Papst Leo III. unter Beisein von Karl dem Großen geweiht. Die Siedlung, die dann um die Kirche gebaut wurde, erhielt den Namen „Sidaghusen“, woraus sich später „Siddinghausen“ entwickelte.

Am 1. Januar 1975 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Stadt Büren eingemeindet.[1]

Politik[Bearbeiten]

Vor der Eingemeindung in die Großgemeinde Büren im Jahr 1975 war Siddinghausen eine eigene Gemeinde. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis in das Jahr 1975 hatte Siddinghausen 13 Gemeindevorsteher.

Gemeindevorsteher der früheren Gemeinde Siddinghausen

  • Joseph Happe (bis 1852)
  • Anton Schlüter (1852–1860)
  • Johann Schüth (1860–1878)
  • Anton Schlüter (1878–1890)
  • Johann Happe (1890–1907)
  • Josef Kersting (1907–1913)
  • Wilhelm Schlüter (1913–1915)
  • Anton Happe (1915–1920)
  • Josef Kersting (1920–1938)
  • Josef Wiehe (1938–1945)
  • Anton Gottschalk (Mai 1945)
  • Anton Schlüter (Mai 1945–1946)
  • Wilhelm Happe (1946–1948)
  • Franz Meis (1948–1975)

Seit der Eingemeindung im Jahr 1975 hatte Siddinghausen bis heute vier Ortsvorsteher.

Ortsvorsteher

  • Anton Müller (1975–1989)
  • Heinrich Burdick (1989–1994)
  • Gerhard Helle (1994–2012)
  • Johannes Schäfers (seit 2012)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besonders sehenswert sind die Siddinghäuser Kirche (St. Johannes Baptist) und die an der Alme gelegene Siddinghäuser Mühle.

Johanneseiche[Bearbeiten]

Die Johanneseiche ist eine über 400 Jahre alte Eiche, die im Ringelsteiner Wald steht.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Siddinghausen gibt es eine Grundschule und einen Kindergarten.

Vereine[Bearbeiten]

In Siddinghausen gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, eine Tanzgruppe, einen Sportverein inklusive Sportplatz und eigener Turnhalle auch für die Schule, einen Heimatschutzverein, eine Kolpingsfamilie, einen Musikverein und zwei Chöre.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Landstraße L 637, die von Büren in das Nachbardorf Ringelstein führt. Siddinghausen wird des Weiteren durch die Kreisstraße K65 mit dem benachbarten Kneblinghausen im Kreis Soest verbunden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 320.

Literatur[Bearbeiten]

  • Siddinghausen Geschichte eines westfälischen Dorfes von Alexander Kessler (2000)

Weblinks[Bearbeiten]