Simon Faber

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Simon Faber (* 11. September 1968 in Flensburg) ist ein deutscher Politiker (SSW) und seit dem 15. Januar 2011 Oberbürgermeister der Stadt Flensburg.

Leben[Bearbeiten]

Michael Zenner, Simon Faber (zweiter von links), Christian Dewanger und Prinz Joachim von Dänemark im Jahr 2011, bei der Wiedereinweihung des Flensburger Löwen

Simon Faber wurde am 11. September 1968 in Flensburg in eine deutsche Familie hinein geboren. Sein Vater stammt aus Stettin und seine Mutter aus Hamburg.[1]

Faber legte 1987 das Abitur am dänischen Gymnasium in Flensburg ab. Nach dem Zivildienst studierte er an der Universität und am Musikkonservatorium im dänischen Aarhus die Fächer Germanistik und Musikwissenschaft. Nach Tätigkeit in einem dänischen Verlag war er von 2002 bis 2004 Chefsekretär des Intendanten des Rundfunkorchesters von Danmarks Radio.[2]

Seit 2004 lebt er wieder in Flensburg. Er war bis 2010 beim dänischen Parlament als Kulturpolitischer Referent der dänischen Minderheit in Deutschland tätig.

Der Südschleswigsche Wählerverband nominierte ihn im Mai 2010 als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Flensburg am 31. Oktober 2010. Er war im ersten Wahlgang mit 19,4 % der Stimmen Zweitplatzierter hinter Elfi Heesch (CDU und Bündnis 90/Die Grünen, 25,1 %) und vor Thede Boysen (SPD, 18,2 %).[3] Im zweiten Wahlgang am 21. November 2010 konnte er sich mit 54,8 % der Stimmen gegen Elfi Heesch (45,2 %) durchsetzen.[4]

Faber trat am 15. Januar 2011[5] die Nachfolge des bisherigen Oberbürgermeisters Klaus Tscheuschner an, der nicht wieder kandidiert hatte.

Ziele[Bearbeiten]

Faber sieht die Lage Flensburgs an der dänischen Grenze als dessen größte Chance. Deshalb will er stärker mit Dänemark kooperieren als bisher. Beispielsweise sprach er sich für die Wahl der Stadt Sønderborg zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2017 aus, was die ganze Grenzregion Sønderjylland/Schleswig und damit Flensburg eingebunden hätte.[6] Zusammen mit Dänemark will er die Region auch für die Landespolitik wieder attraktiv machen, um die drohende Schließung der Flensburger Spielstätte des Landestheaters oder der JVA abzuwenden. Darüber hinaus will Faber eine „nachhaltige, transparente Strategie für die Stadtwerke“ erreichen.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-daene-in-flensburgs-rathaus,10810590,10765944.html
  2. Simon Faber: Einblick - Zur Person. Lebenslauf. Archiviert vom Original am 24. November 2010, abgerufen am 5. September 2013 (deutsch).
  3. Endergebnis des ersten Wahlgangs
  4. Vorläufiges Endergebnis des zweiten Wahlgangs In Schleswig-Holstein treten nur die beiden Bestplatzierten des ersten Wahlgangs im zweiten Wahlgang erneut an.
  5. Bericht des Flensburger Tagesblatts zum Wahlausgang, abgerufen am 14. Februar 2011
  6. Flensburger Tageblatt: „Wir müssen über Bande spielen“, 25. November 2010
  7. Flensburger Tageblatt: „Sie hinterlassen uns eine gute Stadt“, 10. Januar 2011