Sly Dunbar

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Sly Dunbar, 1979

Sly Dunbar (* 10. Mai 1952 in Kingston, Jamaika, eigentlich Lowell Dunbar) ist ein jamaikanischer Schlagzeuger und Musikproduzent.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Dunbar begann früh mit dem Schlagzeugspielen und gehörte einigen relativ bekannten jamaikanischen Reggaebands an, mit denen er kleinere Erfolge hatte.

Später traf er auf Bassist Robert Shakespeare, der bereits über einige Studioerfahrung verfügte, und brachte mit ihm und den Revolutionaires einige Alben in Jamaika heraus (einige davon wurden später in den USA und Europa herausgebracht). Robert und Sly nannten sich fortan „The Riddim Twins“ oder „Sly & Robbie“. Später spielten sie in „Word Sound and Power“, der Band rund um Peter Tosh. Sie spielten fünf Alben und eine Nummer-1-Single, „(Keep on walking) Don't look back“ mit Mick Jagger ein. Ab Mitte der 1970er Jahre waren Sly & Robbie als Dub-Mixer, später auch als Produzenten aktiv.

Nach einer ausgedehnten Welttournee gründeten Sly & Robbie 1978 ihr eigenes Label „TAXI Productions“. Sie trennten sich von Peter Tosh und stießen Ende der 70er zu Black Uhuru, in der nun Ducky Simpson, Puma Jones und Michael Rose zur Musik des Duos sangen. Black Uhuru brachte mehrere Alben heraus, wobei auf den letzten beiden („Brutal“ und „Positive“) Junior Reid anstatt Michael Rose sang. Die Arbeit der beiden beschränkte sich später allerdings nie auf allein eine Band. So nahmen sie mit Grace Jones drei Alben auf; dem schloss sich eine breitgefächerte Zusammenarbeit mit Musikern aus aller Welt an. Dazu zählten Joe Cocker, Bob Dylan, Herbie Hancock, Bill Laswell und Carly Simon.

Bereits in den 1980ern veränderten neue Musiktechnologien auch die Arbeit von Robert Shakespeare und Sly Dunbar. Ab Mitte des Jahrzehnts veröffentlichten sie gemeinsam mehrere Alben, in denen Dub-Elemente mit Funk, HipHop und anderen Stilen verknüpft wurden. Während sich Sly nach The Summit von 1988 fast ausschließlich den Drumcomputern und dem Produzieren widmete, spielte Robert neben E-Bass auch immer öfter Keyboard. Auf eine weitere erfolgreiche Single, die die beiden 1993 produzierten („Murder she Wrote“ von Chaka Demus and Pliers), folgten unter anderem Kompositionen für Beenie Man und Luciano sowie Dancehall-Beats von Sly für DJ Combo. In der Folge nahmen sie weitere Alben als Sly & Robbie auf, zuletzt 2004 Version Born.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Rico[Bearbeiten]

  • 1981: That Man is forward

Sly Dunbar[Bearbeiten]

  • 1978: Simple Sly Man
  • 1982: Sly-go-ville

Peter Tosh[Bearbeiten]

  • 1977: Equal Rights
  • 1978: Bush Doctor
  • 1979: Mystic man
  • 1980: Wanted Dread or Alive

Black Uhuru[Bearbeiten]

  • 1979: showcase
  • 1980: sinsemilla
  • 1981: Red
  • 1982: Chill out
  • 1984: Anthem
  • 1986: Brutal
  • 1987: positive
  • 1987: Guess Who's Coming To Dinner
  • 1990: Now

Sly & Robbie[Bearbeiten]

  • 1979: Sly Wicked and Slick
  • 1981: The 60’s, 70’s into the 80’s = Taxi
  • 1985: Language Barrier
  • 1987: Rhythm Killers
  • 1988: The Summit (UK)
  • 1999: Drum and Bass strip to the bone feat. Howie B
  • 1999: X-Uhuru
  • 2001: In Good Company
  • 2002: Dub Transmission Specialists – Off Duty
  • 2003: Late Night Tales
  • 2004: Sly & Robbie Meet the Mad Professor
  • 2004: version born

Weblinks[Bearbeiten]