Stainach

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Stainach
Wappen von Stainach
Stainach (Österreich)
Stainach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 10,25 km²
Koordinaten: 47° 32′ N, 14° 6′ O47.53333333333314.1655Koordinaten: 47° 32′ 0″ N, 14° 6′ 0″ O
Höhe: 655 m ü. A.
Einwohner: 1.957 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8950
Vorwahl: 03682
Gemeindekennziffer: 6 12 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 27
8950 Stainach
Website: www.stainach.at
Politik
Bürgermeister: Gernot Schweiger (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
8
6
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Stainach im Bezirk Liezen
Admont Aigen im Ennstal Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Donnersbach Donnersbachwald Gaishorn am See Gams bei Hieflau Hall Irdning Johnsbach Landl Lassing Liezen Oppenberg Palfau Pürgg-Trautenfels Rottenmann Sankt Gallen Selzthal Stainach Tauplitz Treglwang Trieben Weißenbach an der Enns Weißenbach bei Liezen Weng im Gesäuse Wildalpen Wörschach Steiermark Bezirk LiezenLage der Gemeinde Stainach im Bezirk Liezen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Stainach ist eine Marktgemeinde mit 1957 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in der Steiermark im Gerichtsbezirk Liezen, Bezirk Liezen. Ab 1. Jänner 2015 ist sie Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit der Gemeinde Pürgg-Trautenfels zusammengeschlossen, die neue Gemeinde wird den Namen „Stainach-Pürgg“ führen.[1]

Der Ort ist ein Bahnknotenpunkt (Bahnhof Stainach-Irdning), hier trifft die Salzkammergutbahn auf die Ennstalbahn.

Geografie[Bearbeiten]

Stainach liegt im Ennstal im österreichischen Bundesland Steiermark.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Niederhofen (63)
  • Stainach (1898)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Stainach.


Geschichte[Bearbeiten]

Um 1195 wird ein Hiltigrims von Gruscharn erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf „Gruscharn“ wurde ab 1659 Stainach genannt. Das Geschlecht der Stainacher wurde im 18. Jahrhundert in den Grafenstand erhoben. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.

Der Bau der Ennstalbahn 1875 und der Ausseerbahn 1877 erschlossen die Gemeinde. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. Seit 1958 ist der Ort auch Sitz einer eigenen Pfarre.

Stainach wird – jedoch nicht mit völliger Sicherheit – als Geburtsort des salischen Papstes Gregor V. (972–999) überliefert; dort sollen seine Eltern einen Herrschaftssitz besessen haben.[3][4]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Gernot Schweiger (SPÖ). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 6 ÖVP, 8 SPÖ, 1 FPÖ

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. April 1985.[5]

Das Gemeindewappen zeigt „Im roten Schild eine Stufenpyramide von drei behauenen silbernen Steinen“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Oberstainach, lith. um 1830
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stainach
Kath. Pfarrkirche Hl. Antonius von Padua

Bauwerke[Bearbeiten]

  • St. Rupert Kirche in Niederhofen (teilweise 11. Jahrhundert; dokumentierte Kirchweihe 1240; nun gotischer Stil [6])
  • Kath. Pfarrkirche Hl. Antonius von Padua, (1957/58)
  • Schloss Oberstainach (geringe Reste)
  • Schloss Mitterstainach (nach 1563 errichtet, jetzt Bauernhof)
  • Schloss Unterstainach (seit ca. 1800 Landhaus)
  • Schloss Friedstein (1595-1613)
  • Schloss Sonnhof (auf den Resten des Mittelalterlichen Spechtenhofs Ende des 19. Jahrhunderts errichtet)

Kunst[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • 5. Jänner: Glöcklerlauf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort ist Sitz der Agrarbezirksbehörde. Am Ort gibt es ein Bundesgymnasium und ein Bundesrealgymnasium.

Ortsansässige Industriebetriebe:

  • Landena KG, Lebensmittelindustrie
  • Ennstal Milch KG, Molkerei (Maresi etc.)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter von Stainach[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Grössing: Stainach von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. Eine landeskundliche Betrachtung. Grössing, Stainach 1982.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Stainach und der Gemeinde Pürgg-Trautenfels, beide politischer Bezirk Liezen. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 130, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 634.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Webseite zum Papstbesuch in Österreich 2007, mit Hinweis dass Gregor V. vermutlich in Stainach geboren sei
  4. Hansmartin Schwarzmaier: Von Speyer nach Rom – Wegstationen und Lebensspuren der Salier, Thorbecke Verlag Sigmaringen, 1991, Seite 40, ISBN 3-7995-4132-2
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 35/36, 1985/86, S. 67
  6. St. Rupert zu Niederhofen
  7. CCW Cultur Centrum Wolkenstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stainach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien