Steve Khan

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Steve Khan (* 28. April 1947 in Los Angeles) ist ein amerikanischer Fusiongitarrist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Khan stammt aus einer Musikerfamilie. Der Sohn des Songwriters Sammy Cahn erhielt ab dem fünften Lebensjahr Klavierunterricht, wechselte aber später zum Schlagzeug, das er bei den Chantays und in anderen Bands spielte. Während seines Studiums (Musik und Psychologie) an der University of California, Los Angeles wechselte er 1966 zur Gitarre; er nahm Privatunterricht bei Ron Anthony. 1969 zog er nach New York City, wo er mit James Brown, Aretha Franklin, Diane Schuur und Blood, Sweat & Tears ebenso spielte wie mit George Benson, Hubert Laws, Bob James, Don Grolnick, Billy Cobham oder Tom Scott. Seine Engagements bei den Brecker Brothers (bis 1977) und bei Steely Dan trugen dazu bei, dass seine Qualitäten als Studiogitarrist deutlich wurden. Seit 1974 trat er auch als Gitarren-Duo mit Larry Coryell auf.

Ab 1977 legte er eigene Alben vor. Er tourte mit den „CBS All Stars“ und ab 1981 mit der eigenen Gruppe „Eye Witness“.

1986 war er Mitglied von Joe Zawinuls „Weather Update“, bevor er mit „Elements“ und mit Mike Mainieri tourte. Sein Album „Local Color“ (1987) mit Rob Mounsey wurde für einen Grammy nominiert. An Miles Davis’ Einspielung des Albums Amandla (1989) war er beteiligt.[1]

1994 war er mit Anthony Jackson und Dennis Chambers auf Europa-Tournee (The Suite Case. Live in Köln). Eine Japantournee mit Dave Samuels’ Projekt A Tribute to Cal Tjader brachte beide auf die Idee, gemeinsam mit Dave Valentin das Caribbean Jazz Project zu gründen, an dessen ersten beiden Alben („New Horizons“, 2000; „Paraiso“, 2001) er beteiligt war. Mit John Patitucci und Jack DeJohnette bildet er seit Mitte der 1990er Jahre ein Trio.

Khan ist auch als Musikpädagoge, Publizist und Produzent tätig; so hat er Lehrbücher wie „Pentatonic Khancepts“ oder „Contemporary Chord Khancepts“ (beide 2002) verfasst. Auf seiner Webpräsenz finden sich auch Khans Transkriptionen von Soli anderer Musiker, beispielsweise von Wes Montgomery oder John Scofield.

Von der japanischen Fachzeitschrift Jazz Life wurde Khan zu einem der 22 wichtigsten Jazzgitarristen aller Zeiten erklärt.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

  • The Collection (1977-1979, Kompilation aus den Alben Tightrope, The Blue Man und Arrows)
  • Evidence (1980, Solo-Album)
  • Casa Loco (1983)
  • Crossings (1994)
  • You Are Here (1997)
  • The Green Field (2005)

Lexigraphische Einträge[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Interview mit Khan über Amandla

Weblinks[Bearbeiten]