Swetlana Alexandrowna Prudnikowa

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Swetlana Prudnikowa

Swetlana Alexandrowna Prudnikowa (russisch Светлана Александровна Прудникова; * 18. März 1967 in Balakowo) ist eine russische Schachspielerin, die seit Ende der 1990er-Jahre für Serbien spielt.

Swetlana Prudnikowa wurde wie Alissa Galljamowa und Jekaterina Kowalewskaja schachlich in der All-Russia Chess Grandmasters school (ACGS) unterrichtet.[1] Den Titel Internationaler Meister der Frauen (WIM) trägt sie seit 1987, Großmeister der Frauen (WGM) wurde sie 1992. Sie ist verheiratet mit einem Jugoslawen und wohnt in Belgrad.

Ihre aktuelle Elo-Zahl beträgt 2349 (Stand: September 2009), sie ist jedoch als inaktiv gelistet, da sie seit der serbischen 1. Frauenliga 2007 keine gewertete Schachpartie mehr gespielt hat. Zuletzt unter den besten 25 der FIDE-Weltrangliste der Frauen war sie im Jahr 2000. Ihre bisher höchste Elo-Zahl lag bei 2428 im Juli 2000.

Schachliche Erfolge[Bearbeiten]

Einzelmeisterschaften[Bearbeiten]

Bei den russischen Jugendmeisterschaften 1982, 1983 und 1984 wurde sie jeweils Zweite. Bei der Juniorenweltmeisterschaft der Mädchen U20 in Vilnius belegte sie 1986 gemeinsam mit Camilla Baginskaite den zweiten Platz, auch bei der U20-Juniorenweltmeisterschaft 1987 in Baguio City wurde sie Zweite, diesmal hinter der Siegerin Camilla Baginskaite. 1992 und 1998 konnte sie die russische Einzelmeisterschaft der Frauen gewinnen, 1996 und 1997 wurde sie in Russland Zweite. 1994 in Wuppertal wurde sie Zweite hinter Ekaterina Borulya bei der offenen deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen.[2] Im Jahr 2000 in Herceg Novi, bei ihrer ersten Teilnahme, gewann sie die jugoslawische Fraueneinzelmeisterschaft mit einem Ergebnis von 12 aus 13. 2002 in Kotor gewann sie die Meisterschaft erneut. 2003 gewann sie in Belgrad das 36. Internationale Frauenturnier.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Bei der Schacholympiade 1992 in Manila erhielt sie eine individuelle Goldmedaille für ihr Ergebnis von 8,5 aus 11 am zweiten Brett der russischen Frauennationalmannschaft, womit sie die Normen für den Frauengroßmeistertitel erfüllte. Bei der Schacholympiade 1996 in Jerewan belegte sie mit der russischen Mannschaft am dritten Brett spielend den dritten Platz. Bei der Schacholympiade 2002 in Bled bekam sie, für das Team von Serbien und Montenegro spielend, eine individuelle Goldmedaille für ihr Ergebnis von 9,5 aus 13 am zweiten Brett. Bei der Frauenmannschaftseuropameisterschaft 2003 in Plowdiw bekam sie für ihr Ergebnis von 3,5 aus 5 am Reservebrett eine individuelle Silbermedaille.

Vereinsschach[Bearbeiten]

1997 und 1999 spielte sie beim European Club Cup in Nova Gorica für Partizan Belgrad am ersten Brett. 2000 in Halle (Saale) gewann sie diese Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen mit Agrouniverzal Belgrad und erhielt zusätzlich eine individuelle Goldmedaille für ihr Ergebnis von 5,5 aus 7 am dritten Brett. Dasselbe gelang ihr 2001 in Belgrad mit Agronuniverzal: ein Mannschaftssieg und eine Goldmedaille, diesmal mit 6 aus 7 am vierten Brett. 2003 bis 2005 spielte sie bei den Club Cups für den SK BAS Belgrad, mit dem sie auch aktuell in der 1. serbischen Frauenliga spielt (Stand: 2007). Sie spielt auch in der slowenischen Frauenliga. In der deutschen Frauenbundesliga spielte sie für den Essener Verein SK Holsterhausen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Alexander Pantschenko (englisch)
  2. 12. Offene Deutsche Damenmeisterschaft 1994 in Wuppertal auf TeleSchach