T-37 (Panzer)

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T-37 Spähpanzer
Sowjetischer T-37

Amphibischer leichter Spähpanzer T-37

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2
Länge 3,73 m
Breite 1,94 m
Höhe 1,84 m
Masse 3,2 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung ca. 4–8 mm
Hauptbewaffnung 1 × 7,62-mm-MG
Beweglichkeit
Antrieb 4-Zylinder-Ottomotor GAZ-AA
29 kW (40 PS)
Federung Schraubenfeder
Höchstgeschwindigkeit 55 km/h
Leistung/Gewicht 9,06 kW/t (12,5 PS/t)
Reichweite 185 km

Der T-37 war ein sowjetischer amphibischer Spähpanzer, der auf der Basis des britischen Carden-Lloyd-Panzers entwickelt wurde. Es wurden mehrere Testversionen des Panzers gebaut (T-33 und T-44); die Massenproduktion unter der Bezeichnung T-37 begann im Herbst 1933.

Entwicklung und Produktion[Bearbeiten]

Der leichte Kampfpanzer T-37 wurde von Chefkonstrukteur N. N. Kosyrew (sowie nach dessen Verhaftung von Nikolai Alexandrowitsch Astrow) entwickelt und ging 1933 in Produktion. Bis 1936 wurden insgesamt 2627 Stück im Werk Nr.37 (Sawod No.37) in Moskau gebaut.

Versionen[Bearbeiten]

T-37: Die erste Version des Panzers wies gravierende Mängel auf – die genietete Außenhülle war nicht wasserdicht. Von dieser Version wurden lediglich 70 Stück produziert.

T-37A: Die Außenhülle wurde überarbeitet, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Die genietete Hülle wurde durch eine geschweißte ersetzt. Von dieser Version wurden von 1933 bis 1936 etwa 2600 Stück produziert. Die Bewaffnung bestand aus einem 7,62-mm-MG. Der Panzer wurde lediglich zu Aufklärungszwecken in schwach verteidigten Gebieten eingesetzt.

T-37A in Strängnäs 12. August 2011

Einsatz bei der Wehrmacht[Bearbeiten]

Erbeutete T-37 wurden von der Wehrmacht unter der Bezeichnung 731(r) meist bei Sicherungseinheiten im besetzten Hinterland der Sowjetunion oder als Zugmaschinen eingesetzt.[1] Bei der Nutzung als Zugmaschine wurde häufig der Panzerturm entfernt. Infanterie-Einheiten nutzen den T-37 auch als Aufklärungsfahrzeug. Auch Sicherungseinheiten der Luftwaffe für Flugplätze nutzen den T-37. Deutsche Einheiten ersetzten den Panzerturm teilweise durch deutsche Maschinengewehre oder 2-cm-Maschinenkanonen mit Schutzschild.

Technische Daten[Bearbeiten]

Panzerkampfwagen T-37[2]
0Allgemeine Eigenschaften
Besatzung zwei Soldaten
Gefechtsgewicht 3,5 t
Bodendruck 0,53 kg/cm2
Länge 3,75 m
Breite 2 m
Höhe 1,82 m
Bodenfreiheit 30 cm
Kettenbreite 21 cm
0Bewaffnung
Hauptbewaffnung 1 MG
Sekundärbewaffnung
Kampfbeladung HW 585 Schuss
Kampfbeladung MG
0Fahrleistung
Motor 4-Zylinder-Ottomotor GAZ-AA
Kühlung Wasser
Hubraum 3,3 l
Bohrung / Hub 98,4/108 mm
maximale Umdrehung 2200/min.
PS 40 PS
Motoreffektivität 12,5 PS/l
Leistungsgewicht 11,4 PS/t
Getriebe vier Vorwärtsgänge, ein Rückwärtsgang
Höchstgeschwindigkeit Straße 35,5 km/h
Kraftstoffvorrat 100 l
Reichweite Straße 185 km
Reichweite Gelände 115 km
Lenkung Lenkbremsen
Laufrollen 4
Federung Schraubenfeder
Watfähigkeit 120 cm
0Panzerung
Wannenbug 10 mm
Wannenseite 10 mm
Wannenheck 5 mm
Wannendach 5 bis 7 mm
Wannenboden 5 mm
Turmfront 10 mm
Turmseite 10 mm
Turmheck 10 mm
Turmdach 5 mm

Literatur[Bearbeiten]

  • Свирин М. Н.: Броня крепка. История советского танка 1919–1937. (Swirin M. N. Die Panzerung ist fest. Die Geschichte des sowjetischen Panzers 1919–1937.) «Eksmo», Moskau 2007, ISBN 5-699-13809-9.
  • Robert Jackson: Panzer: Modelle aus aller Welt von 1915 bis heute. Parragon Books Ltd, ISBN 978-1-4075-7742-5, S. 51 ff.
  • Alexander Lüdeke: Beutepanzer der Wehrmacht – Großbritannien, Italien, Sowjetunion und USA 1939–45. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03359-7.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lüdeke: Beutepanzer der Wehrmacht. 2011, S. 49–50.
  2. Thomas L. Jentz: Die deutsche Panzertruppe 1933–42. Podzun-Pallas Verlag, 1998, ISBN 3-7909-0623-9, S. 282.