Taktzeit

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Dieser Artikel erläutert Betriebswirtschaft, siehe auch Taktfrequenz.

Taktzeit ist in der Produktionswirtschaft die durchschnittliche Zeit, in der eine Mengeneinheit ein Produktionssystem verlässt. Genauer definiert der REFA-Verband:

Taktzeit - auch Arbeitstakt oder Takt genannt - ist die Zeit, in der jeweils eine Mengeneinheit fertiggestellt wird, damit das Fließsystem die Soll-Mengenleistung erbringt

REFA Verband[1]

Beispiel: Der Kunde wünscht 480 Teile. Eine Schicht hat 8 Stunden. Jedem der 480 Teile würde in einer Schicht (8 Stunden = 480 min) eine maximale Zykluszeit von 60 s zur Verfügung stehen, um den Kundenwunsch zu erfüllen.

In einer idealen Fertigungslinie wäre dies der Zeitraum zwischen Fertigstellung zweier Teile. In der Realität muss man die Fertigungslinie auf eine Zykluszeit unter 60 s auslegen, um Kapazitätsschwankungen, Maschinenausfälle, Wartungen, etc. ausgleichen zu können.

Im Rahmen der Taktabstimmung oder Leistungsabstimmung versucht man die Arbeitsinhalte so zu verteilen, dass an allen Arbeitsplätzen des Arbeitssystems die Arbeitsinhalte möglichst gleichmäßig sind[2].

Quellen[Bearbeiten]

  1. REFA Verband für Arbeitsgestaltung und Betriebsorganisation e. V. (Hrsg.): Methodenlehre des Arbeitsstudiums : Teil 3 Kostenrechnung, Arbeitsgestaltung. München, Hanser, 1985 - ISBN 3-446-14236-3. Seite 282.
  2. REFA Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e. V. (Hrsg.): Methodenlehre der Betriebsorganisation : Lexikon der Betriebsorganisation. München: Carl-Hanser, 1993. - ISBN 3-446-17523-7. Seite 179.