Tarek Al-Wazir
Tarek Mohamed Al-Wazir (arab.:طارق الوزير, DMG Ṭāriq al-Wazīr; * 3. Januar 1971 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er ist Mitglied des Hessischen Landtags und war Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Hessen 2009.
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[Bearbeiten] Leben und Beruf
Al-Wazir ist Sohn einer Deutschen und eines Jemeniten.[1] Er besitzt die Staatsbürgerschaft beider Länder. Zunächst wuchs er bei seiner Mutter in Offenbach auf, doch mit 14 Jahren zog er zu seinem Vater in die jemenitische Hauptstadt Sanaa. Nach zwei Jahren kehrte er wieder nach Offenbach zurück, doch die Zeit im Jemen beschreibt er als prägend.[2]
Nach dem 1991 in Frankfurt am Main an der Max-Beckmann-Schule abgelegten Abitur und anschließendem Zivildienst studierte Tarek Al-Wazir Politikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität und schloss das Studium mit dem Diplom ab, wo er sich in der Hochschulpolitik, insbesondere im Konvent der Universität engagierte.
Tarek Al-Wazir ist verheiratet und hat zwei Söhne.
[Bearbeiten] Partei
Seit 1989 ist er Mitglied bei den Grünen. Von 1992 bis 1994 war er Vorsitzender der Grünen Jugend Hessen. Im Dezember 2006 wurde Tarek Al-Wazir in den Bundesparteirat von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Seit September 2007 ist er, gemeinsam mit Kordula Schulz-Asche, Landesvorsitzender seiner Partei in Hessen.
[Bearbeiten] Abgeordneter
Von 1993 bis 1997 und erneut seit 2000 gehört Tarek Al-Wazir der Stadtverordnetenversammlung von Offenbach am Main an.
1995 wurde Al-Wazir Mitglied des Hessischen Landtages. Hier ist er seit Mai 2000 Fraktionsvorsitzender der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Zurzeit ist er als medienpolitischer Sprecher zugleich Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks.
Nach der Landtagswahl in Hessen 2008 wollte er seine Fraktion in eine rot-grüne Regierung führen, die von der Linken geduldet werden sollte. Er selbst sollte Umweltminister und stellvertretender Ministerpräsident werden. Die geplante Duldung durch die Linke, die vor der Wahl von der SPD und ihrer Spitzenkandidatin Ypsilanti ausgeschlossen worden war, wurde von der SPD-Abgeordneten Dagmar Metzger von Anfang an abgelehnt. Kurz vor der entscheidenden Landtagssitzung kündigten drei weitere Mitglieder der SPD-Fraktion an, die Regierung nicht mitzuwählen. Daraufhin löste sich das Parlament auf und es wurden Neuwahlen angesetzt.
Bei diesen Neuwahlen am 18. Januar 2009 erreichte Bündnis 90/Die Grünen das bis dahin beste je in einem bundesdeutschen Flächenland erzielte Ergebnis, ohne für eine Regierungsbildung in Frage zu kommen. Al-Wazir trat im Wahlkreis Offenbach-Stadt als Direktkandidat an, unterlag jedoch Stefan Grüttner (CDU) und Heike Habermann (SPD).[3]
[Bearbeiten] Trivia
Im September 2007 berichteten Medien über eine Manipulation von Al-Wazirs Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia über einen Rechner aus dem Netzwerk des Landesverbandes Hessen der CDU. Dabei war die Partei Die Linke als SED bezeichnet worden. Außerdem wurde ein Absatz über einen als rassistisch verstandenen Zuruf des CDU-Abgeordneten Clemens Reif an Al-Wazir auf eine parteiische Version hingebogen.[4]
[Bearbeiten] Weblinks
- Website von Tarek Al-Wazir
- Vorstellung auf gruene-fraktion-hessen.de
- Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Hessen
- Porträt in der taz
- Porträt im SZ-Magazin
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.al-wazir.de/cms/default/dok/83/83677.hier_geboren_hier_zuhause.htm
- ↑ Tarek, nicht Fritz, taz vom 27. Oktober 2008
- ↑ Landeswahlleiter für Hessen (Wahlkreisstimmen)
- ↑ Heise Online vom 20. September 2007: Politische Grabenkämpfe in der Wikipedia
Baden-Württemberg: Christian Kühn, Thekla Walker | Bayern: Dieter Janecek, Theresa Schopper | Berlin: Bettina Jarasch, Daniel Wesener | Brandenburg: Annalena Baerbock, Benjamin Raschke | Bremen: Henrike Müller, Hermann Kuhn | Hamburg: Katharina Fegebank | Hessen: Tarek Al-Wazir, Kordula Schulz-Asche | Mecklenburg-Vorpommern: Kerstin Felgner, Andreas Katz | Niedersachsen: Anja Piel, Jan Haude | Nordrhein-Westfalen: Monika Düker, Sven Lehmann | Rheinland-Pfalz: Britta Steck, Uwe Diederichs-Seidel | Saarland: Hubert Ulrich, Claudia Willger | Sachsen: Claudia Maicher, Volkmar Zschocke | Sachsen-Anhalt: Cornelia Lüddemann, Sebastian Lüdecke | Schleswig-Holstein: Eka von Kalben, Marlene Löhr | Thüringen: Babette Pfefferlein, Dieter Lauinger
Bundestag: Renate Künast und Jürgen Trittin
Baden-Württemberg: Edith Sitzmann | Bayern: Margarete Bause und Martin Runge | Berlin: Ramona Pop | Brandenburg: Axel Vogel | Bremen: Matthias Güldner | Hamburg: Jens Kerstan | Hessen: Tarek Al-Wazir | Mecklenburg-Vorpommern: Jürgen Suhr | Niedersachsen: Stefan Wenzel | Nordrhein-Westfalen: Reiner Priggen | Rheinland-Pfalz: Daniel Köbler | Saarland: Hubert Ulrich | Sachsen: Antje Hermenau | Sachsen-Anhalt: Claudia Dalbert | Schleswig-Holstein: Robert Habeck | Thüringen: Anja Siegesmund
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Al-Wazir, Tarek |
| ALTERNATIVNAMEN | Al-Wazir, Tarek Mohamed |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdL |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1971 |
| GEBURTSORT | Offenbach am Main |