The Crusaders

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The Crusaders
Crusaders logo.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Fusion, Soul Jazz, Jazzfunk
Gründung 1960 (als Jazz Crusaders)
Auflösung 1991
Neugründung 1995 (als Jazz Crusaders)
Aktuelle Besetzung
Joe Sample
Wilton Felder
Wayne Henderson (bis 1977)
Stix Hooper (bis 1983)
Ehemalige Mitglieder
Larry Carlton (1972–1977)
Bass
Robert Pops Powell (1976-1978)
Schlagzeug
Leon Ndugu Chancler (1983-1985)
The Crusaders im Jahr 1978

The Crusaders sind eine US-amerikanische Fusion-Jazz-Gruppe, die vor allem in den 1970er Jahren durch die Verbindung von Jazz und Funk erfolgreich waren.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung, Anfänge als Jazz Crusaders[Bearbeiten]

Die Gründungsmitglieder der späteren Crusaders, Keyboarder Joe Sample, Schlagzeuger Stix Hooper, Tenor-Saxophonist Wilton Felder und Posaunist Wayne Henderson fanden sich bereits zu Highschoolzeiten in ihrer Heimatstadt Houston (Texas) unter dem Namen „The Modern Jazz-Sextet“ zusammen. Weitere zwei Mitglieder waren Henry Wilson, Bass und Hubert Laws, Querflöte. Ihre ersten professionellen Erfahrungen sammelten sie in den Jahren 1959 und 1960, als sie unter dem Namen „The Nighthawks“ als Showband in Dance-Clubs vorwiegend in Las Vegas arbeiteten. Diese Art der kommerziellen Arbeit gefiel jedoch keinem der talentierten Musiker, und sie versuchten sich im Bereich Jazz einen Namen zu machen. Ab 1960 spielten sie in ihrer freien Zeit für wenig oder kein Geld in Kalifornien als Jazz Crusaders in kleinen Clubs. Henry Wilson und Hubert Laws verließen zu dieser Zeit die Band, um eigene Pläne umzusetzen. Hubert Laws ging nach New York und wurde später einer der erfolgreichsten Künstler des CTI-Labels. Ein alter Bekannter aus Houston, der Saxophonist Curtis Amy, selbst bei Pacific Jazz Records unter Vertrag, vermittelte ihnen beim Gründer des Labels Dick Bock einen Termin zum vorspielen. Bock war so begeistert, dass er das Quartet unter Vertrag nahm und 1961 das erste Album Freedom Sound mit ihnen aufnahm. Dieses und auch die späteren Alben mit einer Mischung aus Rhythm & Blues, Soul und Hard Bop wurden in erstaunlich großen Stückzahlen verkauft.

Umbenennung, große Erfolge als Crusaders[Bearbeiten]

Um ein jüngeres Pop- und Funkpublikum zu erreichen, verabschiedete man sich 1971 von dem Wort "Jazz" und begann als The Crusaders neue Wege einzuschlagen. Mit ihrer Mischung aus Jazz, Soul, Funk und Rhythm & Blues und einem veränderten Repertoire kreierten sie eine eigene stilistische Richtung. Unzählige Musiker und Bands wurden von diesem Gulf-Coast-Sound beeinflusst. Die Rhythmen einzelner Songs werden heute von vielen Musikern und DJs für eigene Projekte gesampelt.

Nach der Veröffentlichung des Albums "Those Southern Knights" verließ Wayne Henderson im Jahre 1976 die Gruppe, um seiner Arbeit als Produzent ungehindert nachgehen zu können. Sein Austritt hinterließ eine Lücke, die den Charakter der Gruppe auf Dauer veränderte. So musste nun der Gitarrist Barry Finnerty zusammen mit dem Saxophon die Bläserlinie spielen. Die Musik wurde insgesamt ruhiger und wurde von den Kritikern negativ als Kuschel-Jazz verschrien. 1979, als man sich entschied, einen Song mit Gesang zu belegen und sich hierfür ein junges Talent zu engagieren, kam der große Erfolg. Mit dem von Joe Sample und Will Jennings geschriebenen Song "Street Life" erreichten die Crusaders zusammen mit Gastsängerin Randy Crawford Platz 52 der US Billboard Charts. Die Band erreichte hier ihren Popularitätszenit.

Weitere Projekte mit Gastsängern folgten: "Soul Shadows" mit Bill Withers, "I'm so glad I'm standing here today" mit Joe Cocker (Echo-Nominierung und Start der neuen Karriere von Joe Cocker) und "The way it goes" mit Nancy Wilson. Als der Drummer Stix Hooper die Gruppe im Jahre 1983 schließlich ebenfalls verließ, kündigte sich das Ende der Crusaders an. Sample und Felder nahmen mit wechselnder Besetzung weiter auf. 1984 mit Ndugu Chancler als neuem Schlagzeuger versuchte die Band nun sich dem 1980er Sound anzupassen; dagegen fiel das Album von 1986 wieder jazzrockiger aus. Nach der vorerst letzten Veröffentlichung 1991 "The Healing Wounds" mit Gast Marcus Miller am Bass wurde es still um die Crusaders.

Zwischentöne, Reunion- und Nebenprojekte[Bearbeiten]

Im Jahre 1992 holte sich Wayne Henderson die Unterstützung seines alten Weggefährten Wilton Felder um sein neues Projekt Wayne Henderson & The Next Crusade zu starten. Mit wechselnden Begleitmusikern entstanden zwei groovig-poppige Alben. Ohne eine echte Reunion benannten Felder und Hopper 1995 die Band wieder in Jazz Crusaders um, mit der sie drei Studio- und ein Live-Album einspielten.

2003 taten sich Joe Sample, Wilton Felder und Stix Hooper einmalig für das dem Pop Jazz verpflichtete Album "Rural Renewal" und die anschließende Tournee als Crusaders zusammen. Allerdings wollte Hooper nicht mehr das viele Reisen auf sich nehmen; daher wurde er bei allen Auslandskonzerten durch Kendrick Scott ersetzt. Mit von der Partie waren ebenfalls Ray Parker Jr., Gitarre und Freddie Washington Jr., Bass. Da man musikalisch wieder an die Art der 1970er Jahre anknüpfen wollte, wurde für die Bläserlinie Steve Baxter Posaune verpflichtet.

Im Jahre 2010 kamen Joe Sample, Wilton Felder und Wayne Henderson für eine Welt-Tournee zusammen, um als Jazzquintett die Zeit der Jazz Crusaders wieder aufleben zu lassen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben als The Jazz Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Type Label Label-Nr
1961 Freedom Sound Studio Pacific Jazz ST-27
1962 Lookin' Ahead Studio Pacific Jazz ST-43
1962 The Jazz Crusaders at the Lighthouse Live Pacific Jazz ST-57
1963 Tough Talk Studio Pacific Jazz ST-68
1963 Heat Wave Studio Pacific Jazz ST-76
1963 Jazz Waltz (mit Les McCann) Studio Pacific Jazz ST-81
1964 Stretchin' Out Studio Pacific Jazz ST-83
1965 The Thing Studio Pacific Jazz ST-87
1965 Chile Con Soul Studio Pacific Jazz ST-20092
1966 Live at the Lighthouse '66 Live Pacific Jazz ST-20098
1966 Talk That Talk Studio Pacific Jazz ST-20106
1966 The Festival Album Live Pacific Jazz ST-20115
1967 Uh Huh Studio Pacific Jazz ST-20124
1968 Lighthouse '68 Live Pacific Jazz ST-20131
1968 Powerhouse Studio Pacific Jazz ST-20136
1969 Lighthouse '69 Live Pacific Jazz ST-20165
1970 Give Peace a Chance Studio Liberty LST-11005
1970 Old Socks, New Shoes Studio Chisa CS-804

Compilations als The Jazz Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Label Label-Nr
1969 The Best of the Jazz Crusaders World Pacific ST-20175
1973 Tough Talk Blue Note BN-LA170-G2
1975 The Young Rabbits Blue Note BN-LA530-H2
1980 Live Sides Blue Note LT-1046
1993 The Best Of Pacific Jazz CDP 077778928324
2005 The Pacific Jazz Quintet Studio Sessions Mosaic MD6-230

Sammlung[Bearbeiten]

Alben als The Jazz Crusaders (Wayne Henderson & Wilton Felder)[Bearbeiten]

Jahr Titel Typ Label Label-Nr
1995 Happy Again Studio Sin-Drome 9950322
1996 Louisiana Hot Sauce Studio Sin-Drome SD-8924
1998 Breakin' Da Rulz! Studio Indigo Blue 4634170792
2000 Power of Our Music - The Endangered Species

Cookin' Live, Wild In South Africa

Live Indigo Blue 1144790972
2003 Soul Axess Studio True Life Jazz
2006 Alive in South Africa Live (Reissue) True Life Jazz

Alben als The Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Typ Label Label-Nr
1971 Pass the Plate Studio Chisa CS-813
1972 Hollywood Studio MoWest MW-118L
1972 1 Studio Blue Thumb BTS-6001
1973 The 2nd Crusade Studio Blue Thumb BTS-7000
1973 Unsung Heroes Studio Blue Thumb BTS-6007
1974 Scratch Live Blue Thumb BTS-6010
1974 Southern Comfort Studio Blue Thumb BTSY-9002
1975 Chain Reaction Studio Blue Thumb BTSD-6022
1976 Those Southern Knights Studio Blue Thumb BTSD-6024
1977 Free as the Wind Studio Blue Thumb
1978 Images Studio Blue Thumb BA-6030
1979 Street Life Studio MCA
1980 Rhapsody and Blues Studio MCA MCAD-1662
1981 Ongaku Kai - Live in Japan Live Crusaders CRP-16002
1981 Standing Tall Studio MCA 5254
1982 Royal Jam Live MCA 2-9017
1984 Ghetto Blaster Studio MCA
1986 The Good and the Bad Times Studio MCA 5781
1988 Life in the Modern World Studio MCA 42168
1991 Healing the Wounds Studio GRP GRD-9638
2003 Rural Renewal Studio PRA/Verve
2004 Live in Japan 2003 (nur in Japan veröffentlicht) Live PRA VACM-1252

Kompilationsalben als The Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Label Label-Nr
1973 At Their Best Motown M-796V1
1976 The Best of the Crusaders ABC Blue Thumb BTSY-6027
1987 The Vocal Album MCA 42057
1988 Sample a Decade Connoisseur VSOP-LP131 (UK)
1990 16 Original World Hits MCA 2292-56787-2 LZ (Germany)
1992 The Golden Years GRP GRD-3-5007
1994 Best of Best MCA MVCZ-15020 (Japan)
1994 And Beyond... Music Collection MCCD-163 (UK)
1994 Best Pickwick PWKS-4231 (UK)
1995 The Ultimate Compilation Nectar NTRCD035 (UK)
1995 The Greatest Crusade Calibre CLBCD-5501 (UK)
1995 The Ultimate Castle CCS-CD-420 (UK)
1995 Soul Shadows Connoisseur VSOP-CD-212 (UK)
1996 The Best of the Crusaders MCA MCBD-19528 (UK)
1996 Way Back Home Blue Thumb BTD-4-700
1998 Priceless Jazz Collection GRP GRD-9892
2000 The Crusaders' Finest Hour Verve 543762-2 (Deutschland)
2000 The Best of the Crusaders MCA MCBD 19528 (UK)
2003 Groove Crusade Blue Thumb 0731458994428 (UK)
2007 Gold Hip-O / Verve B0008268-02

Singles als The Nite Hawks[Bearbeiten]

Jahr Titel Aus dem Album Label Label-Nr
1959 Chicken Grabber / Big Top (only on 45) Del-Fi 4122

Singles als The Night Hawks[Bearbeiten]

Jahr Titel Aus dem Album Label Label-Nr
1961 Bunny Ride / Sweetie Lester (only on 45) Pacific Jazz X-352

Singles als The Jazz Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Aus dem Album Label Label-Nr
1962 Tonight / Sinnin' Sam Lookin' Ahead Pacific Jazz X-340
1962 The Young Rabbits / Song of India Lookin' Ahead Pacific Jazz X-342
1962 Congolese Sermon / Weather Beat (only on 45) Pacific Jazz X-357
1963 No Name Samba / Tough Talk Tough Talk World Pacific X-371
1963 Turkish Black / Boopie Tough Talk World Pacific X-388
1963 Spanish Castles / Bluesette Jazz Waltz (mit Les McCann) World Pacific 406
1964 Heat Wave / On Broadway Heat Wave World Pacific 401
1964 I Remember Tomorrow / Long John Stretchin' Out World Pacific 412
1965 Tough Talk / The Thing The Thing World Pacific 77800
1965 Aqua Dulce / Soul Bourgeoisie Chile Con Soul World Pacific 77806
1966 Scratch / Uptight Talk That Talk Pacific Jazz 88125
1968 Ooga-Boo-Ga-Loo / Eleanor Rigby Lighthouse '68 Pacific Jazz 88144
1968 Hey Jude / Love and Peace Powerhouse Pacific Jazz 88146
1969 Get Back / Willie and Laura Mae Jones Lighthouse '69 Word Pacific Jazz 88153
1970 Way Back Home / Jackson Old Socks, New Shoes Chisa C-8010

Singles als The Crusaders[Bearbeiten]

Jahr Titel Aus dem Album Label Label-Nr
1971 Pass the Plate / Greasy Spoon Pass the Plate Chisa C-8013
1972 Spanish Harlem / Papa Hooper's Barrelhouse Groove Hollywood MoWest MW-5025F
1972 Mosadi / Put It Where You Want It 1 Blue Thumb BTA-208
1972 So Far Away / That's How I Feel 1 Blue Thumb BTA-217
1973 Don't Let It Get You Down / Journey from Within Second Crusade Blue Thumb BTA-225
1973 That's How I Feel / Take It or Leave It 1 Blue Thumb BTA-232
1974 Lay It on the Line / Let's Boogie Unsung Heroes Blue Thumb BTA-245
1974 Scratch / Way Back Home Scratch Blue Thumb BTA-249
1974 Stomp and Buck Dance / A Ballad for Joe (Louis) Southern Comfort ABC Blue Thumb BTA-261
1975 Creole / I Felt The Love Chain Reaction ABC Blue Thumb BTA-267
1976 Keep That Same Old Feeling / Til' the Sun Shines Those Southern Knights ABC Blue Thumb BTA-269
1976 And Then There Was the Blues / Feeling Funky Those Southern Knights ABC Blue Thumb BTA-270
1977 Feel It / The Way We Was Free As The Wind ABC Blue Thumb BT-272
1977 Free as the Wind / The Way We Was Free as the Wind ABC Blue Thumb BTA-273
1978 Covert Action / Bajou Bottoms Images ABC Blue Thumb BT-278
1979 Street Life / The Hustler Street Life MCA 41052
1980 Soul Shadows / Sweet Gentle Love Rhapsody & Blues MCA 41295
1981 I'm So Glad I'm Standing Here Today / Standing Tall Standing Tall MCA 51177
1981 This Old World's Too Funky for Me / Standing Tall Standing Tall MCA 51222
1984 New Moves / Dead End Ghetto Blaster MCA 52365
1986 The Way It Goes / Good Times The Good and Bad Times MCA 52966
1988 A.C. (Alternating Currents) / Mullholland Nights Life in the Modern World MCA 53330

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]