Tomas Maier

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Tomas Maier

Tomas Maier (* 1957[1] als Thomas Maier in Pforzheim) ist ein deutscher Modedesigner. Er arbeitet in New York für sein eigenes Modelabel und die italienische Modefirma Bottega Veneta.

Er wuchs als Sohn eines Architekten im Schwarzwald auf, besuchte eine Waldorfschule und ging mit 19 Jahren zur Ausbildung nach Paris an die Chambre Syndicale de la Haute Couture. Danach arbeitete er als Freiberufler[2] unter anderem für Sonia Rykiel, Révillon und Hermès, hatte bis zu fünf verschiedene Auftraggeber gleichzeitig.[3]

Mit 40 Jahren ging er nach Miami, Florida und begann Badebekleidung zu entwerfen und zu verkaufen. Seit 2001[4] arbeitet er für Bottega Veneta, das damals von Gucci übernommen worden war. Er entwirft für diese Marke neben den Taschen auch Möbel, Uhren, Parfüm, Juwelen und Porzellan. Bei den Juwelen arbeitet er mit Goldschmieden seiner Heimatstadt zusammen, bei Porzellan mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM). Zur Zeit entwirft er sechs Kollektionen pro Jahr. Er gilt heute als wichtigster deutscher Modemacher nach Karl Lagerfeld.[5]

Eine seiner Entscheidungen war es, bei Bottega Veneta auf deutlich sichtbare Etiketten zu verzichten.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2007: Forum-Preis der Fachzeitschrift Textilwirtschaft[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tanja Kewes: Rebell de luxe., handelsblatt.de vom 31. Oktober 2006, abgerufen am 21. Januar 2012
  2. John Colagrossi: Just have less. newyorker.com vom 3. Januar 2011, abgerufen am 22. Januar 2012
  3. Ilka Piepgras: Wie kommt man als Maier zu Gucci? zeit.de vom 29. September 2005, abgerufen am 22. Januar 2012
  4. Portrait Tomas Maier auf der Seite von PPR, der Muttergesellschaft von Gucci (engl.), abgerufen am 22. Januar 2012
  5. Tillmann Prüfer: Wie von Meisterhand., zeit.de vom 17. Januar 2012, abgerufen am 21. Januar 2012
  6. Verena Stehle: Gestatten, Herr des Nichts. sueddeutsche.de vom 21. April 2011, abgerufen am 22. Januar 2012
  7. Alfons Kaiser: No logo! faz.net vom 10. Mai 2007, abgerufen am 22. Januar 2012