Transferrinsättigung

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Die Transferrinsättigung ist ein abgeleiteter Parameter des Eisen-Stoffwechsels, der sich aus der Konzentration von Eisen und Transferrin im Serum errechnet. Transferrin ist ein Eisen-Transportprotein. Der Wert der Transferrinsättigung erlaubt eine Aussage über den Füllungszustand der Eisenspeicher des Körpers warmblütiger Säugetiere. Eine erniedrigte Transferrinsättigung (ungenügende Beladung des Transferrins mit Eisen) spricht für einen Eisenmangel, eine erhöhte Transferrinsättigung spricht für eine Eisenüberladung (Hämochromatose) oder eine vermehrte Eisenfreisetzung (Hämolyse).

Für die Beantwortung der Frage, ob ein Eisenmangel vorliegt ist die Bestimmung der Transferrinsättigung häufig geeigneter als die reine Ferritin-Bestimmung, da Ferritin als Akute-Phase-Protein bei Infektionen auch bei Eisenmangel falsch-normal, oder sogar erhöht sein kann.

Die Transferrinsättigung TFS errechnet sich wie folgt aus den Werten für Eisen (Fe) [µg/dl] und Transferrin (TF) [mg/dl]:

 TFS [%] = \; \frac{Fe}{TF} \times 70,9

Der Normalwert der Transferrinsättigung liegt zwischen 16 und 45 %.

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