Trautenstein

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51.685307810.7860076460Koordinaten: 51° 41′ 7″ N, 10° 47′ 10″ O

Trautenstein
Wappen von Trautenstein
Höhe: 460 m ü. NN
Fläche: 1,93 km²
Einwohner: 600
Eingemeindung: 1. Januar 2002
Eingemeindet nach: Hasselfelde
Postleitzahl: 38899
Vorwahl: 039459
Benneckenstein Elbingerode Elend Hasselfelde Königshütte Rübeland Sorge Stiege Tanne Trautenstein Landkreis HarzKarte
Über dieses Bild

Lage von Trautenstein in Oberharz am Brocken

Blick vom Butterkopf zur Kirche St. Salvator

Trautenstein im Harz ist ein Ortsteil der Stadt Oberharz am Brocken im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Der Luftkurort hat etwa 600 Einwohner.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Trautenstein liegt im Unterharz im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Es befindet sich direkt nördlich der Mündung des Dammbachs in die Rappbode und nahe dem Südende der Rappbodevorsperre. Etwa 3,3 km südlich des Dorfs befindet sich die Carlshaushöhe, auch Bärenhöhe genannt, auf deren 626,3 m hohem Gipfel der Carlshausturm, ein Funk- und Aussichtsturm der Harzer Schmalspurbahn, steht.

Größere Orte in näherer Umgebung sind Braunlage, Bad Lauterberg, Bad Harzburg (alle Niedersachsen) sowie Blankenburg, Wernigerode und Hasselfelde (alle Sachsen-Anhalt). Die wichtigste Verbindungsstraße ist die durch Trautenstein in Richtung Hasselfelde bzw. Braunlage führende Bundesstraße 242.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1448 urkundlich erwähnt, er hat sich traditionell vom Bergbau- und Waldbauerndorf zum Fremdenverkehrsort entwickelt. Die Heimatstube enthält Exponate über die wechselvolle Geschichte des Ortes. Der Name des Ortes Trautenstein geht auf den „Druidenstein“ oder „Drudenstein“ zurück, eine Kult-, Opfer-, Richt- und Trauungsstätte einer heidnischen Sippe im Mittelalter.

Im Oktober 1607 brannte ein Großteil des Ortes ab.

1701 wurde die barocke Fachwerkkirche mit Holztonnengewölbe und Hufeisenempore fertiggestellt, die 1834 eine Engelhardt-Orgel mit dem freistehenden Spieltisch und den elf Registern erhielt.

1979 wurden an und in der nördlich gelegenen Rappbode Teile des DEFA-Märchenfilmes „Schneeweißchen und Rosenrot“ gedreht.

Am 1. Januar 2002 wurde Trautenstein nach Hasselfelde eingemeindet[1] und ist seit der Gründung der Stadt Oberharz am Brocken am 1. Januar 2010 Ortsteil von Oberharz am Brocken.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagsdiagramm von Trautenstein


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister des Ortsteils Trautenstein ist Ralph Pavlitschek.

Blick zum Kirchturm am Druidenstein

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold eine grüne Tanne auf gewölbtem grünen Schildfuß, begleitet von je einem schwarzen Bergmannsgezähe.“

Im Jahr 1995 beauftragte der Gemeinderat den Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch mit der Erarbeitung eines Wappens. Grundlage war ein bereits geführtes, aber nicht genehmigungsfähiges, weil heraldisch unkorrektes Wappenbild. Mantzsch vernachlässigte einige Symbole und beschränkte das Wappen auf seinen Bezug zur naturellen Umgebung und zum Bergbau als einstigen Hauptwirtschaftszweig.

Die Farben des Ortsteils Trautenstein sind Grün - Gelb.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Funk- und Aussichtsturm der Harzer Schmalspurbahn auf der Bärenhöhe am Carlshaus, Trageburgruine mit Aussicht auf die Rappbode-Vorsperre am Harzer Hexenstieg

Im Jahre 1701 wurde am „Druidenstein“ eine barocke Fachwerkkirche mit hölzernem Tonnengewölbe und Hufeisenempore errichtet. Der Taufstein ist ein klassizistischer Harzer Eisenguss von 1830 und in der Form eines antiken Altars gestaltet. Zum 300. Jahrestag der Einweihung wurde die Kirche umfassend renoviert und erstrahlt mit dem Sternenhimmel nun in neuem Glanz. Auch die restaurierte Engelhardt-Orgel mit dem freistehenden Spieltisch und den elf Registern aus dem Jahre 1834 ist seit 2008 wieder spielbar.

Am Geburtshaus des Baurates und Bahndirektors Albert Schneider (1838–1910), dem heutigen Pfarramt in Trautenstein, befindet sich eine Gedenkplatte mit seinem Namen, des Weiteren wurde 2010 zu seinen Ehren die Bergstraße in Albert-Schneider-Straße umbenannt, in welcher auch sein Geburtshaus steht.

Sport[Bearbeiten]

Freizeitsportmöglichkeiten sind im Sommer neben Wandern, Schwimmen und Baden im Naturwaldbad im Dammbachtal, Radwandern auf dem neuen Radweg von Trautenstein nach Hasselfelde, Angeln an der Talsperre, Nordic Walking, Reiten, Kutschfahrten und im Winter Pferdeschlittenfahrten, Langlauf, Rodeln und Winterwandern. Die Loipen richtet der Förderverein Loipenverbund Harz e.V. ein.

Trautenstein im Winter

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Sommer ist ein Höhepunkt das alljährliche dreitägige Schützenfest mit Ausschießen der Könige, Gästekönig inbegriffen, mit Tanz und Disko und dem legendären Umzug der ausgekleideten Mannsbilder am Sonntagvormittag mit Eiersammeln und viel Spaß. Weitere Festlichkeiten im Ort sind das alljährliche Fußballturnier im Juni, die Kirmes im August, das Oktoberfest, der Sankt-Martin-Umzug und das Lichterfest im Winter sowie der Karneval im Februar.

Söhne und Töchter des Orts[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002

Weblinks[Bearbeiten]