Braunlage

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Braunlage
Braunlage
Deutschlandkarte, Position der Stadt Braunlage hervorgehoben
51.72694444444410.611944444444560Koordinaten: 51° 44′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Höhe: 560 m ü. NHN
Fläche: 31,55 km²
Einwohner: 6082 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38700,
37444 (St. Andreasberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 05520, 05582, 05583
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 016
Stadtgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Herzog-Johann-Albrecht-Str. 2
38700 Braunlage
Webpräsenz: www.braunlage.de
Bürgermeister: Stefan Grote (SPD)
Lage der Stadt Braunlage im Landkreis Goslar
Altenau Braunlage Wildemann Clausthal-Zellerfeld Lutter am Barenberge Wallmoden Lutter am Barenberge Hahausen Seesen Liebenburg Langelsheim Goslar Goslar Braunlage Braunlage Bad Harzburg Langelsheim Schulenberg im Oberharz Landkreis Goslar Niedersachsen Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Thüringen Sachsen-Anhalt gemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Braunlage [braʊ̯nˈlaːɡə] ist ein Luftkurort[2] und Wintersportplatz, umrahmt vom Nationalpark Harz in einer Höhenlage von 550 m ü. NN im Ort und bis 971 m ü. NN auf dem Wurmberg. Braunlage liegt im Harz südlich des Brockens im Landkreis Goslar in Niedersachsen (Deutschland). Bis 1972 war Braunlage Kreisstadt des zu Niedersachsen gehörenden Landkreises Blankenburg.


Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Braunlage gehören die Ortsteile Braunlage, Hohegeiß und Sankt Andreasberg.

Stadtteil Einwohnerzahl
Braunlage 3600 *
Sankt Andreasberg 1730 **
Hohegeiß 1000
Stadt Braunlage 6330

* mit dem Ortsteil Königskrug
** mit den Ortsteilen Sonnenberg, Oderhaus, Oderbrück, Oderberg, Odertaler Sägemühle und Silberhütte

Geschichte[Bearbeiten]

Eisenhütte und Dorf Braunlage mit Kirche 1654
Braunlage um 1900
Wurmberg um 1900
Mahnmal zum Gedenken an die deutsche Teilung und Wiedervereinigung

Braunlage entstand als Siedlung im Wald wohl im 13. Jahrhundert. Zwischen 1253 und 1260 taucht im Güterverzeichnis der Grafschaft Regenstein erstmals die „holtmarke to deme brunenlo“ auf. Ab 1518 entsteht der eigentliche Berg- und Hüttenort Braunlage. 1531 taucht erstmals der Name „huete to dem brunlohe“ auf.

1561 werden vom gräflich-blankenburgischen Rat Hieronimus Pathe die Hüttenwerke wieder aufgebaut. Der Merian-Stich von 1654 zeigt das Eisenhüttenwerk „Braunlah auff dem Hartz gelegen in der Kolli“ und stellt die mittelalterliche Bergwerksgemeinde Braunlage dar.

1658 errichtet der Faktor der Eisenhütten zu Braunlage, Christian Walter, die herzoglich-braunschweigisch-lüneburgische Faktorei der Braunlager Eisenhüttenwerke. Dieses Gebäude ist bis heute in weiten Teilen erhalten. Es gehört zu den ältesten Gebäuden Braunlages, steht seit 1958 unter Denkmalschutz und ist seit 1963 das Harz Hotel Altes Forsthaus.

Im 17. Jahrhundert war Braunlage ein Marktflecken, 1934 schließlich erhielt es als Kurort Stadtrechte. Von 1946 bis 1972 war Braunlage Kreisstadt des Landkreises Blankenburg, der mit der niedersächsischen Gebietsreform 1972 aufgelöst wurde. Seit dieser Reform ist die südliche Nachbargemeinde Hohegeiß Stadtteil von Braunlage.

Der Tourismus entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunächst zögerlich. Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz über die Strecken Braunlage–Walkenried und Braunlage–Tanne der Südharz-Eisenbahn beschleunigte sich die Entwicklung. Ganze Villenviertel mit Sanatorien und Hotels entstanden zunächst am Hütteberg, im Ortszentrum und schließlich im Jermerstein-Viertel.

Während im Jahr 1905 die von Carl Röhrig im Norden Braunlages betriebene Glashütte schließen musste, entwickelte sich durch den Bahnanschluss besonders die Holzindustrie. Die Sägewerke Fuchs (Ortsmitte) und Buchholz (nördlich des Bahnhofs) waren die Erwerbsquellen schlechthin. Zudem prägte ein großer Steinbruch am Wurmberg, in dem Werk- und Rohsteine gewonnen wurden, mit einem Schotterwerk an der Warmen Bode das Gewerbeleben der Stadt. Dieser Steinbruch, in dem der Wurmberg-Granit gebrochen wurde, ist so gewaltig, dass er selbst von der Hochfläche bei Sankt Andreasberg gut sichtbar ist.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eroberte auch der Omnibus den Harz mit der Linie Bad Harzburg–Braunlage. Der Name Büssing spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle: er betrieb die Linie von Bad Harzburg und errichtete ein Erholungsheim für Werksangehörige in Braunlage. Die Buslinie wurde 1962/1963 eingestellt.

In der NS-Zeit gab es in Braunlage eine Reihe von Betrieben, die für die Rüstung arbeiteten, viele auch mit Zwangsarbeitern. Letzteren wird auf dem Bergfriedhof Braunlage gedacht. Eine Stelle auf dem Gelände der evangelischen Trinitatisgemeinde erinnert seit 2001 an Todesmärsche, die im April 1945 Braunlage passierten.

1963 wurde die Wurmbergseilbahn, zunächst von der Mittelstation Nahe dem Rodelhaus, mit einer Länge von 1362 m und einer Höhendifferenz von 250 m bis zur Bergstation auf den Wurmberg eröffnet. Der zweite Bauabschnitt von der Talstation am Großparkplatz bis zur Mittelstation wurde im Sommer 1965 fertiggestellt, weitere 150 m Höhendifferenz wurden somit überwunden und 1500 m Länge zur Seilbahn zugefügt, wodurch die längste Seilbahn Norddeutschlands entstand. In Richtung Brocken, dem höchsten Berg im Harz, befand sich auf dem Wurmberg die Wurmbergschanze.

Am 7. Mai 1964 veranstaltete Gerhard Zucker auf dem Hasselkopf eine Vorführung von Postraketen. Einer dieser Flugkörper explodierte und zwei Personen wurden von herumfliegenden Trümmern getötet (siehe Unglück bei der Raketenvorführung in Braunlage 1964).

Herausragendes Ereignis für Braunlage war die Grenzöffnung 1989. Der Ort, der bisher an der Grenze zur DDR lag, rückte nun inmitten des Harzes. An die deutsche Teilung und Wiedervereinigung erinnert ein Mahnmal, das an der innerdeutschen Grenze, die hier zugleich die Gemeindegrenze zwischen Braunlage und Elend bildet, unmittelbar neben der B 27 errichtet wurde. Die an die deutsche Einheit geknüpften wirtschaftlichen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. War Braunlage noch bis zur deutschen Einheit ein gut besuchter Ferienort, so geriet es in den Folgejahren durch den Wegfall der Zonenrandförderung und die zunehmende Konkurrenz aus dem Ostharz in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten – so verringerte sich die Zahl der Übernachtungen im Zeitraum 1991 bis 2006 um beinahe die Hälfte.[3]

Zur Darstellung der Postgeschichte siehe: Postgeschichte von Braunlage, Postgeschichte von Hohegeiss und Postroute Braunschweig-Blankenburg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Hohegeiß eingegliedert.[4]

Am 1. November 2011 fusionierten die Stadt Braunlage und die Bergstadt Sankt Andreasberg mit dem vorrangigen Ziel, durch eine gemeinsame Verwaltung Kosten zu senken. Die Fusion zur neuen Stadt Braunlage war am 15. März 2011 vom Niedersächsischen Landtag beschlossen worden.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1821 1691
1848 2473
1871 2288
1885 2489
1905 3408
1925 4520
Jahr Einwohner
1933 4893
1939 4981
1946 9489
1950 9334
1956 7523
1961 7163
Jahr Einwohner
1968 7716
1970 7249
1975 7266
1980 7140
1985 6776
1990 6148
Jahr Einwohner
1995 5998
2000 5476
2005 5142
2010 4595
2012 6120

(Ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)[6]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Frühere Bezeichnungen des Ortes waren 1227 Brunla, 1227 Brunla, 1234 Brunenla, 1235–1289 Brunenlo, gegen 1260 Brunenlo, 1518 Brunlohe, 1518 Braunlohe, 1531 Brunlohe, 1594 Braunenlaw, 1595 Brunlawe, 1595 Braunlag, 1610 Braunla, Braunlahe, 1621 Braun Lohe, 1622 Braunlohe, 1643 Braunlahe, 1650 Braunlah, 1679 Braunlage und 1690 Braunlahe. Daraus lässt sich Folgendes schließen: Es liegt kein Name mit dem Bestandteil -lage vor, wie die heutige Form zu verraten scheint, sondern das ursprüngliche -la-. Im zweiten Teil steckt das ostfälische -la, dem in vielen anderen Ortsnamen das -lo(h) für Wald entspricht. Im ersten Teil könnte das niederdeutsche brūn für braun enthalten sein. Dann stellt sich aber die Frage: Worauf soll eine Bedeutung wie Braunwald (brauner Wald) bezogen werden? Daher sollte man besser einem nordgermanischen Wort, dem altisländischen brūn für Braue, Kante, hervorstehender Rand, zum Beispiel eines Gebirges, eines Hügels zu folgen.[7]

Religion[Bearbeiten]

Kirche Heilige Familie

Im Zentrum Braunlages befindet sich die 1889 erbaute evangelisch-lutherische Trinitatiskirche, ihre Kirchengemeinde gehört zur Propstei Bad Harzburg.

Die katholische Kirche Heilige Familie, oberhalb der Stadtmitte an der Von-Langen-Straße gelegen, wurde 1965 errichtet. Bereits seit 1937 befand sich dort eine kleine katholische Kirche. Heute gehört die Kirche zur Pfarrgemeinde St. Benno in Bad Lauterberg, die ehemalige Filialkirche Heilig Geist in Hohegeiß wurde bereits 2008 profaniert. Zwei Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich an der Mutter-Kind-Klinik Haus Waldmühle die 1965 errichtete katholische Kapelle St. Maria Von der erfrischenden Quelle.

Die Neuapostolische Kirche wurde 2011 entwidmet. Von 1921 an fanden zunächst neuapostolische Gottesdienste in profanen Räumen Braunlages statt. 1965 wurde die Kirche in der Lauterberger Straße 39 geweiht, am 19. Juni 2011 fand dort der letzte Gottesdienst statt. Heute befinden sich die nächstliegenden neuapostolischen Kirchen in Elbingerode und Bad Lauterberg.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1927–1932: Robert Roloff (1886–1953) (SPD)
  • 1986–2006: Albert Baumann (CDU) (1986–1999 ehrenamtlich, ab 1999 hauptamtlich)
  • seit 2006: Stefan Grote (SPD)

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 folgendermaßen zusammen:

  • CDU: neun Sitze
  • SPD: sechs Sitze
  • Bürgerliste: vier Sitze
  • GRÜNE: ein Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber auf drei grünen Hügeln drei grüne Fichten mit schwarzen Stämmen, deren mittlere höher ist.“

Das Wappen wurde am 20. Dezember 1935 durch den Reichsstatthalter von Anhalt und Braunschweig verliehen. Es betont durch drei Bäume und die Hügellandschaft die natürliche Lage zwischen den Bergen Brocken, Achtermann und Wurmberg. Die Berge werden mitunter, wohl in unrichtiger Anspielung auf den Ortsnamen, auch braun tingiert, was aber heraldisch nicht korrekt ist. Die Fichten kommen schon im Wappen des Hüttenfaktors Walther in Braunlage 1693 vor. Drei alte Gerichtssiegel, deren eines mit 1727 datiert ist, zeigen entweder eine bewurzelte Fichte auf Boden oder eine große, von zwei kleineren begleitete.[8]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt ist grün-weiß gestreift.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Heimatmuseum am Kurpark

Zu den Natursehenswürdigkeiten in Braunlage zählen die Steinklippe sowie der Große und Kleine Bodefall.

Der Wurmberg ist ebenso zu nennen, wie der benachbarte Achtermann und der Brocken. Der felsige Jermerstein nordwestlich von Braunlage ist ein touristisches Ausflugsziel, ebenso die Warme Bode mit dem Großen Bodefall und dem Kleinen Bodefall im Norden und den Bodewiesen im Süden. In Richtung Sorge können Wanderer sowohl auf der West- als auch auf der Ostseite der Warmen Bode und der am Wurmberg entspringenden Bremke folgen. Diese Wege, die großteils der ehemaligen innerdeutschen Grenze folgen, sind auch mit dem Fahrrad gut befahrbar. In Richtung Sankt Andreasberg sind der Silberteich und die Hahnenkleeklippen eine Erwähnung wert.

Museen[Bearbeiten]

Das Heimat- und Skimuseum (offizielles FIS-Skimuseum) gibt Auskunft über die Ortsgeschichte ebenso wie über die Entwicklung des Skilaufs allgemein sowie speziell im Harz.

Bauwerke[Bearbeiten]

Trinitatis-Kirche

Als sehenswerte Bauwerke sind zu nennen:

  • evangelische Trinitatis-Kirche (innen Fachwerkbau)
  • Pfarrhaus hinter der Kirche (eines der ältesten Häuser Braunlages)
  • Altes Forsthaus, ehemaliges Faktoreigebäude des Braunlager Hüttenwerks, errichtet 1658
  • Sanatorium Dr. Barner; Jugendstilsanatorium des Architekten Albin Müller
  • alte Schule (Gebäude in Ortsmitte an der Bodebrücke)
  • Postgebäude
  • altes Rathaus
  • Friedhofskapelle mit Säulenportikus
  • Jugendwaldheim ehemaliger Bahnhof

Parks[Bearbeiten]

Der Kurpark Braunlages ist einer der größten im Harz. Er unterteilt sich in zwei Bereiche. Zunächst der zuerst angelegte „Untere Kurpark“ mit Kurgastzentrum, Konzertplatz, „Grotte“ sowie dem Kurteich mit hoher Fontäne. Daran anschließend der „Obere Kurpark“, der an einem Hang gelegen eine Wassertretstelle, eine Köte, die Steinklippe mit von-Langen-Denkmal sowie eine Vielfalt verschiedener heimischer und fremdländischer Bäume aufweist. Der obere Kurpark wird zudem in Kooperation mit einem privaten Betreiber bewirtschaftet, der dort eine Swingolf-Anlage unterhält.[9]

Friedhof[Bearbeiten]

Auf dem Friedhof findet sich eine Kriegsgräberstätte für im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommene deutsche Soldaten sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Braunlage ist ein bedeutender Wintersportort im Harz. Überregional bekannt ist die Wurmbergschanze, auf der bis 2011 FIS Continental-Cups im Skispringen ausgetragen wurden.

Die ganzjährigen Sportmöglichkeiten am Wurmberg sollen bis 2012 erheblich ausgebaut werden. Zu diesem Konzept „Wurmberg 2015“ gehört bei einem Investitionsvolumen von 7,5 Millionen Euro auch die Errichtung einer Beschneiungsanlage.[10]

Seit 1974 wird im Wurmbergstadion Eishockey gespielt. Im Jahr 2009 wurde nach langjähriger Pause wieder ein Turnier um den Wurmberg-Cup ausgetragen. Teilnehmende Mannschaften waren die Hannover Indians, die Iserlohn Roosters, die DEG Metro Stars sowie der spätere Sieger die Kassel Huskies. In den 1970er und 1980er Jahren fand das Eishockeyturnier alljährlich mit einem internationalen Teilnehmerfeld statt. Teilnehmende Mannschaften waren unter anderem die Nationalmannschaft Polens, HK Spartak Moskau und HK ZSKA Moskau, TPS Turku (Finnland) und PHK Krylja Sowetow Moskau sowie weitere Mannschaften aus der ehemaligen ČSSR, Rumänien und Schweden sowie die damaligen Spitzenteams Deutschlands.

Zu den Eishockeymannschaften in Braunlage, dem ESC Braunlage – Harzer Falken (Herren/Nachwuchs) und dem WSV Braunlage (Frauen) siehe Eishockey in Braunlage.

Auf der Neun-Loch-Swingolf-Anlage werden vom Swingolfclub Harz u. a. die alljährlichen Harzer Open ausgetragen.[11]

Wanderer passieren Braunlage als eine der Stationen des Harzer Hexenstieges.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Südpanorama mit dem Wurmberg im Hintergrund
  • Walpurgis
  • Schützenfest mit Schützenumzug
  • Köhlerfest
  • Weihnachts-/Adventsmarkt
  • Nacktrodeln auf der Skiwiese
  • Naturheilkundetag

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

Blick auf Braunlage von der Jugendherberge aus

Braunlage bildet traditionell eines der Zentren des Fremdenverkehrs im Harz. Hierfür bestehen neben einer gut ausgebauten Hotellerie und Gastronomie der unterschiedlichsten Preisklassen auch Angebote für Camper sowie Freizeiteinrichtungen wie Ski- und Wandermöglichkeiten und ein Eisstadion. Bemühte man sich lange, alpine Bergorte bezüglich der Art der Präsentation und der Vermarktung zu imitieren, werden zunehmend Stimmen laut, welche die Schärfung eines eigenen Profils fordern. Gleichzeitig versucht man, zahlungskräftigeres Publikum mit Angeboten höherer Qualität anzulocken. Dennoch gerieten mehrere Hoteliers in den letzten Jahren wegen ausbleibender Feriengäste in Existenzschwierigkeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße

Braunlage ist mit dem Auto erreichbar über die Bundesstraße 4, die aus Richtung Braunschweig kommend den Harz überquert, und die Bundesstraße 27, die in den östlichen Teil des Harzes führt. Zur Entlastung des Braunlager Ortszentrums wurde im Verlauf der B 4 eine Umgehungsstraße erbaut, die jedoch nicht den Verkehr von Ost nach West aus dem Zentrum fernhält. Während der Hauptsaison ist das Stadtzentrum durch den Autoverkehr sehr belastet.

Eisenbahn

Früher bot die Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft über Sorge Anschluss an das Netz der Harzer Schmalspurbahnen. Zeitweise wurde der Neubau eines Bahnanschlusses an die Harzer Schmalspurbahnen diskutiert. Nächste Bahnhöfe sind Sorge und Elend an der Harzquerbahn. Die nächsten Bahnhöfe normalspuriger Eisenbahnen befinden sich in Bad Harzburg, Bad Lauterberg-Barbis und Walkenried.

Linienbusse

Es bestehen Linienverbindungen nach Bad Harzburg, Bad Sachsa, Sankt Andreasberg und nach Walkenried. Ferner bestehen Verbindungen nach Elend sowie Wernigerode.

Bildung[Bearbeiten]

Braunlage verfügt über eine Grundschule („Wurmbergschule“) und ein Schulzentrum (seit 1834 im Ortskern nahe dem Kurpark) mit einer kooperativen Haupt- und Realschule und der gymnasialen Unterstufe („Oberharz-Gymnasium“). Seit dem Schuljahr 2011/12 wird die Sekundarstufe I (früher Haupt- und Realschule) in einer Oberschule mit Ganztagsbetrieb umgewandelt.

Um den Schulstandort Braunlage dauerhaft zu erhalten, werden seit dem Schuljahr 2006/07 nicht mehr ausschließlich Schüler aus Braunlage, Hohegeiß, Zorge und Sankt Andreasberg aufgenommen, sondern auch aus dem sachsen-anhaltischen Benneckenstein und Tanne.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten]

Braunlage
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
130
 
0
-5
 
 
118
 
3
-5
 
 
80
 
5
-2
 
 
85
 
9
1
 
 
80
 
14
5
 
 
98
 
18
8
 
 
126
 
19
11
 
 
105
 
19
10
 
 
97
 
16
8
 
 
112
 
10
4
 
 
116
 
4
0
 
 
118
 
1
-3
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Braunlage
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −0,3 2,5 4,8 9,4 14,3 17,5 19,0 18,7 15,7 10,2 4,4 1,1 Ø 9,8
Min. Temperatur (°C) −5,2 −4,9 −2,3 1,1 5,4 8,4 10,5 10,4 7,8 3,8 0,0 −3,2 Ø 2,7
Niederschlag (mm) 130 118 80 85 80 98 126 105 97 112 116 118 Σ 1.265
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,4 3,3 4,7 6,2 6,2 6,3 6,0 4,3 3,5 1,7 1,4 Ø 4
Regentage (d) 21 18 16 17 16 15 18 16 15 17 19 19 Σ 207
Luftfeuchtigkeit (%) 88 85 79 74 73 75 79 81 82 85 89 91 Ø 81,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−0,3
−5,2
2,5
−4,9
4,8
−2,3
9,4
1,1
14,3
5,4
17,5
8,4
19,0
10,5
18,7
10,4
15,7
7,8
10,2
3,8
4,4
0,0
1,1
−3,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
130
118
80
85
80
98
126
105
97
112
116
118
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Braunlage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Braunlage – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage Welchen Stellenwert haben Prädikate wie „staatlich anerkannter Luftkurort“ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen? (PDF; 102 kB). Abgerufen am 23. März 2011.
  3.  Bruno Schrep: Das Ende der „Idylle“. In: Der Spiegel. 30. Juli 2007 (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,498023,00.html).
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 266.
  5. Gesetz über die Neubildung der Stadt Braunlage, Landkreis Goslar. Vom 16. März 2011
  6. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  7. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  8. Auszug aus dem Buch „Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland“ von Dr. Klemens Stadler herausgegeben 1970 durch den Angelsachsen-Verlag Bremen Band 5 Seite 28
  9. Information über die Swingolfanlage im Oberen Kurpark Abgerufen am 16. Mai 2011.
  10. 7,5 Millionen Euro für Skigebiet auf dem Wurmberg. Goslarsche Zeitung, 11. Februar 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  11. Homepage des Swingolfclub Harz Abgerufen am 16. Mai 2011.