Bad Harzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Harzburg
Bad Harzburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Harzburg hervorgehoben
51.88111111111110.562222222222261Koordinaten: 51° 53′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 65,42 km²
Einwohner: 21.680 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 331 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38667
Vorwahl: 05322
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 002
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Forstwiese 5
38667 Bad Harzburg
Webpräsenz: stadt-bad-harzburg.de
Bürgermeister: Ralf Abrahms (Grüne)
Lage der Stadt Bad Harzburg im Landkreis Goslar
Altenau Braunlage Wildemann Clausthal-Zellerfeld Lutter am Barenberge Wallmoden Lutter am Barenberge Hahausen Seesen Liebenburg Langelsheim Goslar Goslar Braunlage Braunlage Bad Harzburg Langelsheim Schulenberg im Oberharz Landkreis Goslar Niedersachsen Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Thüringen Sachsen-Anhalt gemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Bad Harzburg ist eine Stadt im Landkreis Goslar im Süden Niedersachsens (Deutschland). Sie liegt am Nordrand des Harzes und ist ein anerkanntes Sole-Heilbad.[2] Bad Harzburg ist hinter der Kreisstadt Goslar zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Bereich der nördlichen Ausläufer des Harzes auf einer Höhe zwischen 180 m und 555 m über N.N. an der Landesgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Sie erstreckt sich nach Süden in das Tal der Radau und grenzt an den Nationalpark Harz. Nach Norden ist sie durch die A 395 mit der Stadt Braunschweig verbunden und somit zur A 2. In Ost-Westrichtung verbindet sie Wernigerode und Quedlinburg über die Bundesstraßen 6 und 82 mit der A 7. Die höchste Erhebung des Harzes, der Brocken, ist rund 13 km südlich gelegen.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Zu den Nachbargemeinden zählen die seit 1992 zum Weltkulturerbe gehörende ehemalige Kaiserstadt Goslar und Braunlage sowie Nordharz, Ilsenburg und Osterwieck.

Ortsteile[Bearbeiten]

Bad Harzburg ist in mehrere Ortsteile gegliedert.

Stadtteil Einwohner[4]
Bad Harzburg 9.161
Bettingerode 436
Bündheim 5.213
Eckertal 153
Göttingerode 982
Harlingerode 3.054
Schlewecke mit Gut Radau* 1.645
Westerode 1.069
Stadt Bad Harzburg 21.813

(Stand: 31. Dezember 2011)
* Gut Radau ist inoffizieller Ortsteil Bad Harzburgs.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm für Bad Harzburg

Bad Harzburg hat eine klimatische Übergangslage zum reinen Mittelgebirgsklima mit betontem Lokalklima. Vorherrschend Schonklima, waldreiche Umgebung. Aufgrund der Luv-Lage Bad Harzburgs am Harz gibt es hier relativ hohe Niederschlagsraten, während die Temperaturen knapp unter dem Durchschnitt Deutschlands liegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bad Harzburg um 1900

Um 780 soll Karl der Große auf dem Hartesberge eine Kapelle erbaut haben lassen. Dies lässt sich historisch nicht nachweisen. Gesichert ist jedoch die Gründung eines Stifts im Jahr 916. Zwischen 1066 und 1068 ließ Heinrich IV. die Harzburg erbauen. Nach dem Bau der Harzburg wurde die Stadt Neustadt unter der Harzburg genannt. 1569 wurde unter Herzog Julius eine Solequelle gefunden und für die Saline Juliushall erschlossen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden sämtliche Dörfer zerstört.

Blick auf Bad Harzburg vom Kleinen Burgberg

Ab 1831 war Neustadt als Kur- und Badeort bekannt. 1851 wurde die Saline geschlossen und es entstand der eigentliche Badebetrieb. Nach dem Vorbild der großen europäischen Bäder entstand eine Kolonie von zunächst auswärtigen wohlhabenden Bürgern, die es verstanden, die mondänen Anforderungen der damaligen Zeit am Fuße des Harzes zu vereinen: elegante Hotels, ein Spielcasino, eine Pferderennbahn und zahlreiche Kuranlagen.

Bis 1892 erwuchs daraus eine selbstbewusste Badegemeinde, die sich nunmehr nicht mehr beliebig Neustadt nannte, sondern den Namen des braunschweigischen Amtes Harzburg verwendete. Seit dem 27. Mai 1892 darf sich die Gemeinde Bad Harzburg nennen. Der Status einer Stadt wurde Bad Harzburg erst 1894 zugesprochen.

In Harzburg wurde 1819 eine Post-Expedition eingerichtet, die 1848 in eine Postverwaltung umgewandelt wurde und 1855 zum Bahn- und Postamt umfirmierte, das über weitere Bezeichnungsänderungen bis 1904 zum Postamt I. Klasse wurde. Neben dieser Postanstalt gab es seit 1843 eine Station für die Pferdepost mit Postillionen. In Bündheim war Ende 1840 eine Extrapost-Station eingerichtet worden, eine Post-Agentur bestand seit 1886. In Schlewecke bestand zwischen 1893 und 1903 ebenfalls eine Post-Agentur. Harlingerode erhielt 1880 seine Post-Agentur.

Zur umfangreicheren Darstellung des Postwesens siehe: Postgeschichte von Bad Harzburg.

Gründung der Harzburger Front 11. Oktober 1931

1931 versammelten sich auf Initiative des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenberg die wichtigsten rechtsextremen Parteien und Verbände der Weimarer Republik, DNVP, NSDAP, Stahlhelm und Reichslandbund, in Bad Harzburg und bündelten ihre Opposition gegen die Republik und gegen das Kabinett Brüning zur sogenannten Harzburger Front.

1974 wurde Bad Harzburg aus dem Landkreis Wolfenbüttel ausgegliedert und dem Landkreis Goslar zugeordnet.

Ebenso hatte die Stadt unmittelbar nach der deutschen Einheit am 12. November 1989 über 300.000 Besucher aus der DDR, da sie direkt an der Grenze zur DDR lag (heute Sachsen-Anhalt).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bettingerode, Bündheim, Harlingerode und Westerode eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1821 4358
1848 4679
1871 6132
1885 7630
1905 11.568
1925 14.164
Jahr Einwohner
1933 14.744
1939 16.686
1946 27.417
1950 29.901
1956 26.487
1961 25.946
Jahr Einwohner
1968 26.256
1970 25.334
1975 25.780
1980 24.924
1985 23.662
1990 23.882
Jahr Einwohner
1995 23.599
2000 23.100
2005 22.734
2010 21.891
2011 21.813
2012 21.903
Jahr Einwohner
2013 21.680

(ab 1968 Stand jeweils am 31. Dezember)

Ortsname[Bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Harzburg waren um 1280 Hartesborg, in den Jahren 1311 Hartesborch, 1314 Hartesborch, 1338 Hartesburg, 1357 Hartsborg, 1388 Hartesborch, 1436 Hartzburg, 1455 Harteesborch und um 1510 Nienstat. Bad Harzburg bedeutet "des Harzes Burg".[6]

Religion[Bearbeiten]

Bad Harzburg ist Sitz einer evangelisch-lutherischen Propstei, sie gehört zur Landeskirche in Braunschweig. Zu ihr gehört in Bad Harzburg die Martin-Luther-Kirche (siehe Kultur und Sehenswürdigkeiten). Evangelisch sind in Bad Harzburg ebenfalls die zum Diakonissenmutterhaus Bad Harzburg (vormals "Kinderheil") gehörende Bugenhagenkapelle sowie die Hauskapelle im Seniorenheim Wichernhaus.

Die Ansiedelung von heimatvertriebenen Katholiken nach dem Zweiten Weltkrieg machte neben dem Bedarf der Kurgäste den Bau einer katholischen Kirche erforderlich. 1960/61 wurde die Liebfrauenkirche errichtet, sie gehört heute zum pastoralen Raum Nordharz im Dekanat Goslar-Salzgitter.

Ferner befindet sich in Bad Harzburg eine zum Kirchenbezirk Wolfenbüttel gehörende Neuapostolische Kirche, sowie ein Königreichssaal der Jehovas Zeugen.

Das Krankenhaus Fritz-König-Stift verfügt über eine Hauskapelle, Gottesdienst findet auch in der Herzog-Julius-Klinik statt.

In den Stadtteilen Bettingerode, Bündheim, Göttingerode, Harlingerode, Schlewecke und Westerode befinden sich weitere evangelisch-lutherische Kirchen, in Bündheim auch eine katholische Kirche.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtvilla in Bad Harzburg

Der Rat der Stadt Bad Harzburg hat gemäß dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz 35 Sitze. Einer davon wird vom hauptamtlichen und direkt gewählten Bürgermeister besetzt. Die letzten drei Kommunalwahlen am 11. September 2011,[7] am 10. September 2006[8] und am 9. September 2001[9] führten zu folgenden Ergebnissen:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
36,0 %
34,4 %
14,2 %
9,9 %
3,0 %
2,4 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-2,4 %p
-0,6 %p
+5,7 %p
+5,1 %p
+3,0 %p
-4,5 %p
-6,6 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,0 12 38,4 13 42,5 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,4 12 35,0 12 41,5 14
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 14,2 5 8,5 3 6,4 2
WTD Bad Harzburg Wählergruppe Transparente Demokratie Bad Harzburg 9,9 3 4,8 2
LINKE Die Linke 3,0 1
FDP Freie Demokratische Partei 2,4 1 6,9 2 9,6 3
OFFENSIVE D Partei Rechtsstaatlicher Offensive 6,6 2
gesamt 100,0 34 100,0 34 100,0 34
Wahlbeteiligung in % 56,2 48,5 52,9

SPD und FDP bilden eine Fraktion.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • um 1908 Wilhelm von Stutterheim (1848–1927), Mitglied der braunschweigischen Landesversammlung[10][11]
  • 1913–1933 Walter Bode[12]
  • 1933–1945 Hermann Berndt (NSDAP/FDP) beamteter Bürgermeister auf Lebenszeit, bis 1963 Kurdirektor[13]
  • 1945: Hermann Nordmann (kommissarisch)[14]
  • 1945–1947: Walter Bode[15]
  • 1947–1956: Hermann Nordmann (CDU)[16]
  • 1956–1961: Joachim Hinkel (FDP)
  • 1981–1986: Jürgen Dorka (CDU)
  • 1998–2002: Klaus „Jockel“ Homann (SPD)
  • seit 2002: Ralf Abrahms (GRÜNE)

Bürgermeister Ralf Abrahms wurde in einer Stichwahl am 22. September 2002 mit 53,8 % der Stimmen gewählt und am 11. September 2011 mit 63 % bestätigt. Abrahms ist der erste grüne Bürgermeister Niedersachsens.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Bad Harzburg

Das Wappen von Bad Harzburg zeigt auf blauem Grund eine steinerne Burg mit zwei Wehrtürmen die das geöffnete Burgtor flankieren.

Über dem Torbogen steht ein „Wilder Mann“ braunem Bart, Laubkranz und Laubschurz, der mit einer Hand eine Tanne umschließt. Im Durchgang des Tores befindet sie ein vertikal geteiltes Wappenschild.

Dieses ziert in der einen Hälfte zwei schreitende goldene Löwen auf rotem Grund und auf der anderen einen halben schwarzen Adler mit roten Krallen und Schnabel auf goldenem Grund.[17]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Bad Harzburg unterhält seit 1988 eine Städtefreundschaft mit Wilhelmshaven (Niedersachsen). Seit 1993 besteht in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft eine Partnerschaft mit der Stadt Port-Louis (Bretagne). Weiter besteht seit 1995[18] eine Partnerschaft zur Stadt Szklarska Poręba (Schreiberhau) in Polen sowie mit der Stadt Ilsenburg (Sachsen-Anhalt).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

LutherkircheHarzburgOst.jpg
Ost- und
LutherkircheHarzburgWest.jpg
Westseite der Martin-Luther-Kirche
Künstlicher Radau-Wasserfall
  • Seit 1989 verleiht die Stadt den Bad Harzburger Jugendliteraturpreis an Autoren herausragender Werke der Jugendliteratur.
  • Der Deutsche Staatsbürgerpreis wird seit 1995 von der Stiftung „Staatsbürgerliche Stiftung Bad Harzburg e. V.“ an besonders verdiente Persönlichkeiten der Gesellschaft verliehen.
  • In Bad Harzburg gibt es zwei Museen, das Haus der Natur im Kurpark mit der interaktiven Dauerausstellung „Harzwald“, sowie das Museum in der Remise, welches sich neben dem Rathaus in einem denkmalgeschützten Gebäude, der ehemalige Wagenremise befindet.
  • Wichtige Bauwerke sind die Ruine der Harzburg mit der Burgbergseilbahn und dem Kreuz des deutschen Ostens, das Bündheimer Schloss sowie einige historische Fachwerkbauten wie die Wandelhalle aber auch der Jungbrunnen in der Stadtmitte oder die Lutherkirche mit der Sauer-Orgel. Sehenswert ist auch der künstlich angelegte Radauwasserfall, der von der Radau gespeist wird.
  • Die Stadt verfügt über mehrere Parkanlagen, den Badepark, den Kurpark, den Schlosspark sowie den Stadtpark (ehemals Casinopark).
  • Für sportliche Aktivitäten stehen ein 18-Loch-Golfplatz und die SwinGolfanlage, als Bademöglichkeiten die Bad Harzburger Sole-Therme (32 °C warme Sole) und das Hallenbad Silberbornbad zur Verfügung. Des Weiteren gibt es den Skyrope-Hochseilpark und Sportpark an der Rennbahn (Pferdesport, Fußball, Hockey, Beachvolleyball und -tennis, Fitness-Parcours, Joggingstrecken, Bogenschieß-Parcours, Inlineskating), eine Rodelbahn, Nordic-Walking- und Wanderstrecken sowie speziell im Winter die Freiluft-Eisbahn. Der rund 13 km lange Teufelsstieg führt als Wanderweg zum Brocken

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Juni: Harzer Trike-Treffen, Bad Harzburger Musiktage (seit 1970)
  • Juli: Bad Harzburger Galopprennwoche (seit 1880)
  • August: Salz- und Lichterfest
  • Letzter Sonntag im September: Kastanienfest[19]
  • Dezember: Milchkannenturnier (seit 1981)

Sport[Bearbeiten]

Vereinslogo des TSG Bad Harzburgs

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bad Harzburg ist mit dem Stadtteil Harlingerode aktiver Bestandteil einer der ältesten Industrieregionen Europas. Recyclingbetriebe, Metallaufarbeitung und -weiterverarbeitung, Automobilzuliefererbetriebe und weiteres mittelständisches Gewerbe prägen die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Im Radautal befindet sich ein seit 1838 betriebener Gabbrosteinbruch der Norddeutschen Naturstein GmbH.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen

  • Grundschule Bündheim
  • Grundschule Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Grundschule Harlingerode
  • Grundschule Westerode

Schulen des Landkreises Goslar

  • Berufsbildende Schulen – Oberbergrat-Albert-Schule
  • Eichenbergschule Bad Harzburg
  • Oberschule an der Deilich
  • Hotelfachschule Harz
  • Werner-von-Siemens-Gymnasium

Sonstige/private Schulen

  • Burgberggymnasium
  • Niedersächsisches Internatsgymnasium

Bad Harzburg ist Heimat der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft und anderer privater Management-Institute.

Verkehr[Bearbeiten]

Schienenverkehr/ÖPNV[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs
Burgbergseilbahn

Bad Harzburg ist Endpunkt folgender Bahnstrecken:

Alle Strecken treffen im 6-gleisigen Kopfbahnhof von Bad Harzburg zusammen. Dessen verkehrsmäßig ungünstige Lage hat allerdings dazu geführt, dass die Fortsetzung der Bahnlinien in Richtung Osten nicht, wie vor der Deutschen Teilung, über Bad Harzburg und Eckertal, sondern über Vienenburg in Richtung Wernigerode und Halberstadt verläuft.

Der Bahnhof von Bad Harzburg sollte zudem Endpunkt der Linie 1 der neuen RegioStadtBahn Braunschweig werden, wodurch sich die Anbindung an die Braunschweiger Innenstadt verbessert und eine umstiegsfreie Verbindung von Bad Harzburg nach Uelzen entstanden wäre.[20]

Bad Harzburg ist zudem über mehrere Buslinien der KVG Braunschweig mit dem Umland (u.a. Braunlage) verbunden. Nach Wernigerode fährt eine Buslinie der HVB. Zudem gibt es zwei Stadtbuslinien, welche die Stadtteile Bad Harzburgs miteinander verbinden. Alle Buslinien treffen sich am Bahnhof/Bahnhofsplatz und befahren dann größtenteils die gemeinsame Stammstrecke bis zum Berliner Platz.

Der seit 1999 verkehrende CityBus, der auch durch die Fußgängerzone Bad Harzburgs und zu mehreren Kurkliniken fuhr, wurde im Jahr 2006 aufgrund zu hoher Kosten wieder eingestellt.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

In Bad Harzburg endete bis 2001 die Autobahn A 395 von Braunschweig über Wolfenbüttel nach Süden. Sie verzweigte sich nördlich der Stadt in drei Richtungen: Die B 6n nach Osten über Stapelburg, Wernigerode nach Blankenburg und weiter nach Aschersleben und Bernburg, die B 4 nach Süden durch Bad Harzburg quer durch den Harz über Torfhaus und Braunlage nach Nordhausen und Erfurt sowie die B 6 nach Westen über Goslar, Salzgitter-Bad nach Hildesheim. Seit 2001 endet die Autobahn allerdings bereits in Vienenburg, die Reststrecke bis Bad Harzburg wurde zur Bundesstraße herabgestuft. Die B 6n ist inzwischen als Bundesstraße B6 gewidmet und durchgängig bis zur Autobahn A 14 befahrbar. Die innerstädtische ehemalige B 6 ist umgewidmet in eine Landesstraße. Seit 1929 befördert die Burgbergseilbahn Gäste auf den 482,80 m hoch gelegenen Großen Burgberg mit der sogenannten Canossasäule und der Ruine der Harzburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Lax, Hildesheim 2000, ISBN 3-8269-8210-X.
  •  Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, 1994, ISBN 3-928826-04-2.
  •  Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, 1995, ISBN 3-928826-10-7.
  •  Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, 1997, ISBN 3-928826-14-X.
  •  Theodor Müller: Schlagschatten der Grenze. 1964, OCLC 767952769.
  •  Paul Jonas Meier und Karl Steinacker: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Wolfenbüttel. Amtsgerichtsbezirk Bad Harzburg. Julius Zwissler, Wolfenbüttel, 1906, S. 388–426, OCLC 40935100.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Harzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Harzburg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage Welchen Stellenwert haben Prädikate wie „staatlich anerkannter Luftkurort“ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen? (PDF; 102 kB). Abgerufen am 23. März 2011.
  3. Daten und Fakten – Kurzinformationen über Bad Harzburg. auf: bad-harzburg.de, abgerufen am 25. Februar 2013.
  4. Einwohner der Gemeinden und Ortsteile. des Landkreises Goslar
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.
  6. Der "Ortsnamenforscher" auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  7. stadt-bad-harzburg.de
  8. stadt-bad-harzburg.de
  9. stadt-bad-harzburg.de
  10. Eckart von Stutterheim, Kurt von Stutterheim: Die Herren und Freiherren von Stutterheim/Alt-Stutterheim. Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1965, S. 181–182, Bildtafel nach S. 180.
  11. Die Organisation der Gesellschaft zur Förderung der Wasserwirtschaft im Harze. Albert Limbach GmbH, Braunschweig 1908, S. 10. (PDF)
  12. Bad Harzburg Chronik einer Stadt. S. 17 und S. 173, S. 243 ff. (PDF)
  13. Stimmen von Zeitzeugen auf: spurensuche-harzregion.de
  14. Hermann Nordmann wurde von der US-amerikanischen Militärverwaltung eingesetzt, Theodor Müller, Schlagschatten der Grenze, 1964 S. 33
  15. Bad Harzburg Chronik einer Stadt. S. 316.
  16. Theodor Müller, a.a.O. S. 34
  17.  Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 36.
  18. Heimatstube Schreiberhau. – Information zu Partnerstadt auf bkge.de
  19. stadt-bad-harzburg.de - Veranstaltungskalender (Suchbegriff "Kastanienfest" eingeben)
  20. Erixx gewinnt Ausschreibung in Niedersachsen. auf bahnnews.info, abgerufen am 25. Februar 2013.