Uvis Helmanis

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Basketballspieler
Uvis Helmanis
Uvis Helmanis.JPG
Spielerinformationen
Geburtstag 10. Juni 1972
Geburtsort Talsi, Sowjetunion
Größe 204 cm
Position Power Forward /
Small Forward
Vereine als Aktiver
1992–1994 LettlandLettland Bonus Rīga
1995–1998 LettlandLettland Metropole
1998–1999 LettlandLettland ASK Broceni Rīga
1999–2000 PolenPolen Bobry Bytom
200000000 PolenPolen Stal Ostrów
000002001 LettlandLettland Buki Gulbene
200100000 PolenPolen Śląsk Wrocław
2001–2002 DeutschlandDeutschland Bayer Giants Leverkusen
2002–2006 DeutschlandDeutschland GHP Bamberg
2006–2008 LettlandLettland BK Ventspils
000002008 LettlandLettland ASK Riga
2009–2010 LettlandLettland Barons LMT Rīga
Nationalmannschaft
Seit 1999 Lettland
Vereine als Trainer
201000000 LettlandLettland Barons LMT Rīga
000002011 PolenPolen Energa Czarni Słupsk (AC)
2011–2013 LettlandLettland BK VEF Rīga (AC)
Seit 0 2013 LettlandLettland Liepājas Lauvas

Uvis Helmanis (* 10. Juni 1972 in Talsi, Lettische SSR) ist ein ehemaliger lettischer Basketballprofi, der neben seiner Heimat unter anderem professionell längere Zeit in Deutschland spielte und mit dem Verein aus Bamberg 2005 Deutscher Meister wurde. Zuletzt spielte er bis 2010 in seiner Heimat für Barons LMT aus Rīga in der ersten lettischen Basketballliga „LBL“ und wurde anschließend auch kurzzeitig auch Trainer dieser Mannschaft. Eine Spielzeit später wurde er als Trainerassistent des Lokalrivalen der Barons, VEF Rīga, angestellt, die 2012 ihren Meistertitel verteidigen konnten. Zur Saison 2013/14 übernahm Helmanis einen neue Tätigkeit als verantwortlicher Trainer des lettischen Vereins BK Lauvas aus Liepāja.

Karriere[Bearbeiten]

Uvis Helmanis begann seine Profikarriere im Sommer 1992 für das Team Bonus Riga in Lettlands höchster Basketballliga. Nach zwei Jahren kam der inzwischen 23-jährige Helmanis zum Team Metropole, für das er insgesamt 3 Jahre lang Körbe sammelte, bevor er zu ASK Broceni Riga wechselte, für die er allerdings nur ein Jahr lang aktiv war.

Durch seinen Wechsel zu Bobry Bytom im Jahr 1999 erlebte Helmanis eine sehr erfolgreiche Saison, konnte im Schnitt 15,8 Punkte pro Partie erzielen, und wurde daraufhin in die Lettische Basketballnationalmannschaft berufen, avancierte auch dort zum Leistungsträger, nahm an zahlreichen Turnieren teil und ist noch bis heute als Nationalspieler aktiv. Nach einem Jahr wechselte Helmanis erneut seinen Verein und kam zu BK LMT Rīga, bevor er erneut transferiert wurde und für ein Jahr lang in Polen auf Korbjagd ging. Zur Saison 2001/02 gelang Helmanis durch den Wechsel in die erste Basketball-Bundesliga zu den Bayer Giants Leverkusen endlich der Durchbruch in Europa, nachdem der Balte zuvor nur Insidern des Basketballgeschäfts ein Begriff gewesen war. Trotz einer sehr erfolgreichen Saison, in der er (inkl. Play-Offs) durchschnittlich 12,4 Punkte pro Spiel erreichen konnte, verließ Helmanis Leverkusen und kam nach einem Jahr zu GHP Bamberg, für die er insgesamt vier Jahre lang aktiv war und mit denen er im Jahr 2005 sogar Deutscher Meister wurde. In den anderen Jahren dort erreichte Helmanis mit Bamberg insgesamt dreimal die Vizemeisterschaft und wurde einmal Vizepokalsieger. Anschließend zog es den Letten zurück in sein Heimatland zu BK Ventspils. Nach einem zweijährigen Engagement dort und einem kurzen Aufenthalt bei ASK Riga wechselte Helmanis zu Beginn der Saison 2009/10 zu Barons LMT Rīga, für die er bis 2010 auf Korbjagd ging.

Geldstrafe wegen schwerer Körperverletzung und weitere Sperren[Bearbeiten]

Im September des Jahres 2005 wurden Helmanis, sowie seine damaligen Bamberger Spielkollegen Mike Nahar und Steffen Hamann wegen schwerer Körperverletzung zu Geldstrafen zwischen 13.000 € und 27.000 € verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatten die drei Akteure in einer Kneipe eine junge Frau bedrängt. Als ihr Mann eingriff, sei es zum Handgemenge gekommen, in dessen Verlauf Nationalspieler Hamann an der Stirn verletzt wurde. Danach sei die Situation eskaliert. Bereits vor, und auch nach dieser Verurteilung machte Helmanis durch sein Verhalten in mehreren BBL-Partien auf sich aufmerksam: bereits im Jahr 2004 wurde der Forward für ein Spiel gesperrt und zu einer Geldstrafe von 1000 € verurteilt, nachdem er wegen eines Faustschlages gegen einen Braunschweiger Spieler in der Partie zwischen GHP Bamberg und BS Energy Braunschweig des Feldes verwiesen wurde.[1] Des Weiteren wurde Helmanis wegen einer Tätlichkeit in der Play-Off-Partie gegen die Telekom Baskets Bonn im Jahr 2006 zu drei Spielen Sperre und einer Geldstrafe von 2000 € verurteilt.[2] Die Sperre Helmanis' wurde aber zurückgezogen, da sich die Vorwürfe als falsch darstellten.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Bereits seit Ende der 1990er Jahre war Uvis Helmanis fester Bestandteil der lettischen Basketballnationalmannschaft. Zuletzt nahm er mit Lettland an der Europameisterschaft 2009 in Polen teil, allerdings schied man bereits in der Gruppenphase aus.

Neuanfang als Trainer[Bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2010/2011 wurde Uvis Helmanis als neuer Cheftrainer der Barons LMT Rīga vorgestellt. Zuvor hatte er seine aktive Karriere für beendet erklärt. Nach kurzer Zeit wurde er dort bereits wieder entlassen und wurde zu Jahresbeginn Trainerassistent bei Energa Czarni im polnischen Słupsk. Zur Spielzeit 2011/12 wurde Helmanis dann Co-Trainer von Meister VEF Rīga, die 2012 ihren Titel verteidigten. Zur Saison 2013/14 wurde er dann verantwortlicher Trainer des lettischen Vereins BK Lauvas aus Liepāja.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Meyer: Ein Spiel Sperre für Uvis Helmanis. Schoenen-Dunk.de, 17. Februar 2004, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Medien-Info GHP Bamberg).
  2. Herbe Strafen durch Spielleitung. Basketball-Bundesliga, 6. Mai 2006, abgerufen am 19. Oktober 2012.
  3. Thomas Meyer: BBL-Schiedsgericht revidiert Urteile. Schoenen-Dunk.de, 10. Mai 2006, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Medien-Info GHP Bamberg).