Val-d’Isère

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Val-d’Isère
Wappen von Val-d’Isère
Val-d’Isère (Frankreich)
Val-d’Isère
Region Rhône-Alpes
Département Savoie
Arrondissement Albertville
Kanton Bourg-Saint-Maurice
Koordinaten 45° 27′ N, 6° 59′ O45.4497222222226.97722222222221821Koordinaten: 45° 27′ N, 6° 59′ O
Höhe 1.785–3.599 m
Fläche 94,39 km²
Einwohner 1.602 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 17 Einw./km²
Postleitzahl 73150
INSEE-Code
Website http://www.val-disere.com

Rege Bautätigkeit in Val d’Isère

Val-d’Isère ist eine französische Gemeinde in den Alpen im Département Savoie in der Region Rhône-Alpes. Die Gemeinde mit den beiden Ortsteilen La Daille und Le Fornet liegt auf 1800 Metern Höhe. Zu beiden Seiten des Ortes erheben sich die Hausberge Solaise und Bellevarde. Zusammen mit Tignes bildet Val-d’Isère das Skigebiet Espace Killy, das nach dem französischen Olympiasieger Jean-Claude Killy benannt ist.

Val-d’Isère ist als Austragungsort vom Kriterium des ersten Schnees bekannt. Dieses Skirennen im Rahmen des alpinen Skiweltcup findet traditionell im Dezember auf der Piste Oreiller-Killy statt. Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville war Val-d’Isère Schauplatz der alpinen Skiwettbewerbe der Männer, wobei vor allem die Abfahrt auf der schwierigen Piste La face de Bellevarde für Aufsehen sorgte. Die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2009 fanden ebenfalls hier statt.

Von der ursprünglichen Bebauung des alten Dorfes ist nicht sehr viel erhalten geblieben, allerdings sind die modernen Bauten des Ortes in einem ansprechenden Stil gehalten und Bausünden, wie sie aus vielen Alpen-Skigebieten bekannt sind, wurden hier bis auf den Ortsteil La Daille weitgehend vermieden. Der Ort setzt in seiner gesamten Struktur vor allem auf ein gehobenes Fremdenverkehrspublikum.

Geographie[Bearbeiten]

Val-d’Isère liegt im Tal der Isère in der Tarentaise. In der Nähe liegen der Alpenpass Kleiner Sankt Bernhard und der Mont Cenis. Hinter dem Skigebiet schließt sich der Nationalpark Vanoise an.

Seit 1937 verläuft über den Col de l’Iseran mit 2764 Metern die höchste befahrbare Passstraße der Alpen. Die höchste Passstraße Europas ist am Mulhacén in der Nähe von Granada in Andalusien in etwa 3400 Metern Höhe. Der Col de l’Iseran verbindet die Tarentaise und Maurienne. Er wurde öfter in die Streckenführung der Tour de France aufgenommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Nähe zum Kleinen Sankt-Bernhard-Pass hat den Ort schon früh zu einer wichtigen Station für durchreisende Handelstreibende gemacht. Seit 1934 hat sich der Skisport entwickelt, der heute die wichtigste Einnahmequelle des Ortes darstellt.

Am 10. Februar 1970 traf eine Neuschneelawine eine Unterkunft der französischen Sport-Organisation UCPA (im östlichen Teil des Ortes) und tötete im Eingangsbereich 39 junge Menschen. In der Folge wurden Lawinenschutzbauten installiert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Hannss: Val d’Isère – Entwicklung und Probleme eines Wintersportplatzes in den französischen Nordalpen. In: H. Wilhelmy, H. Blume, K. H. Schröder, A. Karger (Hrsg.): Tübinger geographische Studien. Heft 56, Selbstverlag des Geographischen Instituts der Universität Tübingen, Tübingen 1974.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Val-d’Isère – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien