Veli-Matti Lindström

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veli-Matti Lindström Skispringen
Veli-Matti Lindström am Holmenkollen 2006

Veli-Matti Lindström am Holmenkollen 2006

Voller Name Veli-Matti Olavi Lindström
Nation FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 15. November 1983
Geburtsort Nastola
Größe 179 cm
Gewicht 61 kg
Beruf Student
Karriere
Verein Lahden Hiihtoseura
Trainer Kimmo Kykkänen, Kai Lahtinen
Debüt im Weltcup 1. Januar 1999
Pers. Bestweite 225,5 m (Planica 2003)
Status zurückgetreten
Karriereende 2012
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EYOF-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2002 Salt Lake City Team
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 2004 Planica Team
FIS Skisprung-Junioren-WM
Gold 2001 Karpacz-Szklarska Einzel
Gold 2001 Karpacz-Szklarska Team
Silber 1999 Saalfelden Team
Bronze 2000 Štrbské Pleso Team
European Youth Olympic FestivalVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 1999 Poprad Normalschanze
Silber 1999 Poprad Team
Logo des Finnischen Skiverbandes Finnische Meisterschaften
Gold 2011 Lahti Mannschaft
Platzierungen
 Gesamtweltcup 15. (2003/04)
 Skiflug-Weltcup 10. (2000/01)
 Vierschanzentournee 15. (2002/03)
 Nordic Tournament 16. (2002)
 Sommer-Grand-Prix 8. (2003)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 0 1 3
 Skifliegen 0 1 0
 Team 5 2 0
 

Veli-Matti Olavi Lindström (* 15. November 1983 in Nastola) ist ein ehemaliger finnischer Skispringer. Er lebt in Lahti und startet für den Verein Lahden Hiihtoseura.

Werdegang[Bearbeiten]

Lindström begann 1988 im Alter von vier Jahren mit dem Skisport. 1995 wurde er als Zwölfjähriger in den Kader der Nationalmannschaft berufen und debütierte schließlich am 1. Januar 1999 im Alter von 15 Jahren beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen im Skisprung-Weltcup. Im selben Jahr gewann er Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft. Es dauerte jedoch noch bis zum 24. November 2000, bis er in Kuopio seine ersten Weltcuppunkte errang.

Lindström wurde in der Saison 2000/2001 finnischer Meister und später sogar Junioren-Weltmeister im Einzel und mit der Mannschaft. Zudem erreichte er den 5. Platz auf der Normalschanze. Im selben Jahr errang er seinen ersten Podestplatz beim Skiflug-Wettkampf in Oberstdorf, als er den 2. Platz belegte. Beim Skifliegen in Planica konnte er mit der Mannschaft seinen ersten Weltcupsieg feiern, den Gesamtweltcup beendete er auf dem 18. Rang.

In der Saison 2001/2002 konnte er, ebenfalls mit der Mannschaft, Siege auf der Großschanze in Lahti und erneut beim Skifliegen in Planica erringen. Er nahm zudem an den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City teil, belegte im Einzelwettkampf von der Normalschanze den 5. Platz und errang mit der Mannschaft die Silbermedaille hinter dem deutschen Team. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Harrachov belegte er im Einzel den vierten Rang. Sein bestes Einzelresultat der Saison war ein 3. Platz in Willingen. Den Gesamtweltcup 2001/2002 beendete er auf Rang 19.

Auch in der Saison 2002/2003 gewann er wieder das Skifliegen mit der Mannschaft in Planica und wurde 22. im Gesamtweltcup. Zudem hätte er am selben Tag, an dem sein Teamkollege Matti Hautamäki in Planica den damaligen Skiflug-Weltrekord von 231 Metern aufstellte, diesen beinahe überbieten können, jedoch musste Lindström nach seiner Landung bei 232,5 Metern in den Schnee greifen. Im Sommer 2003 errang er zudem zwei dritte Plätze im Sommer-Grand Prix, den er auf dem achten Gesamtrang abschloss.

Die Saison 2003/2004 begann für den Finnen mit zwei dritten Plätzen beim Nordic Opening in Kuusamo, zudem konnte er auch beim dritten Wettkampf der Vierschanzentournee in Innsbruck mit dem zweiten Rang einen Podestplatz erkämpfen. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica errang er die Silbermedaille im Teamspringen. Seine beste Weltcupsaison beendete der Finne auf dem 15. Gesamtrang.

Vor der Saison 2005/2006 verletzte er sich schwer und kam in der Saison nur im Skisprung-Continentalcup zum Einsatz. Beim letzten Springen der Saison in Planica gehörte er zum finnischen Kader, konnte sich aber nicht für den Wettkampf qualifizieren.

Die Saison 2006/2007 begann für Lindström mit einem überraschendem 4. Rang in Kuusamo, worauf Lindström wieder einen Platz im finnischen Weltcup-Team bekam. Diesen Platz verlor er jedoch nach unzureichenden Ergebnissen Mitte der Saison 2007/2008.

In der Saison 2008/2009 wurde der Finne zeitweise als sechster Mann im Weltcupteam eingesetzt, konnte aber mit seinen Resultaten nicht überzeugen.

Im Sommer 2009 gab Lindström über seine Homepage bekannt, schon seit längerer Zeit an einem verschleppten Infekt zu leiden, der ihm durch Atembeschwerden und einen auch im Ruhezustand erhöhten Puls das Training unmöglich machte[1]. Zwar startete er zu Beginn der Wintersaison 2009/2010 beim Continentalcup in Rovaniemi, belegte dort jedoch den letzten Platz und sprang seitdem krankheitsbedingt keine Wettkämpfe mehr. Im Dezember 2009 gab er dann über den Blog auf seiner Homepage bekannt, die Antibiotika-Therapie sei erfolglos gewesen und niemand wisse wirklich, an was für einen Infekt er leide, jedoch würde die Therapie fortgesetzt und er befinde sich vorerst in einer Wettkampfpause[2].

Im Sommer 2010 nahm Lindström dann erstmals wieder an Wettkämpfen auf nationaler Ebene, dem sogenannten Finnjumping-Cup, teil. Vereinzelt tritt er seither auch wieder im Continentalcup an, in dem er im Februar 2011 im US-amerikanischen Iron Mountain zweimal in die Punkteränge sprang.[3] Bei den finnischen Meisterschaften im September 2011 in Lahti konnte er mit der Mannschaft von Lahden Hiihtoseura den Teamwettbewerb gewinnen.[4]

Privates[Bearbeiten]

Lindström machte 2003 in Nastopoli sein Abitur. Neben dem Skispringen studiert er Sport mit Schwerpunkt Sportberatung in Vierumäki. Seit 2008 ist er mit der Kanutin Niina Huhta liiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://velimattilindstrom.com/de/keskustelu.php?topic_id=35
  2. http://velimattilindstrom.com/blogi.php?entry=38
  3. Ergebnisse bei www.fis-ski.com, abgerufen am 4. Januar 2012.
  4. www.berkutschi.com, abgerufen am 13. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Veli-Matti Lindström – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien