Skisprung-Weltcup

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Der Skisprung-Weltcup ist eine von dem Skisport-Weltverband FIS während des gesamten Winters ausgetragenen Reihe von etwa 30 Wettbewerben im Skispringen und Skifliegen.

Der Skisprung-Weltcup findet vor allem in Nord- und Mitteleuropa statt, einzelne Veranstaltungen werden aber auch in Japan und den USA ausgetragen. Die Weltcup-Wettbewerbe werden in einer Gesamtwertung zusammengefasst, die nach dem FIS-Punktesystem berechnet wird.

Die bekanntesten Weltcup-Wettbewerbe sind derjenige auf dem norwegischen Holmenkollen in Oslo sowie die Vierschanzentournee. Einige der Weltcup-Wettbewerbe finden auf größeren Skiflug-Schanzen statt. Neben den Einzelwettbewerben finden auch nach Nationen ausgetragene Teamkonkurrenzen statt. Skisprung-Konkurrenzen bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft oder den Olympischen Winterspielen zählen dagegen nicht zum Weltcup.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Andere Wettkampfserien

Seit 1994 gibt es auch eine kürzere Wettkampfserie im Sommer, den auf Mattenschanzen ausgetragenen Sommer-Grand Prix. Neben dem Weltcup bietet die FIS für Nachwuchsspringer noch zwei weitere Wettkampfserien an: den Continentalcup, früher Interkontinentalcup, sowie den FIS-Cup.

[Bearbeiten] Modus

Bestenliste
(Stand: 20. März 2009)
Rang Name Land Siege
1 Matti Nykänen Finnland Finnland 46
2 Adam Małysz Polen Polen 38
3 Janne Ahonen Finnland Finnland 36
4 Jens Weißflog Deutschland Deutschland 33
5 Martin Schmitt Deutschland Deutschland 28
6 Andreas Felder Österreich Österreich 25
7 Gregor Schlierenzauer Österreich Österreich 24
8 Andreas Goldberger Österreich Österreich 20
9 Sven Hannawald Deutschland Deutschland 18
Andreas Widhölzl Österreich Österreich 18

Zu Beginn eines Weltcupspringens findet in der Regel ein offizielles Training statt. Um an einem im Rahmen des Weltcups ausgetragenen Skispringen teilzunehmen zu können, müssen sich die Athleten zunächst qualifizieren. Teilnahmeberechtigt an der Qualifikation sind Sportler, die entweder irgendwann bereits Weltcup-Punkte oder Sommer-Grand-Prix-Punkte erzielt haben, oder in der aktuellen Saison oder der Vorsaison mindestens einen Punkt im Continental Cup erhalten haben.

Die Anzahl der möglichen Starter einer Nation ist durch eine Quotenregelung beschränkt. Der gastgebende Skiverband darf zusätzliche Starter, die die so genannte Nationale Gruppe bilden, für den Wettbewerb nominieren. Dadurch nehmen normalerweise etwa 65 bis 70 Springer an der Qualifikation teil. In dieser wird das Starterfeld auf 50 Athleten reduziert. Bis zur Saison 2006/07 waren die 15 Führenden im Gesamtweltcup automatisch vorqualifiziert, ab der Saison 2007/08 sind es nur noch die besten Zehn. Seit der Saison 2006/2007 wird der im Wettkampf am besten platzierte nicht-vorqualifizierte Springer als „Man of the day“ ausgezeichnet.

Wenn der Qualifikationsdurchgang bereits am Tag vor dem eigentlichen Springen durchgeführt wurde, oder aus Witterungsgründen gar nicht stattfinden kann (dann dürfen alle Springer am Wettbewerb teilnehmen), so findet vor dem ersten Wertungsdurchgang ein Probedurchgang statt.

Die besten 30 Springer des ersten Durchgangs treten nochmals im zweiten Wertungsdurchgang an. Die Punkte des ersten und zweiten Durchgangs (jeweils bestehend aus Weite und Haltungsnoten) werden addiert, um das Resultat des Springens zu ermitteln. Aus Witterungsgründen kann die Jury auf die Ausrichtung des zweiten Durchgangs verzichten, dann wird das Ergebnis des ersten Durchgangs als Endergebnis gewertet.[1]

[Bearbeiten] Skisprung-Gesamt-Weltcup-Gewinner

Der vierfache Gesamtsieger Adam Małysz mit der FIS-Weltcup-Kugel

Der Gesamtsieger (der Springer mit den meisten Punkten aus Springen und Fliegen) erhält einen gläsernen Pokal, die so genannte große FIS-Weltcup-Kugel. Daneben erhält er, wie auch der Zweit- und Drittplatzierte eine Weltcupmedaille.[1]

Saison Sieger Zweiter Dritter Nationenwertung
2008/09 Österreich Gregor Schlierenzauer Schweiz Simon Ammann Österreich Wolfgang Loitzl Österreich Österreich
2007/08 Österreich Thomas Morgenstern Österreich Gregor Schlierenzauer Finnland Janne Ahonen Österreich Österreich
2006/07 Polen Adam Małysz Norwegen Anders Jacobsen Schweiz Simon Ammann Österreich Österreich
2005/06 Tschechien Jakub Janda Finnland Janne Ahonen Schweiz Andreas Küttel Österreich Österreich
2004/05 Finnland Janne Ahonen Norwegen Roar Ljøkelsøy Finnland Matti Hautamäki Österreich Österreich
2003/04 Finnland Janne Ahonen Norwegen Roar Ljøkelsøy Norwegen Bjørn Einar Romøren Norwegen Norwegen
2002/03 Polen Adam Małysz Deutschland Sven Hannawald Österreich Andreas Widhölzl Österreich Österreich
2001/02 Polen Adam Małysz Deutschland Sven Hannawald Finnland Matti Hautamäki Deutschland Deutschland
2000/01 Polen Adam Małysz Deutschland Martin Schmitt Finnland Risto Jussilainen Finnland Finnland
1999/2000 Deutschland Martin Schmitt Österreich Andreas Widhölzl Finnland Janne Ahonen Finnland Finnland
1998/99 Deutschland Martin Schmitt Finnland Janne Ahonen Japan Noriaki Kasai Japan Japan
1997/98 Slowenien Primož Peterka Japan Kazuyoshi Funaki Österreich Andreas Widhölzl Japan Japan
1996/97 Slowenien Primož Peterka Deutschland Dieter Thoma Japan Kazuyoshi Funaki Japan Japan
1995/96 Österreich Andreas Goldberger Finnland Ari-Pekka Nikkola Finnland Janne Ahonen Finnland Finnland
1994/95 Österreich Andreas Goldberger Italien Roberto Cecon Finnland Janne Ahonen Finnland Finnland
1993/94 Norwegen Espen Bredesen Deutschland Jens Weißflog Österreich Andreas Goldberger Norwegen Norwegen
1992/93 Österreich Andreas Goldberger Tschechien Jaroslav Sakala Japan Noriaki Kasai Österreich Österreich
1991/92 Finnland Toni Nieminen Österreich Werner Rathmayr Österreich Andreas Felder Österreich Österreich
1990/91 Österreich Andreas Felder Schweiz Stephan Zünd Deutschland Dieter Thoma Österreich Österreich
1989/90 Finnland Ari-Pekka Nikkola Österreich Ernst Vettori Österreich Andreas Felder Österreich Österreich
1988/89 Schweden Jan Boklöv DDR Jens Weißflog BR Deutschland Dieter Thoma Norwegen Norwegen
1987/88 Finnland Matti Nykänen Tschechien Pavel Ploc Jugoslawien Primož Ulaga Finnland Finnland
1986/87 Norwegen Vegard Opaas Österreich Ernst Vettori Österreich Andreas Felder Norwegen Norwegen
1985/86 Finnland Matti Nykänen Österreich Ernst Vettori Österreich Andreas Felder Österreich Österreich
1984/85 Finnland Matti Nykänen Österreich Andreas Felder Österreich Ernst Vettori Finnland Finnland
1983/84 DDR Jens Weißflog Finnland Matti Nykänen Tschechien Pavel Ploc Finnland Finnland
1982/83 Finnland Matti Nykänen Kanada Horst Bulau Österreich Armin Kogler Norwegen Norwegen
1981/82 Österreich Armin Kogler Österreich Hubert Neuper Kanada Horst Bulau Österreich Österreich
1980/81 Österreich Armin Kogler Norwegen Roger Ruud Kanada Horst Bulau Österreich Österreich
1979/80 Österreich Hubert Neuper Österreich Armin Kogler Polen Stanisław Bobak Österreich Österreich

[Bearbeiten] Skiflug-Weltcup-Gewinner

Der Gesamtsieger erhält einen gläsernen Pokal, die kleine FIS-Weltcup-Kugel. In den Saisons 2001/02 bis 2007/08 wurde der Weltcup aufgrund der geringen Anzahl von Skiflug-Wettbewerben nicht vergeben.

Saison Sieger Zweiter Dritter
2008/09 Österreich Gregor Schlierenzauer Finnland Harri Olli Schweiz Simon Ammann
2007/08 nicht ausgetragen
2006/07 nicht ausgetragen
2005/06 nicht ausgetragen
2004/05 nicht ausgetragen
2003/04 nicht ausgetragen
2002/03 nicht ausgetragen
2001/02 nicht ausgetragen
2000/01 Deutschland Martin Schmitt Polen Adam Małysz Finnland Risto Jussilainen
1999/2000 Deutschland Sven Hannawald Finnland Janne Ahonen Norwegen Tommy Ingebrigtsen
1998/99 Deutschland Martin Schmitt Japan Noriaki Kasai Japan Hideharu Miyahira
1997/98 Deutschland Sven Hannawald Japan Kazuyoshi Funaki Österreich Andreas Widhölzl
1996/97 Slowenien Primož Peterka Japan Takanobu Okabe Japan Kazuyoshi Funaki
1995/96 Österreich Andreas Goldberger Finnland Janne Ahonen Deutschland Christof Duffner
1994/95 Österreich Andreas Goldberger Japan Takanobu Okabe Italien Roberto Cecon
1993/94 Tschechien Jaroslav Sakala Norwegen Espen Bredesen Italien Roberto Cecon
1992/93 Tschechien Jaroslav Sakala Frankreich Didier Mollard Österreich Andreas Goldberger
1991/92 Österreich Werner Rathmayr Österreich Andreas Goldberger Österreich Andreas Felder
1990/91 Schweiz Stephan Zünd Österreich Stefan Horngacher Deutschland Ralph Gebstedt

[Bearbeiten] Skisprung-Weltcup-Gewinner

In den Saisonen 1995/1996 bis 1999/2000 erhielt der Gesamtsieger der Skispringen einen eigenen gläsernen Pokal, die kleine FIS-Weltcup-Kugel.

Saison Sieger Zweiter Dritter
1999/2000 Deutschland Martin Schmitt Österreich Andreas Widhölzl Finnland Janne Ahonen
1998/99 Finnland Janne Ahonen Deutschland Martin Schmitt Japan Kazuyoshi Funaki
1997/98 Slowenien Primož Peterka Japan Masahiko Harada Österreich Andreas Widhölzl
1996/97 Deutschland Dieter Thoma Slowenien Primož Peterka Japan Hiroya Saito
1995/96 Finnland Janne Ahonen Österreich Andreas Goldberger Japan Masahiko Harada

[Bearbeiten] Preisgelder

Für die Saison 2008/09 setzte die FIS folgende Preisgelder fest: Bei Einzelwettbewerben werden 70.000 Franken unter den besten zehn Springern, bei Teamwettbewerben 70.000 Franken unter den besten drei Teams wie folgt aufgeteilt:[1]

Rang Einzel Team
1. 30.000 30.000
2. 15.000 22.000
3. 10.000 18.000
4. 6.000
5. 3.000
6. 2.000
7.-10. 1.000

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c REGLEMENT FIS Weltcup Skispringen 2008/09 PDF-Dokument, 73kB
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