Vippachedelhausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Weimarer Land | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Berlstedt | |
| Höhe: | 188 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,31 km² | |
| Einwohner: |
589 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99439 | |
| Vorwahl: | 036452 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AP, APD | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 092 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Lindenstr. 20a 99439 Vippachedelhausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl-Albert Treuner | |
| Lage der Gemeinde Vippachedelhausen im Landkreis Weimarer Land | ||
Vippachedelhausen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt. Im Norden des Ortes liegt der Ortsteil Thalborn.
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Vippachedelhaisen liegt im Thüringer Becken nördlich der Stadt Weimar und des Großen Ettersberges und südlich von Kölleda. Die Landesstraße 1054 von Neumark führt über den Ort nach Sömmerda.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Grabhügel auf dem Palmberg wurde in mehreren Perioden mit Gräbern belegt. 1868 untersuchten Archäologen den Platz und fanden zahlreiche Skelette verschiedener Epochen bis zur älteren römischen Kaiserzeit und frühmittelalterlichen Zeit. Diese ständige Belegung der Stätte mit Bestattungen deuteten die Archäologen mit kultischen Traditionen. Die Belegung kann aber auch mit der nahe gelegenen Kirche in Verbindung gebracht werden.[2]
Der Ort wurde erstmals im Jahr 1328 erwähnt. W. Kahl weist die urkundliche Ersterwähnung mit dem 18.Mai 876 nach.[3] Bis ins 16. Jahrhundert hinein hieß der Ort Videlhusen bzw. Fiedelhausen. Der Name leitet sich von Siedlung des Fidelo ab. Eine Wasserburg wird urkundlich 1157 genannt. Sie lag am Nordrand des Dorfes, wo man Scherben des 9./10. und des 12. Jahrhunderts fand. Die Burg wurde 1344 von Truppen des Landgrafen belagert und erstürmt. Nach der Zerstörung baute man Gebäude wieder auf. Im 20.Jahrhundert wurde alles modern überbaut, sodass nichts mehr von der Burg erkennbar ist.[4]
Im Mittelalter war der Ort im Besitz der Grafen von Weimar-Orlamünde. Ab dem Jahr 1346 ist eine Pfarrei unter dem Patronat der Grafen von Weimar-Orlamünde verbrieft. Seit 1594 ist ein Lehrer in Vippachedelhausen nachweisbar. Bis 1945 gab es lediglich eine Lehrkraft im Ort.
Bei Vippachedelhausen befindet sich der gleichnamige Stausee Talsperre Vippachedelhausen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Folgende Objekte des Ortes stehen unter Denkmalschutz:
- Kirche mit Kirchhof
Die Kirche ist in gotischem Stil errichtet. Im Osten erstreckt sich das Chorhaupt in polygonaler Form. Hieran folgt das langgestreckte, vierjochige Schiff, welches vom Westturm begrenzt wird. Schweifhaube und Spitze stammen au dem Jahr 1669. In der Kirche sind mehrere Grabsteine, Epitaphe und Porträts aus dem 17. bis 19. Jahrhundert enthalten. Ein Kelch aus dem 15. Jahrhundert wird im Pfarramt verwahrt.
- Grab eines jugoslawischen Kriegsgefangenen im Kirchhof
- Gutshaus, Mühlgasse 76
Das Gut hatte mehrfache Besitzerwechsel zu verzeichnen. 1635 sind zwei Güter verbrieft, um 1765 erfolgte die Wiederzusammenlegung des Besitzes. Das Herrenhaus wurde 1795 erbaut. Von 1888 bis zu seinem Tod im Jahr 1931 war es im Besitz des Agrarhistorikers Max Güntz (1861-1931).
Am Südwestrand des Ortes befindet sich der Erlebnistierpark „tirica“.[5]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 224.
- ↑ Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 298.
- ↑ Michael Köhler: Thüringer Burgen ung befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 258.
- ↑ Erlebniswelt „tirica“ Vippachedelhausen auf der Website der Deutschen Tierpark-Gesellschaft, abgerufen am 12. April 2012
Weblinks [Bearbeiten]
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