Vlašim

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Vlašim
Wappen von Vlašim
Vlašim (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Benešov
Fläche: 4145 ha
Geographische Lage: 49° 42′ N, 14° 54′ O49.70555555555614.895277777778365Koordinaten: 49° 42′ 20″ N, 14° 53′ 43″ O
Höhe: 365 m n.m.
Einwohner: 11.769 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 258 01
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Luděk Jeništa (Stand: 2006)
Adresse: Jana Masaryka 302
25801 Vlašim
Gemeindenummer: 530883
Website: www.mesto-vlasim.cz

Vlašim (deutsch Wlaschim) ist eine Stadt in der Region Středočeský kraj in Tschechien.

Die Stadt befindet sich an der Blanice in der hügeligen Landschaft der Böhmisch-Mährischen Höhe. Wegen der geringen Industrieansiedlung blieb die Landschaft von ökologischen Schäden größtenteils verschont.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Ausgrabungen konnten eine Besiedlung bereits in der Zeit bis 30.000 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung nachweisen, vor etwa zweitausend Jahren siedelten sich Kelten in der Gegend an, etwa fünfhundert Jahre später Germanen, gefolgt von Slawen.

In alten Chroniken wird das Städtchen bereits im 13. Jahrhundert genannt. 1303 wurde erstmals die Burg erwähnt, die erste urkundliche Erwähnung der Stadt aus dem Jahr 1320 entdeckte Papst Pius XII. in Verbindung mit der Heiligsprechung der Agnes von Böhmen.

Bis 1363 herrschten in der Gegend die Herren von Wlaschim (z Vlašim). 1363 gelangte Wlaschim an die Jensteiner (Jenštejnové), die sich fortan ebenfalls von Wlaschim nannten. Unter Johann Očko von Wlašim wurde das Städtchen zur Stadt erhoben. Von 1413 bis 1442 war Wlaschim im Besitz des Ritters Jan von Chotěmice, der es an die die Herren Trčka von Lípa verkaufte, die die Stadt stark verschuldeten. 1546 verkauften sie Wlaschim dem Ritter Markvart Stranovský ze Svojovic, dem 1550 die Ritter Klenovští ze Ptení folgten. Von diesen gelangte es 1588 an die Ritter Vostrovcové z Kralovic, die es sich zur Aufgabe machten, die Schulden der Stadt abzutragen. Deren Vertreter Johann gehörte zu den dreißig Direktoren, die gegen König Ferdinand auftraten. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde er zum Tod verurteilt, seine Strafe jedoch in lebenslängliche Haft umgewandelt. Sein Vermögen fiel der Krone Böhmen zu und die Stadt 1621 an die Herren von Talmberg.

Durch die nachfolgende Rekatholisierung kam es zu Aufständen der überwiegend protestantischen Bevölkerung. Die Bauern und Bürger eroberten und plünderten Schlösser in Rataje, Domašín und Wlaschim. Nach der Plünderung des Barbara-Klosters in Beneschau wurden die geschlagen, inhaftiert oder hingerichtet. Die Stadt wurde besetzt und geplündert. 1645 eroberten während des Dreißigjährigen Krieges die Schweden Wlaschim, setzten die Stadt in Brand und plünderten.

Nach weiteren kurzfristigen Besitzerwechseln gelangte Wlaschim 1744 an die Fürsten von Auersperg die Stadt bis 1945 hielten.

1895 wurde Wlaschim an die Eisenbahn angeschlossen, 1914 ein Elektrizitätswerk mit Turbinen der österreichischen Firma J.M. Voith und Ausrüstung der Firma AEG in Betrieb genommen. 1918 bildete den Schwerpunkt des Wirtschaftslebens die Schuhindustrie, 1935 kam eine Waffenfabrik hinzu.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Vlašim besteht aus den Ortsteilen Bolina, Domašín, Hrazená Lhota, Nesperská Lhota, Polánka, Vlašim und Znosim.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • František Augustin Slavík: Dějiny města Vlašimě. 1994

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vlašim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)