Voith-Arena

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Voith-Arena
Die Voith-Arena in Heidenheim
Die Voith-Arena in Heidenheim
Frühere Namen

Albstadion (bis 2009)
GAGFAH-Arena (2009–2010)

Daten
Ort DeutschlandDeutschland Heidenheim an der Brenz, Deutschland
Koordinaten 48° 40′ 6,7″ N, 10° 8′ 21,5″ O48.66852910.139319Koordinaten: 48° 40′ 6,7″ N, 10° 8′ 21,5″ O
Eigentümer Stadt Heidenheim
Betreiber 1. FC Heidenheim 1846 e.V.
Eröffnung 4. September 2010
Erstes Spiel 1. FC Heidenheim - VfB Stuttgart 2:3
Erweiterungen 2009, 2012, 2013, 2014
Oberfläche Naturrasen
Kosten ca. 20,6 Mio. Euro
Architekt Dietbert E. Trägner
Kapazität 13.000 Plätze [1]
Verein(e)

Die Voith-Arena (ehemals GAGFAH-Arena bzw. Albstadion) ist ein Fußballstadion in Heidenheim. Es ist die Heimstätte des Fußballzweitligisten 1. FC Heidenheim 1846. Das Stadion verfügt derzeit über 13.000 Plätze (davon ca. 4000 Sitzplätze). Es liegt auf dem Heidenheimer Schlossberg, unweit von Schloss Hellenstein auf 555 Metern über NN. Eigentümer ist die Stadt Heidenheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1970 beschloss die Stadt Heidenheim den Bau eines Fußball- und Leichtathletikstadions auf dem Schlossberg. Ein Jahr später wurde das Albstadion eingeweiht. 1972 trug der Heidenheimer Sportbund (hsb) sein erstes Fußballspiel in der Amateurliga Nordwürttemberg im Albstadion aus. Ein Jahr später wurde die erste Sitzplatztribüne fertiggestellt. Sie verfügte damals über 700 Plätze und bildet heute das Kernstück der Südtribüne.

Das Albstadion 2008 vor dem Umbau
Umbau der Südtribüne der Voith-Arena, Heidenheim.
Erweiterung der Südtribüne der Voith-Arena, Heidenheim.

Erst mit dem Aufstieg des 1. FC Heidenheim in die 3. Liga folgten weitere Baumaßnahmen. Von Juni 2009 bis September 2010 wurde das ehemalige Mehrzweckstadion zu einer reinen Fußballarena umgebaut.

Am 17. Februar 2009 beschloss der Heidenheimer Gemeinderat den Bau eines neuen Fußballstadions an der Stelle des in die Jahre gekommenen Albstadions. Nachdem der Umbauplan zunächst eine Kapazität von 8.000 Zuschauern vorsah, wurde er nach dem Aufstieg des 1. FC Heidenheim in die 3. Liga abgeändert, da der DFB hier eine Mindestkapazität von 10.000 Zuschauerplätzen vorschreibt. Die Kosten für den Umbau stiegen damit auf rund 14,1 Millionen Euro an. Diese trug zum größten Teil die Stadt Heidenheim, die auch weiterhin Eigentümer des Stadions ist, sowie der FCH als Hauptnutzer. Der Umbau begann bereits einen Tag nach dem letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Nürnberg II im Juni 2009. Bereits das erste Heimspiel der Saison 2009/10 gegen den Wuppertaler SV konnte wieder in Heidenheim ausgetragen werden. Das Namensrecht der neuen Arena hatte zunächst die Immobiliengesellschaft GAGFAH erworben. Somit trug das Stadion für etwa eineinhalb Jahre den Namen GAGFAH-Arena.

Die Voith-Arena verfügt mit der Haupttribüne im Norden (2000 Sitzplätze), einer Gegentribüne, der früheren Haupttribüne im Süden (1000 Sitzplätze) und je einer Hintertortribüne auf der Ost- und Westseite des Stadions mit je 3.500 Stehplätzen über Platz für 10.000 Besucher. Die neue Haupttribüne beherbergt den FCH Business-Club mit 1.000 Plätzen und 17 Logen für insgesamt 1.000 Gäste. Außerdem sind seit Dezember 2010 die Geschäftsstelle des Vereins, das Eventbüro der Voith-Arena sowie der Fanshop in der Haupttribüne untergebracht. Im neu gestalteten Eingangsbereich finden sich hunderte Namen der Spender einer Bausteinaktion. In der Voith-Arena finden zusätzlich zu den ca. 25 Fußballspielen pro Jahr mehr als 100 Firmen- und Privatveranstaltungen sowie Stadionführungen statt.

Wahrzeichen des Stadions sind die markanten Flutlichtmasten, die schräg über das Spielfeld ragen. Das Spielfeld ist mit einer Rasenheizung versehen. Weitere Besonderheiten sind die Nähe der Zuschauerplätze zum Spielfeld, die maximal sieben Meter von der Seitenlinie entfernt sind, sowie die steil geneigten Tribünen. Beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 30. April 2010 wurde die 6 x 4 Meter große Videowand in Betrieb genommen. Sie stammt vom alten Aachener Tivoli und befindet sich in der Ecke zwischen West- und alter Haupttribüne

Beim Bau der Arena wurde das Ziel verfolgt, das erste energieneutrale Stadion im deutschen Profifußball zu errichten. Hierzu wurden auf drei Tribünendächern Solarkollektoren montiert sowie hinter der Westtribüne ein Regenwasserspeicherteich für die Rasen-Bewässerung angelegt.

Oberhalb des Stadions entstanden zwei neue Trainingsplätze, einer davon mit Rasenheizung und Kunstrasen. An diesem Kunstrasenplatz wurde die erste und derzeit einzige sogenannte Kick-Back-Anlage Deutschlands installiert. Dabei kommt der auf die Betonwand geschossene Ball mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Flugbahnen zurück und fordert den Schützen zu schnellen Reaktionen heraus, wobei ein sehr hoher Trainingseffekt erzielt wird. Die 42 Meter lange Anlage wurde von der Scos GmbH entwickelt und gebaut.

Die offizielle Einweihung der Voith-Arena fand am 4. September 2010 durch ein Freundschaftsspiel des 1. FC Heidenheim gegen den Erstligisten VfB Stuttgart statt (Endstand 2:3). Beim Heimspiel gegen den VfR Aalen am 19. März 2011 war das Stadion erstmals ausverkauft. Die erste Liveübertragung aus der Voith-Arena war der 2:0-Sieg der deutschen U20-Herren-Nationalelf am 7. Oktober 2010 gegen die Schweiz.

Am 24. Februar 2011 wurde der Name des Stadions in Voith-Arena geändert, nachdem das ortsansässige Maschinenbauunternehmen Voith GmbH die Namensrechte für die nächsten zehn Jahre erworben hatte.[2]

Bis Ende 2013 wurde die Südtribüne des Stadions ausgebaut und die beiden angrenzenden Kurven geschlossen. Inzwischen bietet das Stadion 13.000 Zuschauern Platz. Auf dem Vorplatz der Osttribüne wurden eine Stadiongaststätte sowie ein Fanartikel- und Eintrittskarten-Verkauf errichtet. Hinter der Süd-Ost-Kurve ist seit Juli 2014 ein Nachwuchsleistungszentrum untergebracht. Als Namensträger fungierte der Hauptsponsor des Zweitligisten, die Paul Hartmann AG. Am 26. Juli 2014 wurde das Jugendleistungszentrum im Zuge eines Testspiels gegen den VfB Stuttgart eingeweiht. Die Gesamtkosten dieser Erweiterungsmaßnahmen beliefen sich auf ca. 6,5 Mio. Euro, wovon die Stadt Heidenheim 3,6 Mio. beisteuerte. Der Rest wurde durch den Verein und Sponsoren gedeckt.[3]

Aufgrund des Aufstiegs in die 2. Bundesliga muss das Stadion laut DFL bis Mai 2015 über 15.000 Zuschauerplätze verfügen. An diese Bedingung knüpfte die DFL die Erteilung der Zweitliga-Lizenz für den 1. FC Heidenheim. Hierfür werden die beiden noch offenen Ecken zwischen der Haupttribüne im Norden und der Ost- bzw. Westtribüne bebaut. Am 29. Juli 2014 stimmte der Heidenheimer Gemeinderat einem Zuschuss zum Stadionausbau in Höhe von 2,5 Mio. Euro zu. Weitere 2 Mio. Euro steuert der Verein selbst bei. Bis zum Frühjahr 2015 sollen insgesamt 2000 neue Stehplätze und 20 weitere Logen entstehen.[4]

Ursprüngliche Pläne, das Stadion in Nord-Süd-Ausrichtung zu bauen oder ein neues Stadion nahe der Autobahnauffahrt zur A7 am Seeberg zu errichten, wurden wegen zu hoher Kosten wieder verworfen.


Panorama der Voith-Arena

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.voith-arena.de/index.php?id=517
  2. Fußball: Aus einstigem Albstadion wird jetzt die Voith-Arena, 25. Februar 2011. Abgerufen am 26. Februar 2011.
  3. http://www.liga3-online.de/heidenheimer-voith-arena-wird-ausgebaut/
  4. http://www.fc-heidenheim.de/news/detailansicht/archive/2014/juli/fch/ausbau-der-voith-arena-soll-bereits-im-september-starten.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Voith-Arena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien