Volker Spengler

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Volker Spengler (* 16. Februar 1939 in Bremen) ist ein deutscher Schauspieler am Theater und im Film.

Leben[Bearbeiten]

Volker Spengler war seit dem 14. Lebensjahr Seemann. Mit 18 Jahren begann er eine Kaufmannslehre. Von 1959 bis 1961 studierte Spengler an der Schauspielschule in Salzburg und am Reinhardt-Seminar in Wien.

Nach einem längeren Aufenthalt in den USA war er am Theater in Stuttgart zusammen mit Heinz Erhardt, in Hamburg mit Ida Ehre und in Frankfurt mit Fritz Rémond tätig. Ab 1967 war Spengler am Schillertheater in Berlin engagiert - dort spielte er 1968 unter der Regie von Fritz Kortner die Rolle des "Caliban" in Shakespeares "Sturm"; daneben war er in München und Köln tätig. Am Schauspiel Frankfurt/Main wirkte er u. a. mit in den Einar-Schleef-Inszenierungen "Vor Sonnenaufgang" von Gerhart Hauptmann (1987) und in der Uraufführung von Schleefs eigenem Stück "Die Schauspieler" (nach Maxim Gorkis "Nachtasyl, 1988). Mit Peter Palitzsch arbeitete er ebenfalls in Frankfurt zusammen: In "Leben Eduard des Zweiten von England" von Christopher Marlowe (1988) und als "Estragon" in Becketts "Warten auf Godot" (1991). Die Zusammenarbeit mit Palitzsch setzte sich fort am Berliner Ensemble (Shakespeares "Perikles"und Brechts "Baal", beides 1993, Tankred Dorsts "Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben" und Edward Bonds "Ollys Gefängnis", beides 1994, "Hamm" in Becketts "Endspiel", 1995) und am Düsseldorfer Schauspielhaus (als Gustaf Gründgens in Frank M. Raddatz' "Alles Theater - gewidmet Gustaf Gründgens" und Becketts "Das letzte Band", beides 1999). In Düsseldorf spielte Volker Spengler auch die Titelrolle in Brechts "Leben des Galilei", Regie Klaus Emmerich, im Jahre 2000. In der letzten Inszenierung von Heiner Müller, Brechts "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", 1995 am Berliner Ensemble, spielt Spengler die Rolle des "Giri".

Zwischen 1975 und 1981 wirkte Spengler in Filmen des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder mit; zunächst in Nebenrollen, später gelingt ihm der Durchbruch als Charakterdarsteller. So spielt er in Filmen wie Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel (1975), Satansbraten, Chinesisches Roulette (beide 1976), Bolwieser (1977), Die Ehe der Maria Braun (1978), Die dritte Generation (1979), Berlin Alexanderplatz (1980) und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982). Seine prägnanteste Rolle bei Fassbinder ist die des Transsexuellen Elvira Weißhaupt in "In einem Jahr mit 13 Monden" (1978). Neben seiner Tätigkeit am Theater arbeitet Volker Spengler in den 1980er-Jahren weiterhin in Film und Fernsehen, unter anderem in Filmen von Christoph Schlingensief und seinem früheren Schüler Claude Rudolph.

Seit 1993 ist Spengler als Schauspieler beim Berliner Ensemble verpflichtet, spielt jedoch auch häufig bei Rene Pollesch an der Volksbühne Berlin.

Im Film Der Unhold (1996) von Volker Schlöndorff spielte er neben John Malkovich und Gottfried John.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]