Würchwitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.017512.2275195Koordinaten: 51° 1′ 3″ N, 12° 13′ 39″ O

Würchwitz
Stadt Zeitz
Höhe: 195 m ü. NN
Fläche: 14,17 km²
Einwohner: 641 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06712
Vorwahl: 034426
Döbris Geußnitz Kayna Luckenau Nonnewitz Theißen Würchwitz Zeitz BurgenlandkreisKarte
Über dieses Bild

Lage von Würchwitz in Zeitz

Würchwitz ist seit dem 1. Juli 2009 ein Ortsteil der Stadt Zeitz im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis. Der Ort liegt etwa sieben Kilometer östlich der Kernstadt.

Ehemalige Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Würchwitz gehörten die Ortsteile Bockwitz, Lobas, Loitsch, Suxdorf und Stockhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Würchwitz wurde 1147 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ortsteil Suxdorf war 1570 von Hexenverfolgung betroffen. Eva Geißler, eine ältere Frau, geriet in einen Hexenprozess und wurde verbrannt.[1]

Zusammen mit Döbris, Geußnitz, Kayna und Nonnewitz wurde Würchwitz am 1. Juli 2009 in die Stadt Zeitz eingemeindet.[2] Letzter Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde war Klaus Rübestahl.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 31. Dezember):

  • 1990 - 766
  • 1995 - 759
  • 2000 - 719
  • 2001 - 715
  • 2002 - 683
  • 2003 - 658
  • 2007 - 641

Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

  • Milbenkäsemuseum Würchwitz
Bockwitzer Windmühle

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Bockwitzer Windmühle

Filmstudio[Bearbeiten]

Das Filmstudio Würchwitz bezeichnet sich als kleinstes Filmstudio der Welt. Bekannt ist die "Würchwitzer Olsenbande"

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Juni findet jährlich das Würchwitzer Kleefest statt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Käsemilben-Denkmal in Würchwitz
Vinothek in Würchwitz

In Würchwitz wird ein durch Ausscheidungen von Milben reifender Milbenkäse hergestellt. Der Käsemilbe wurde im Ort sogar ein Denkmal gesetzt. Siehe hierzu auch unter Sachsen-Anhaltische Küche.

Die Vinothek gehört zu den Weinbergen im Elstertal, die durch die Weinroute „Weiße Elster“ miteinander verbunden werden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Nördlich von Würchwitz verläuft die Bundesstraße 180. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Zeitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Christian Schubart, Edler von Kleefeld (1734–1787), Gutsbesitzer in Würchwitz und Landwirtschaftsreformer (seit 1851 erinnert ein Denkmal in Würchwitz an ihn)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 649; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 250.
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste

Weblinks[Bearbeiten]