Elsteraue
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Burgenlandkreis | |
| Höhe: | 143 m ü. NN | |
| Fläche: | 79,91 km² | |
| Einwohner: |
8981 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06729 | |
| Vorwahlen: | 034424, 03441 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 84 130 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 30 06729 Elsteraue |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manfred Meißner | |
| Lage der Gemeinde Elsteraue im Burgenlandkreis | ||
Die Gemeinde Elsteraue liegt an der Weißen Elster im Burgenlandkreis im Süden von Sachsen-Anhalt östlich bzw. nordöstlich der Stadt Zeitz im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Gemeinde entstand am 1. Juli 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bornitz, Draschwitz, Göbitz, Könderitz, Langendorf, Profen, Rehmsdorf, Reuden, Spora (mit dem Ortsteil Oelsen) und Tröglitz.[2] Der gemeinsame Verwaltungssitz befindet sich in Alt-Tröglitz im Industrie- und Gewerbepark, hervorgegangen aus dem Altindustriestandort „Hydrierwerk Zeitz“.
Während des Zweiten Weltkrieges (1944) wurde im heutigen Ortsteil Gleina und später in Rehmsdorf ein Außenlager des KZ Buchenwald für 4.300 Häftlinge eingerichtet, die in der Braunkohle-Benzin AG („Brabag“) von Zeitz Zwangsarbeit verrichten mussten. 33 Opfer der Zwangsarbeit wurden auf dem Ortsfriedhof von Gleina beerdigt.
Die Gemeinde Elsteraue wird von mittelständischen Unternehmen geprägt. Weiterhin spielen die Landwirtschaft durch die „Agrargenossenschaft Agricola Rehmsdorf“ eine bedeutende Rolle sowie der Braunkohlenabbau der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH im Abbaufeld „Schwerzau“ des Tagebaus Profen, der große Teile der Bornitzer, Draschwitzer, Reudener und Predeler Feldgemarkungen abbaggern wird.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat der Gemeinde Elsteraue setzt sich aus 20 Mandatsträgern wie folgt zusammen:
(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau oben fächerartig gestellt fünf goldene Ähren, unten ein goldenes Bergmannsgezähe, das Ganze umlegt mit 10 siebenstrahligen goldenen Sternen, davon je einer beidseits ins Obereck, die restlichen 8 in der unteren Schildhälfte bordweis gestellt.“
Das Wappen schuf der Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch. Die Farben der Gemeinde sind: Gelb-Blau.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
- Ortschaft Bornitz
- Ortschaft Draschwitz
- Ortschaft Göbitz mit den Ortsteilen Göbitz, Maßnitz und Torna
- Ortschaft Könderitz mit den Ortsteilen Könderitz, Minkwitz und Traupitz sowie Etzoldshain
- Ortschaft Langendorf mit den Ortsteilen Langendorf, Döbitzschen und Staschwitz
- Ortschaft Profen mit den Ortsteilen Profen, Lützkewitz und Beersdorf
- Ortschaft Rehmsdorf mit den Ortsteilen Rehmsdorf (mit Rumsdorf), Krimmitzschen und Sprossen
- Ortschaft Reuden mit den Ortsteilen Reuden, Predel und Ostrau
- Ortschaft Spora mit den Ortsteilen Spora, Prehlitz-Penkwitz, Oelsen und Nißma
- Ortschaft Tröglitz mit den Ortsteilen Tröglitz, Alt-Tröglitz, Kadischen, Burtschütz, Stocksdorf, Gleina und Techwitz
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Landschaftsschutzgebiet „Elsteraue“ mit Elster-Radweg und alten Kopfweidenbeständen
- Kirche Profen, erbaut 1495
- Tagebauaussichtspunkt „Schwerzau“ an der „Grünen Magistrale“ im Tagebau Profen
- Kirche in Gleina, eine der ältesten Sakralbauten im Burgenlandkreis
- Fachwerkhäusergruppe in Tröglitz, Ortsteil Kadischen
- Schiefer Kirchturmhelm in Predel, von der Bundesstraße 2 aus sichtbar
- Aufwendig gestaltete Fachwerkhäuser in fast allen Ortsteilen
- Kirche in Spora, erbaut vermutlich um 1200
- Wildgehege zwischen Profen und Auligk
- Klassizistische Kirche in Burtschütz von 1836
- Rittergut mit 1750 errichtetem Herrenhaus in Rehmsdorf
- Ehemaliges Weberhaus in Krimmitzschen
- Gedenkstein für die Opfer des KZ-Außenlagers „Wille“ (1944–45) gegenüber dem Bahnhofsgebäude in Rehmsdorf und auf dem alten Friedhof an der Kirche in Gleina
- Ausstellung und Dokumentationszentrum über das KZ-Außenlager „Wille“ im Bürgerhaus Rehmsdorf am Brunnenplatz
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Bildung [Bearbeiten]
In der Gemeinde bestehen zwei große Schulen. In Reuden wurde eine Gesamtschule eingerichtet, die die Schüler der Jahrgangsklassen 5-10 besuchen. Im Ortsteil Tröglitz wurde das ehemalige Grund- und Sekundarschulgebäude am Friedensplatz zur reinen Grundschule der Klassen 1-4 aller Schüler der einzelnen Orte umfunktioniert, damit der Schulstandort Tröglitz in dem 1950 bis 1953 errichteten Gebäude, das zugleich in seiner aufwendigen Gestaltung mit seinem Hauptportal unter Denkmalschutz steht, erhalten bleibt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Gottlob Bachmann (1763–1840), Komponist und Organist, geboren in Bornitz
- Otto Rohland (1828–1899), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, geboren in Etzoldshain
- Manfred Riedel (1936–2009), Philosoph
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
Weblinks [Bearbeiten]
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