Walapai

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Heutiges Indianerreservat (oben) und traditionelles Stammesgebiet (unten) im Bereich des Grand Canyon

Die Hualapai (auch Walapai, früher oft als Yuma-Apache bezeichnet), sind ein Upland-Yuma-sprechender Indianerstamm aus der Hoka-Sprachfamilie und gehören zur Gruppe der Hochland-Yuma (oft zusammenfassend als Pai bezeichnet). Der Name stammt von der Eigenbezeichnung Hah-wah-lah-pai-yah und bedeutet Volk des hohen Pinienbaums. Ursprünglich bewohnten die Pai das Gebiet nördlich der Quechan am oberen Colorado River im heutigen Bundesstaat Arizona im Südwesten der USA. Lange bevor die Spanier den Südwesten betraten, zogen sie nach Osten in die Plateau-Region des nordöstlichen Arizona. Aus dieser Originalgruppe entstanden drei separate Stämme: Yavapai, Havasupai und Walapai. Erst mit der Errichtung des Havasupai-Reservats für verschiedene nordöstlichen Gruppen (engl. bands) der Hualapai im Jahr 1880, begannen sich die Havasupai als eigenständiger Stamm zu identifizieren – und nicht mehr als nordöstlichste Gruppen der Hualapai.[1] Die Havasupai werden daher oft als Eastern Pai (‘Östliche Pai’) und die Walapai (Hualapai) als Western Pai (‘Westliche Pai’) bezeichnet. Wegen ihrer sich kaum von den benachbarten Tonto Apache unterscheidenden Lebensstils nannten die Spanier und später die Amerikaner die Walapai auch oft Yuma-Apache, da im Norden Mexikos das Wort ‘Apache’ oft zur Bezeichnung für ‘feindliche, kriegerische, räuberische Indianer’ wurde, ohne sprachliche, ethnische und kulturelle Differenzierung.

Wohngebiet[Bearbeiten]

Das Land der Walapai reichte im Süden fast bis zum Bill Williams River und Santa Maria River sowie bis zum Grand Canyon im Norden; im Westen bis an den Colorado River sowie Spirit Mountain und im Osten bis zum heutigen Seligman. Neben dem Colorado River war der Big Sandy River für die Walapai wichtig. Ihr Stammesgebiet bestand zumeist aus hügeligem, teilweise mit Gras oder Wäldern bedecktem Gelände, zerklüfteten Mesas, und tiefen Schluchten, wie dem Meriwhitica Canyon.

Im Westen lebten beiderseits des Colorado und entlang der Mündung des Bill Williams Rivers die mächtigen Mohave sowie im Südwesten entlang des unteren Colorado deren Verbündete, die kriegerischen Quechan – meist waren diese Stämme jedoch freundlich gesinnt. Die feindlichen Yavapai sowie deren Verbündete, die Tonto Apache, hatten ihre Wohngebiete im Süden und Osten. Das Stammesgebiet der verwandten und verbündeten Havasupai (damals nur die nordöstlichste, isolierteste und zugleich größte Walapai-Lokalgruppe, die zum Unterstamm der Plateau People zählte) grenzte im Nordosten direkt an das der Walapai, weiter im Osten hatten die Handelspartner der Hopi ihr Stammesgebiet. Im Norden lebten die Südlichen Paiute sowie im Nordosten die Diné.

Geschichte[Bearbeiten]

Möglicherweise wurden die Walapai 1540 von Hernando de Alarcón entdeckt. Der Kontakt zu den Spaniern beschränkte sich in der Folge auf einen kurzen Besuch von Marcos Farfan de los Gordos 1598 und von Pater Francisco Garcés im Jahre 1776, so dass die Probleme mit den Weißen erst mit der Ankunft der Amerikaner im Jahre 1852 begannen.

Foto des Walapais Ta'thamiche aus dem Jahre 1907

Zunächst waren die Beziehungen zu den Amerikanern friedlich, doch um 1865 brachen Unruhen aus, als sich Goldsucher und Viehzüchter die Quellen und Wasserlöcher der Walapai widerrechtlich aneigneten. Im April 1865 brachten betrunkene Siedler den Walapai-Häuptling Anasa um und die Indianer überfielen in der Folge Reisende auf dem Weg von Prescott, Arizona, zu den Flussübergängen des Colorado. Die Hualapai sandten Boten zu den Havasupai und sogar zu Yavapai und Tonto Apache, um sich deren Hilfe in ihrem Kampf gegen die US-Armee und amerikanische Goldsucher und Siedler zu sichern. Insgesamt gab es etwa 250 Hualapai-Krieger, und eine unbekannte Zahl von Yavapai- und Tonto-Apache-Verbündeten,[2][3]die gegen Hunderte von United States Army Truppen und Milizen kämpften. Die indianischen Kämpfer nutzten hierbei die sog. "Hit and Run"-Taktik des Guerillakriegs, d. h. Überfälle, Hinterhalte und Angriffe auf die Versorgungslinien der US-Armee sowie gezielte, "nadelstichartige" militärische Aktionen, die die US-Amerikaner zermürben sollten. Hierbei kam ihnen ihre traditionelle Organisation in unabhängigen Lokalgruppen und Banden zugute, da diese kleine, selbstständig operierende Kampfeinheiten bildeten, die sich durch hohe Mobilität und Flexibilität auszeichneten. Zudem kannten sie jedes Versteck und Wasserloch oder einen möglichen Platz für einen Hinterhalt in ihrem Land und operiert meist aus den Bergen heraus, welche optimales Rückzugsgebiet bildeten, in die sie sich nach Überfällen sofort wieder zurückzogen. Die Krieger konnten hierdurch dem militärisch überlegenen Gegner ausweichen. Ihr Erfolg war davon abhängig, ob es ihnen gelang, die Entscheidung darüber zu behalten, an welchem Ort, zu welcher Zeit und unter welchen Bedingungen die militärische Konfrontation mit der US-Armee stattfand und diese aus ihrem Wohngebiet und der Siedlungen mit ihrem Frauen und Kindern fernzuhalten.

Die bedeutendsten Häuptlinge und Anführer (Tokoomhet oder Tokumhet genannt) der Walapai waren während dieser Zeit: Wauba Yuba (Wauba Yuma von den Yavapai Fighters), Sherum (Shrum oder Cherum von den Ha Emete Pa'a der Middle Mountain People), Hitchi Hitchi (Hitch Hitchi von den Plateau People)[4] sowie Susquatama (Sudjikwo'dime, besser bekannt unter seinem Spitznamen Hualapai Charley, [5] von den Middle Mountain People). Es folgte das Friedensabkommen von Beale Springs, das aber nur neun Monate hielt. Nach der Ermordung des Häuptlings Wauba Yuba und der Gefangennahme fünf weiterer Unterhäuptlinge bei Verhandlungen mit General Gregg brachen weitere Unruhen aus, die in Überfällen auf Goldgräber-Lager und weiße Siedler gipfelten. Die U.S.-Kavallerie aus Fort Mojave antwortete unter Mithilfe von Mohave-Scouts mit Angriffen auf die Rancherias der Walapai und brannte sie nieder. Die Krieger der Walapai waren gefürchtet und wehrten sich verzweifelt dagegen, konnten aber der Übermacht nicht standhalten. Erst im Dezember 1868 gaben die Walapai unter der Führung des Häuptlings Leve Leve (Levi Levi von den Amat Whala Pa'a oder Mad hwa:la Ba:' der Yavapai Fighters)[6], einem Halbbruder der Häuptlinge Sherum und Hualapai Charley, auf, als sie von schweren Krankheiten, wie Keuchhusten und Dysenterie (Ruhr) heimgesucht wurden. Die letzten Krieger, angeführt durch den für seine Hartnäckigkeit berühmten Häuptling Sherum, ergaben sich erst 1870. Nachdem die Walapai sich ergeben hatten, äußerte ein US-General: „Er würde lieber gegen fünf Apache kämpfen als gegen die Hualapai”. Dieser Ausspruch war für sie eine große Auszeichnung, denn immerhin galten die Apache als die besten Guerilla-Kämpfer der Welt.

Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, mussten die Indianer an den Colorado in das Mojave-Reservat umziehen. Viele von ihnen erkrankten in der Hitze des ungewohnten Tieflandes und starben, bevor die Überlebenden zurück in ihr eigenes Land gingen. Doch in den beiden Jahren ihrer Abwesenheit hatten sich die Weißen noch mehr Indianerland angeeignet und die Walapai litten große Not, so dass sie zur Annahme der Regierungsverpflegung gezwungen waren, um zu überleben. Im Jahre 1883 wurde für sie ein Reservat in einer Gegend ihres Landes eingerichtet, welche die Amerikaner als ungeeignet für ihre Zwecke ansahen.

Weil die Walapai nicht kriegerisch und deshalb ungefährlich waren, betrachteten sie die Amerikaner mehrheitlich als unerträgliche Plage; in einer Zeitung, dem Mojave County Miner, war 1887 in einem Leitartikel zu lesen, dass die Rationen für die Indianer mit einer ausreichenden Menge an Arsen gemischt werden sollten, um das Problem zu lösen.

Lebensweise und Kultur[Bearbeiten]

Die Walapai waren ein kleiner Stamm, dessen Gesamtbevölkerung die Tausend nicht überschritt. Ihre winzigen Siedlungen bestanden gewöhnlich aus zwei oder drei Familien und waren auf dem wasserarmen Plateau überall dort verstreut, wo ein ständiger Wasservorrat zu finden war. Die Walapai betrieben etwas Feldbau, ernährten sich aber überwiegend von Wild und essbaren wilden Pflanzen.

Obwohl nicht besonders kriegerisch, kämpften sie doch gelegentlich gegen Paiute und Apachen. Besonders erbittert wurden die zu den Yavapai zählenden Yavapé und Tolkepaya bekämpft. Bei diesen Kämpfen, die wegen der bekannten gemeinsamen Herkunft und Sprache (Beleidigungen und Beschimpfungen im Kampf konnten die gegnerischen Parteien verstehen) besonders erbittert waren[7], kam es mindestens in einem Fall zu rituellen Kannibalismus (wenigstens auf der Seite der Walapai und Havasupai).[8] Friedliche Handelsbeziehungen hingegen bestanden mit den Mohave, Chemehuevi, Quechan sowie weiteren Stämmen im Gebiet des unteren Colorado Rivers. Bei diesen tauschten sie rote Farbpigmente, die sie im Diamond Creek Canyon förderten, gegen Muscheln sowie Feldfrüchte ein. Die Muscheln wiederum, zusammen mit roter Farbe, gegerbten Tierfellen, gesammelten Wüstenpflanzen – und Wurzeln tauschten sie mit den Havasupai und Hopi gegen Mais, anderen Lebensmitteln sowie Handwerksprodukten, von den Diné erhielten sie hingegen die berühmten Navajo-Decken sowie kunstvolle Türkis-Arbeiten. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, dass die Walapai um 1890 eifrige Teilnehmer des Geistertanzes waren, einer messianischen Bewegung, die von einem Paiute-Medizinmann namens Wovoka ausging. Zwei Jahre lang tanzte man die vorgeschriebenen Tänze und glaubte, die Toten würden dadurch wiederkehren und die verhassten Weißen würden verschwinden.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Heute bewohnen die Walapai die 4.020 km² große Hualapai Indian Reservation mit dem Hauptort Peach Springs, der etwa 80 km östlich der Stadt Kingman in Arizona liegt in den nördlichen Arizona counties Coconino, Yavapai und Mohave. 1883 wurde ein Jahr nach der Einrichtung der benachbarten Havasupai Indian Reservation die Hualapai Indian Reservation geschaffen. Das Reservat gliedert sich heute um zwei Ansiedlungen: Grand Canyon West, das touristische Zentrum, und Peach Springs, Verwaltungszentrum und Hauptort, in dem die meisten der Hualapai leben. Heute leben ca. 1.621, von denen 1.353 Hualapai-Stammesmitglieder sind, auf der Reservation. Von den heute bundesweit ca. 2.300 Hualapai leben diejenigen, die nicht innerhalb der Reservation leben, in der Nähe oder meist in Städten der Vereinigten Staaten.

Die Hualapai Indian Reservation umfasst jedoch nur Stammesgebiete, die nur vier Lokalgruppen (regional bands) als Teil ihres Stammesgebietes betrachteten, wie z.B. die Yi Kwat Pa'a (Iquad Ba:' – “Peach Springs band”) oder Ha'kasa Pa'a (Hak saha Ba:' – “Pine Springs band”) der Plateau People (Ko'audva Kopaya)-Großgruppe. Die anderen Lokalgruppen der Hualapai (inklusive die Havasupai) lebten weit entfernt von der heutigen Reservation.[9][10]

Der Name Peach Springs rührt von Pfirsichbäumen, die an einer Quelle wachsen. Doch mit diesem idyllischen Bild hat der Ort wenig gemein. Wie in den meisten anderen Indianerreservaten zehren auch die Menschen in der Hualapai Indian Reservation von ihrem kargen Land und leiden unter der hohen Arbeitslosigkeit. Die Auswirkungen von Alkohol und Perspektivlosigkeit spiegeln sich in den heruntergekommenen Hütten und Behausungen im ganzen Ort wider.

Wegen der begrenzten natürlichen Ressourcen müssen die meisten Hualapai das Reservat verlassen, um ihren Lebensunterhalt mit Lohnarbeit zu verdienen. Korbmacherei ist das einzige traditionelle indianische Handwerk, das heute noch betrieben wird. Alle Korbwaren der Walapai weisen eine diagonale Zwirnbindung auf; Bänder aus einfachen geometrischen Mustern in Farbe sind die einzige Dekoration. Heutzutage ist Viehzucht eine wichtige Lebensgrundlage der Walapai. Außer in einem begrenzten Gebiet im Hualapai Indian Reservation ist das meiste des Stammeslandes für den Ackerbau ungeeignet. Das Stammeseinkommen erwirtschaftet man aus dem Tourismus und Holzverkäufen.

Die Walapai betreiben den Erlebnispark Grand Canyon West außerhalb des Grand-Canyon-Nationalparks. Seine bekannteste Attraktion ist der Grand Canyon Skywalk, eine Stahlkonstruktion mit Glasboden und -wänden, die den Blick senkrecht nach unten in einen Seitencanyon erlaubt.

Sozio-Politische Organisation[Bearbeiten]

Ethnisch sind die Havasupai und Walapai (Hualapai) ein Volk (oder Stammesgruppe), obwohl – als Folge der willkürlichen Konzentration von Gruppen in Reservaten durch die US-Regierung – heute beide separate, politisch eigenständige Stämme bilden – und eine eigene Identität entwickelt haben.[11] Die Hualapai (Pa'a oder Pai – ‘Volk’) bestanden aus drei Großgruppen (oder Unterstämmen) – den Middle Mountain People im Nordwesten, Plateau People im Osten, und Yavapai Fighters im Süden (McGuire; 1983). Diese Großgruppen unterteilten sich in sieben Gruppen (engl. bands) (Kroeber; 1935, Manners; 1974), die wiederum aus 13 (ursprünglich 14)[12][13] Lokalgruppen (engl. regional bands or local groups) bestanden (Dobyns und Euler; 1970).[14] Diese Lokalgruppen setzten sich aus mehreren oder einer großen Familiengruppe (engl. extended family groups) zusammen, die jeweils in kleinen Siedlungen (rancherias) lebten.[15] Die Havasupai bildeten als Havasooa Pa'a ursprünglich nur die nordöstlichste, isolierteste und zugleich größte Walapai-Lokalgruppe der Nyav-kapai-Gruppe (‘Östliches Volk’), die zum Unterstamm der Plateau People zählten.[16]

Gruppen der Walapai[Bearbeiten]

Plateau People (Ko'audva Kopaya)[17] (lebten im Plateau und Canyon-Land östlich der Grand Wash Cliffs sowie im östlichen Hualapai Valley, die heutige Hualapai-Reservation umfasst Teile ihres Stammesgebiets, umfassten sieben Gruppen von West nach Ost)

  • Mata'va-kapai (“Nördliches Volk”)
    • Haduva Ba:' (“Clay Springs band”)[18]
    • Tafiika Ha'la Pa'a (“Grass Springs band”)

Dörfer (lagen am Rand der Grand Wash Cliffs): Hadū'ba, Hai'ya, Hathekáva-kió, Huwuskót, Kahwāga, Kwa'thekithe'i'ta, Mati'bika, Tanyika'

  • Ko'o'u-kapai (“Mesa Volk”)
    • Qwaq We' Ba:' (“Hackberry band”)
    • He:l Ba:' (“Milkweed Springs band”)

Dörfer (die größten Siedlungen lagen nahe Milkweed Springs und Truxton Canyon): Crozier (amerikan. Bez.), Djiwa'ldja, Hak-tala'kava, Haktutu'deva, Hê'l, Katha't-nye-ha', Muketega'de, Qwa'ga-we', Sewi', Taki'otha'wa, Wi-kanyo

  • Nyav-kapai (“Östliches Volk”, lebten im Colorado Plateau)
    • Yi Kwat Pa'a (Iquad Ba:' – “Peach Springs band”)
    • Ha'kasa Pa'a (Hak saha Ba:' – “Pine Springs band”, teilten sich zusammen mit den Havasooa Pa'a die nordöstlichsten Stammesgebiete der Walapai)[19]
    • Havasooa Pa'a (Hav'su Ba:', nennen sich selbst Havasu Baja oder Havsuw’ Baaja – “People of the Blue Green Water” – “Volk des blau-grünen Wassers”, lebten in mehreren Gruppen im Cataract Canyon, heute als Havasupai bekannt)

Dörfer (ohne die der Havasupai): Agwa'da, Ha'ke-takwi'va, Haksa', Hānya-djiluwa'ya, Tha've-nalnalwi'dje, Wiwakwa'ga, Yiga't

Middle Mountain People (Witoov Mi'uka Pa'a) (lebten in den Cerbat und Black Mountains sowie Teilen der Hualapai, Detrital, und Sacramento Valleys)

  • Soto'lve-kapai (“Westliches Volk”)
    • Wikawhata Pa'a (Wi gahwa da Ba:' – “Red Rock band”, lebten im nördlichen Teil des Gebietes)
    • Ha Emete Pa'a (Ha'emede: Ba:' – “Cerbat Mountain band”, lebten im südlichen Teil des Gebietes, meist in den Cerbat Mountains)

Dörfer (die meisten Siedlungen befanden sich nahe Wasserquellen entlang der östlichen Berghänge): Chimethi'ap, Ha-kamuê', Háka-tovahádja, Hamte', Ha'theweli'-kio', Ivthi'ya-tanakwe, Kenyuā'tci, Kwatéhá, Nyi'l'ta, Quwl'-nye-há, Thawinūya, Waika'i'la, Wa-nye-ha', Wi'ka-tavata'va, Wi-kawea'ta, Winya'-ke-tawasa, Wiyakana'mo

Yavapai Fighters (größte Gruppe, lebten im südlichen Gebiet des Walapai-Stammesgebiets, waren daher die ersten die die feindlichen Yavapai im Süden bekämpfen mussten – daher ihr Name, Gruppen von West nach Ost)

  • Hual'la-pai (Howa'la-pai – “Kiefern-Volk”)
    • Amat Whala Pa'a (Mad hwa:la Ba:' – “Hualapai Mountains band”, lebten in den Hualapai Mountains westwärts bis zum Colorado River Valley)

Dörfer (konzentrierten sich nahe Wasserquellen und Bachläufen im Norden ihres Gebietes): Hake-djeka'dja, Ilwi'nya-ha', Kahwa't, Tak-tada'pa

  • Kwe'va-kapai (Koowev Kopai – “Südliches Volk”)
    • Tekiauvla Pa'a (Teki'aulva Pa'a – “Big Sandy River band”, lebten in der Reichweite von immer wasserführenden Flüssen sowie entlang des Big Sandy River zwischen Wikieup und Signal sowie in den angrenzenden Bergen)
    • Burro Creek band (lebten an der Südspitze des Gebietes der Tekiauvla Pa'a, pflanzten entlang Bachläufen und in den Canyons und Plateaus entlang beiderseits des Burro Creeks, heirateten oft benachbarte Yavapai – daher oft von Amerikanern fälschlicherweise für Yavapai gehalten)[20]

Dörfer: Chivekaha', Djimwā'nsevio', Ha-djiluwa'ya, Hapu'k, Kwakwa', Kwal-hwa'ta, Kwathā'wa, Tak-mi'nva

  • Hakia'tce-pai (“Mohon Mountain Volk”, auch bekannt als Talta'l-kuwa, lebten in schwer zugänglichen Berggegenden)
    • Ha Kiacha Pa'a (Ha gi a:ja Ba:' – “Mohon Mountains band”, lebten in den Mohon Mountains)
    • Hwalgijapa Ba:' (“Juniper Mountains band”, lebten in den Juniper Mountains)

Dörfer: Hakeskia'l, Hakia'ch, Ka'nyu'tekwa', Tha'va-ka-lavala'va, Wi-ka-tāva, Witevikivol, Witkitana'kwa

Demografie[Bearbeiten]

James Mooney schätzte die Walapai auf 700 Angehörige im Jahr 1680. Alfred Kroeber gibt für die Zeit vor 1880 etwa 1000 Stammesangehörige an, während 1889 von 728, 1897 nur von 631, 1910 von 501, 1923 von 440 und 1937 von 454 Stammesmitgliedern berichtet wurde. Heute gibt es bundesweit wieder ca. 2.300 Walapai, von denen 1.353 Stammesmitglieder innerhalb der Reservation leben (2000 U.S. Census).[21] Jedoch beherrschen nur noch ca. 1.000 Walapai (2000 A. Yamamoto) ihre Muttersprache. Von den heute ca. 565 Havasupai hingegen sprechen noch 530 ihre Sprache.[22]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Hualapai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

Alfonso Ortiz (Hrsg.): Southwest. Vol. 9, 1979 ISBN 0-16-004577-0.
Alfonso Ortiz (Hrsg.): Southwest. Vol.10, 1983 ISBN 0-16-004579-7.
  • Tom Bathi: Southwestern Indian Tribes. KC Publications, Las Vegas 1995.
  • Christian W. McMillen: Making Indian Law: The Hualapai Land Case and the Birth of Ethnohistory. Yale University Press, New Haven, Conn. 2007.
  • Flora Gregg Iliff (1882-1959): People of the Blue Water. The University of Arizona Press, Tucson Arizona 85721, ISBN 0-8165-0925-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jeffrey P. Shepherd: We Are an Indian Nation: A History of the Hualapai People, University of Arizona Press (April 2010), Seite 229, ISBN 978-0816529049
  2. zu dieser Zeit wurde nicht zwischen Yavapai und Westliche Apache - insbesondere Tonto Apache - unterschieden. Wegen ihrer engen kulturellen sowie teilweise verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Tonto Apache, war damals die Bezeichnung Yavapai nicht üblich, da diese als Tonto Apache oder Apache-Mohaves betrachtet wurden
  3. Utley, Robert Marshall: Frontiersmen in Blue: The United States Army and the Indian, 1848-1865. University of Nebraska Press. ISBN 978-0803295506
  4. Walapai – Sociopolitical Organization
  5. weitere Varianten des Namens: Hualapai Charlie, Walapai Charley oder Walapai Charlie
  6. fälschlicherweise wird Leve Leve oft für einen Häuptling der Yavapai gehalten - jedoch war er nur Häuptling einer Gruppe der Yavapai Fighters, deren Bezeichnung auf ihre ständigen Kämpfe gegen die feindlichen Yavapai hinweist
  7. Timothy Braatz: Surviving Conquest: A History of the Yavapai Peoples, University of Nebraska Press, Lincoln 2003, S. 50.
  8. Timothy Braatz: Surviving Conquest: A History of the Yavapai Peoples, University of Nebraska Press, Lincoln 2003, ISBN 978-0-8032-2242-7, S. 50f.
  9. At the Crossroads of Hualapai History, Memory, and American Colonization: Contesting Space and Place
  10. About the Hualapai Nation (PDF; 5,0 MB)
  11. Jeffrey P. Shepherd: We Are an Indian Nation: A History of the Hualapai People, University of Arizona Press (April 2010), Seite 22-25, ISBN 978-0816528288
  12. Von diesen ursprünglichen 14 Hualapai-Lokalgruppen war die Red Rock band bereits vor der Ankunft der Amerikaner mit den anderen Lokalgruppen so vermischt und in diesen aufgegangen, so dass sie nicht mehr als eigenständige Gruppe wahrgenommen wurde
  13. Nina Swidler, Roger Anyon: Native Americans and Archaeologists: Stepping Stones to Common Ground, page 142, Alta Mira Press; 8. April 1997, ISBN 978-0761989011
  14. People of the Desert, Canyons and Pines: Prehistory of the Patayan Country in West Central Arizona, P. 27 The Hualapai (PDF; 10,6 MB)
  15. John R. Swanton: The Indian Tribes of North America, ISBN 978-0-8063-1730-4, 2003
  16. THE UPLAND YUMANS
  17. Thomas E. Sheridan: Arizona: A History, Seite 74, University of Arizona Press, 1995, ISBN 978-0816515158
  18. Alfonso Ortiz, William C. Sturtevant: Handbook of North American Indians, Volume 10: Southwest: 010, Govt Printing Office (Oktober 1983), ISBN 978-0160045790
  19. About the Hualapai Nation (PDF; 5,0 MB)
  20. Jeffrey P. Shepherd: We Are an Indian Nation: A History of the Hualapai People, University of Arizona Press, April 2010, ISBN 978-0816528288, Seite 142
  21. The Hualapai Tribe Website – About Hualapai
  22. Ethnologue – Languages of the World – Havasupai-Walapai-Yavapai