Wallace Werner

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Wallace „Buddy“ Werner (* 26. Februar 1936 in Steamboat Springs, Colorado; † 12. April 1964 bei Samedan, Schweiz) war ein US-amerikanischer Skirennläufer. Er gilt mit seinen Erfolgen in den 1950er und 1960er Jahren als einer der ersten Weltklasseskiläufer seines Landes.

Werner war eines von drei Geschwistern, die es im alpinen Skisport zu Spitzenresultaten brachten. Er gehörte ebenso wie seine Schwester Gladys und sein Bruder Loris von 1954 an der US-amerikanischen Skinationalmannschaft an.

1959 war er der erste US-Amerikaner, der in Kitzbühel die prestigeträchtige Hahnenkammabfahrt gewinnen konnte. Im selben Jahr sowie ein zweites Mal 1962 gewann er den Silver Belt in Sugar Bowl. 1956, 1960 und 1964 nahm er an den Olympischen Winterspielen teil, blieb aber ohne Medaille. Bei der Skiweltmeisterschaft 1958 in Bad Gastein wurde er Vierter im Slalom und Fünfter im Riesenslalom. Diesen Erfolg wiederholte er vier Jahre später mit einem fünften Platz im Riesenslalom bei der Weltmeisterschaft in Chamonix. Im Jahr 1963 gewann er Abfahrt, Slalom und Kombination des Harriman Cups in Sun Valley, nachdem er zwei Jahre zuvor dort bereits die Abfahrt gewonnen hatte. Von 1957 bis 1963 wurde er insgesamt sieben Mal US-amerikanischer Meister in allen Disziplinen.[1]

Nachdem die Rennsaison 1963/64 mit den US-amerikanischen Meisterschaften in Alaska geendet hatte, reiste Werner wieder nach Europa, um in den Schweizer Alpen in einem Skifilm von Willy Bogner mitzuwirken. Während der Dreharbeiten kam er auf der Trais-Fluors-Piste in der Nähe von Samedan bei einem Lawinenabgang ums Leben. Mit ihm starb die deutsche Skirennläuferin Barbara Henneberger.

In Erinnerung an ihn wurde im Skiresort seines Heimatortes Steamboat Springs der Storm Mountain in Mount Werner umbenannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. United States Ski Association (Hrsg.): A History. United States Ski Association. Colorado Springs 1967, S. 74–77.