Alpine Kombination

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Die alpine Kombination ist ein Wettkampf im alpinen Skisport und im Grasskilauf. Sie verbindet als Mehrkampfsportart mit der Kraft und Ausdauer belastenden Abfahrt bzw. dem Super-G und dem technisch anspruchsvollen Slalom zwei sehr unterschiedliche Wettbewerbe. Die Skisportler beweisen in der Kombination ihre fahrerische Vielseitigkeit.

Alpiner Skisport[Bearbeiten]

Super-Kombination[Bearbeiten]

Die Super-Kombination ist der aktuelle Modus der Alpinen Kombination. Sie besteht aus nur einem Slalomlauf sowie einem Abfahrts- oder Super-G-Lauf und wird üblicherweise an einem Tag durchgeführt. Früher waren beide Läufe verkürzt, seit der Saison 2009/2010 wird aber in beiden Läufen über die volle Länge gefahren. Einzige Ausnahme bildet dabei die Lauberhornabfahrt, die längste aller Abfahrten des Skiweltcups.

Die Reihenfolge der beiden Durchgänge ist zwar nicht festgelegt, in den meisten Fällen wird jedoch mit Abfahrt bzw. Super-G begonnen. Zum zweiten Teil des Wettbewerbs dürfen nur Sportler starten, die den ersten Teil beendet haben.

Die Super-Kombination wurde am 14. Januar 2005 in Wengen erstmals im Weltcup veranstaltet. Sieger wurde Benjamin Raich. Die erste Super-Kombination der Damen am 27. Februar 2005 gewann Janica Kostelić.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste internationale Kombinations-Wettbewerb bestand aus einem Abfahrts- und einem Slalomrennen und fand 1928 bei der Premiere der Arlberg-Kandahar-Rennen statt.

Bei allen Weltmeisterschaften außer 1931, 1950 und 1952 wurden Weltmeister in der Kombination ermittelt. Von 1956 bis 1980 wurden zusätzlich zu Abfahrt und Slalom auch die Ergebnisse der Riesenslaloms einbezogen. Dieser Modus wird auch als Dreier-Kombination bezeichnet und heute noch bei den Junioren-Weltmeisterschaften angewendet.

Bei den Olympischen Winterspielen 1936, als der alpine Skisport erstmals auf dem Programm stand, war die Kombination der einzige alpine Wettbewerb. Von 1952 bis 1984 wiederum war diese Disziplin nicht im olympischen Programm. Da aber bis 1980 die Olympischen Winterspiele gleichzeitig auch als Ski-Weltmeisterschaft galten, wurden Kombinations-Weltmeisterschafts-Medaillen an die drei bestplatzierten der Dreier-Kombination aus den olympischen Bewerben Abfahrt, Riesenslalom und Slalom vergeben.

Im Weltcup gab es ab der Saison 1974/1975 mehrere Kombinationen pro Winter. Diese setzten sich meist aus Einzelergebnissen von Abfahrten und Slaloms, mitunter aber auch aus Abfahrt und Riesenslalom oder Riesenslalom und Slalom sowie später auch aus Abfahrt und Super-G oder Super-G und Slalom zusammen.

Ab 1982 war die Kombination bei Weltmeisterschaften und ab 1988 bei Olympischen Spielen ein eigenständiger Wettbewerb, der sich aus einem verkürzten Kombinations-Abfahrtslauf und zwei ebenfalls kürzeren Kombinations-Slalomläufen zusammensetzte. Im Gegensatz dazu bestanden die Kombinationen im Weltcup zunächst weiterhin aus zwei Einzelrennen.

Ab 1994 wurden die Ergebnisse nicht mehr nach einem Punktesystem ermittelt, sondern die Laufzeiten von Abfahrt und Slalom einfach addiert. Durch diesen Modus wurden in der Regel die stärkeren Slalomläufer bevorzugt. Dieser Vorteil sollte ein Jahrzehnt später durch Einführung der Super-Kombination und die damit verbundene Reduktion auf nur einen Slalomlauf abgeschwächt werden.

Seit 2005 ist die Kombination in Form der Super-Kombination auch im Weltcup ein eigenständiger Wettbewerb. Von der Saison 2006/07 bis 2011/12 gab es für die Gewinner der Kombinations-Weltcupwertungen, so wie in den anderen Disziplinen, kleine Kristallkugeln.[1] Die letzte klassische Kombination fand bis 2013 einmal jährlich bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel statt. Sie setzt sich aus den Einzelergebnissen der Abfahrt am Samstag und des Slaloms am Sonntag zusammen und zählte ebenso wie die Super-Kombination zur Kombinations-Weltcupwertung.

Bei Weltmeisterschaften wird seit 2007 die Super-Kombination an Stelle der klassischen Kombination ausgetragen, seit 2010 auch bei den Olympischen Spielen.

Erfolgreiche Sportler[Bearbeiten]

Der Norweger Kjetil André Aamodt ist der erfolgreichste Medaillengewinner in der Kombination (WM: 3 Gold, 1 Silber, 1 Bronze; Olympia: 1 Gold, 1 Silber) und holte die meisten Siege im Disziplinenweltcup (5mal). Die meisten Einzelsiege in Weltcup-Kombinationen haben mit jeweils 11 Phil Mahre, Pirmin Zurbriggen und Marc Girardelli errungen.

Rekordhalterinnen bei den Damen sind Christl Cranz (5 Weltmeistertitel), Hanni Wenzel (8 Weltcup-Siege), Janica Kostelić und Maria Höfl-Riesch (Doppelolympiasiegerin und Weltmeisterin).

Grasski[Bearbeiten]

Die Kombination bestand zunächst aus Slalom und Riesenslalom. Ab der Einführung des Super-G im Jahr 1987 war die Kombination die Gesamtwertung aus einem Super-G-Rennen und einem Slalomrennen. Im Jahr 2007 wurde sie von der Super-Kombination abgelöst, bei der ein Super-G und nur ein Slalomdurchgang am selben Tag gefahren werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Disziplinenbeschreibung Ski Alpin. Österreichischer Skiverband. Abgerufen am 14. Mai 2013.