Bad Gastein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bad Gastein
Wappen von Bad Gastein
Bad Gastein (Österreich)
Bad Gastein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Fläche: 170,62 km²
Koordinaten: 47° 7′ N, 13° 8′ O47.11472222222213.1355555555561002Koordinaten: 47° 6′ 53″ N, 13° 8′ 8″ O
Höhe: 1002 m ü. A.
Einwohner: 4.223 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5640
Vorwahl: 06434
Gemeindekennziffer: 5 04 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karl-Heinrich-Waggerl-Straße 29
5640 Bad Gastein
Website: http://www.bad-gastein.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Steinbauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(21 Mitglieder)
12
5
4
12 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Bad Gastein im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Bad Gastein im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf den rechts des Wasserfalls liegenden Teil des Ortszentrums mit Kongresshaus, Rathaus und Hotelanlagen. (Aufnahme: 1997)
Blick auf den rechts des Wasserfalls liegenden Teil des Ortszentrums mit Kongresshaus, Rathaus und Hotelanlagen. (Aufnahme: 1997)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bad Gastein ist ein Kurbad und Wintersportort mit 4223 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Gasteinertal in Österreich. Die Gemeinde gehört zu den Nationalparkgemeinden des Nationalparks Hohe Tauern und liegt am Fuß des Graukogels. Neben den Kuranwendungen bietet das Tal Gelegenheit zu Erholung und Sport während des ganzen Jahres.

Lage, Umfang[Bearbeiten]

Bad Gastein am Fuße der Hohen Tauern, gegen das Radhausbergmassiv

Eine Besonderheit ist die Lage des Zentrums, das an den Steilhängen um den Wasserfall entstanden ist und sich durch sehr steile und enge Gassen kennzeichnet. An diesen Klippen wurden platzsparend mehrstöckige Häuser errichtet, sodass das Erscheinungsbild Bad Gasteins an eine Stadt erinnert („Wolkenkratzerdorf“). Der Höhenunterschied des Ortes zwischen Quellpark und Bahnhof beträgt ca. 80 Höhenmeter. Es ist möglich, durch die Benützung des Parkhausliftes (11 Stockwerke) weitgehend aufstiegsfrei vom Ortskern zum Bahnhofsgelände zu gelangen.

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Gastein, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Badgastein, Böckstein sowie Remsach und die Ortschaft Bad Gastein. Ortschaftsteile von Bad Gastein der Kategorie Dorf sind: Anlauftal, Bad Gastein, Badberg, Badbruck, Böckstein, Hinterschneeberg, Kötschachdorf, Kötschachtal, Patschgsiedlung, Remsach, Sportgastein (Naßfeld).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Orts- und Gemeindename[Bearbeiten]

Der Ort, Pongaurisch Boud Goschdei gesprochen, hieß in den letzten Jahrhunderten Wildbad bzw. Wildbad Gastein. Von 1906 bis 1996 hieß die Gemeinde Badgastein. Mit 1. Jänner 1997 wurde der Gemeindename auf Bad Gastein festgelegt. Der Name „Gastein“ geht auf zwei indogermanische Wurzeln zurück und bedeutet entweder „grauer Fluss“ oder „gischtender Fluss“. Das älteste noch vorhandene Dokument mit der Namensform „Gastuna“ findet sich 963 in einer Urkunde der Edlen Rosmuot. Der stilisierte Silberkrug im Gasteiner Wappen ist dem Siegel des Diepold von Gastein (1327) entnommen.

Verkehr[Bearbeiten]

Einen Bahnanschluss erhielt Bad Gastein Anfang des 20. Jahrhunderts. 1905 wurde der Streckenabschnitt Schwarzach-St. Veit – Bad Gastein, im Juli 1909 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. die Fortsetzung von Bad Gastein bis Spittal an der Drau eröffnet, womit die Tauernbahn fertiggestellt war.

Badeanlagen und Kurbetrieb[Bearbeiten]

Am Anfang waren die Badeanlagen Gemeinschaftsbäder, in denen sich die Badegäste mit Frühstück und Brettspielen die Zeit vertrieben. Für die erfolgreichen Badekuren des Mittelalters waren lange Badezeiten und auch die allgemein übliche lange Kurdauer von sechs Wochen erforderlich. Auch der Gasteiner Heilstollen bietet im Rahmen der Radonbalneologie natürliche Hilfe bei rheumatischen Erkrankungen.

Schon im Mittelalter verbreitete sich die Kunde von der Heilkraft der Gasteiner Thermen. Trotz der damals primitiven Bademöglichkeiten und Unterkünfte nahmen Fürsten und hohe Herren geistlichen Standes weite und beschwerliche Reisen zu den Thermalquellen auf sich. Das Thermalwasser wurde in offenen Holzrinnen von den Quellen zu den Gasthäusern geleitet, später in hölzernen Brunnenrohren. In das benachbarte Bad Hofgastein wurde das Heilwasser mittels Fässern und Pferdegespannen gebracht, bevor 1830 eine Thermalwasserleitung gebaut wurde.

Gasteiner Konvention[Bearbeiten]

Am 14. August 1865 wurde in Bad Gastein zwischen Österreich und Preußen die Gasteiner Konvention beschlossen, die das Kondominium über die infolge des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 erworbenen Herzogtümer Schleswig (preußisch verwaltet) und Holstein (österreichisch verwaltet) regelte.

Bergbau[Bearbeiten]

Im Ortsteil Böckstein liegen die Zentren des Goldbergbaues in den Hohen Tauern. Wichtigster Goldlieferant war zu allen Zeiten der Radhausberg. Im Jahr 1557 wurden aus Gastein und Rauris 830 kg Gold und das Dreifache an Silber in den salzburgischen Silberhandel (Ankaufsmonopol des Landesherren) eingeliefert. Der Bergbau auf Edelmetalle wurde 1616 verstaatlicht. Diese nun als „ärarisch“ bezeichnete Betriebsperiode dauerte bis 1865/1868.

Nach der Stilllegung durch den Staat übernahmen Privatinvestoren den Bergbau und gründeten die Erste Gewerkschaft Radhausberg. Sie dauerte bis 1904/1905. Dann interessierte sich der Schweizer Tunnelbauer Karl Imhof (1873–1944)[2] für den Bergbau, fand in dem Schweizer Tabakproduzenten Fritz Mayer einen Financier und rief die Zweite Gesellschaft Radhausberg ins Leben. Die wirtschaftlichen Erfolge waren gering. Von 1926 bis Herbst 1937 ruhte der Produktionsbetrieb. Nach einem kurzen Engagement des englischen Edron-Trusts betrieb ab Ende März 1938 die deutsche Bergbaufirma Preußag den Bergbau, erzielte aber keine Erfolge, führte aber zur Entstehung des heutigen Heilstollens. Heute erinnern das Böcksteiner Montanmuseum und der Verein Via aurea an die Vergangenheit.

Nachkriegsgeschichte[Bearbeiten]

Die rot markierten Gebäude, die einen Großteil des Zentrums ausmachen, stehen seit Jahren leer, Stand 2010

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde in Bad Gastein aus requirierten Hotels ein DP-Lager eingerichtet für jüdische so genannte Displaced Persons, von denen die meisten aus dem DP-Lager Ebensee nach Bad Gastein verlegt worden waren. Das Lager, in dem zeitweise bis zu 1300 Personen lebten, wurde im März 1946 aufgelöst.

Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg konnte sich Bad Gastein als mondäner Kurort gehobener Gesellschaftsschichten nicht mehr behaupten. Als Kompensation wurde ab 1946 der Wintersport-Tourismus errichtet. Des Weiteren siedelten sich durch die anerkannte Heilwirkung des radonhältigen Thermalwassers vermehrt Rehabilitationskliniken der Krankenkassen und Wellness-Hotels an.

Seit zehn Jahren verlagert sich der Schwerpunkt des Ortes zunehmend vom historischen Kern hinauf zum Bahnhofsareal. Dieser ist durch die ebene Lage, die Lage an der Bundesstraße und die unmittelbare Nähe von Bergbahnstation und Felsentherme für Touristen attraktiver und bequemer zu erreichen.

Spekulanten, die trotz Zusagen auf Renovierung ihre Immobilien brach liegen lassen, beschleunigen den Verfall des Ortskerns. So gehören fünf historische Gebäude, die einen wesentlichen Teil des Zentrums ausmachen (Haus Austria, Kongresshaus, Hotel Straubinger, Badeschloss, k. u. k. Postamt), einer Wiener Immobiliengruppe um den Finanzier Franz Duval.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Gastein

Bad Gastein bietet eine Vielzahl an naturhistorischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten. Herausragend sind die Wasserfälle im Ortszentrum und in Böckstein, die Gletschermühlen, die Hotelanlagen der Belle Époque. Geprägt wurde das architektonische Bild Bad Gasteins vor allem durch die Architekten und Baumeister Wolfgang Hagenauer, Josef Wessicken, Valentin Ceconi und Jacob Ceconi, Angelo Comini und Franz Franzmair.

  • Der Gasteiner Wasserfall mitten im Ort gilt als Wahrzeichen, der schon Motiv vieler Maler und Dichter war. Die Fallhöhe der Gasteiner Ache in drei Stufen beträgt insgesamt 200 m. Die durch Zerstäubung negativ ionisierte Luft ist ein wichtiges Kurmittel des Ortes.
Grand Hotel de l’Europe, 2007
  • Das Grand Hotel de l´Europe: Als sich der Linzer Bahnhofsrestaurateur Viktor Sedlacek 1906 bis 1909 durch den Bad Gasteiner Baumeister Angelo Comini (nach Plänen des Linzer Dombaumeisters Matthäus Schlager) ein Luxushotel im Zentrum des Kurortes errichten ließ und dieses am 29. Mai 1909 eröffnete,[3] zählte es mit seinen zehn Stockwerken zu den größten und modernsten Hotels der österreich-ungarischen Monarchie.[4] Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkaufte 1970 Alfred Sedlacek, Sohn des Erbauers Viktor Sedlacek, das Hotel an die Alpenländische Hotel- und Kuranstalt AG (Gruppe Turnauer), die den Hotelbetrieb allerdings nicht weiterführte. Es dauerte noch zehn Jahre, ehe 1980 Reinhardt Stefan Tomek (* 1945), Sohn eines Wiener Arztes, das Hotel mit seiner Wiedereröffnung am 22. Dezember 1982 und 170 Dauerarbeitsplätzen[5] zu neuem Leben erweckte. Dank großzügiger Renovierungen und zahlreicher Events gelang es ihm, Bad Gastein einen Hauch vom Monte Carlo der Alpen zu geben. Die finanziellen Belastungen waren jedoch für ihn zu groß, sodass er 1988 den Betrieb schließen musste. Im Laufe der Geschichte logierten in dem prunkvollen Hotelkomplex zahlreiche Mitglieder verschiedener Königsfamilien (König Ferdinand von Bulgarien, König Faisal I. vom Irak, Ibn Saud, Schah von Persien) sowie Industrielle (Wilhelm Opel), Schriftsteller und Musiker (Heinrich Mann, Robert Stolz, William Somerset Maugham, Liza Minnelli). Der gesamte Hotelkomplex mit seinen Apartmentwohnungen steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Heute befindet sich im Erdgeschoß das Casino der Casinos Austria. Auch das Gasteiner Museum, das zu den ältesten Museen des Bundeslandes außerhalb der Stadt Salzburg zählt, hat seine Heimat seit 2011 im Grand Hotel, da das Haus Austria, dem vorherigen Sitz, verkauft wurde.[6] Dem Berliner Musiker und Unterhaltungskünstler Friedrich Liechtenstein diente das Hotel als Drehort und Kulisse für eines der Musikvideos zu seinem Album Bad Gastein (2014).[7]
  • Das Hotel Weismayr im Ortszentrum (vormals Provenchère) wurde in den Jahren 1886–1888 von Angelo Comini nach den Plänen des Architekten Josef Wessicken neu erbaut. Noch heute wird es als Hotel geführt.
  • Das Hotel Straubinger liegt direkt am Gasteiner Wasserfall. Einst war es das größte Hotel im Kurort und verfügte zusammen mit seiner Dependance Hotel Austria über ca. 200 Zimmer. Das Hauptgebäude wurde von 1840 bis 1842 anstelle der 1509 errichteten Taverne am Mittereck erbaut und befand sich von 1602 bis 1980 im Besitz der Familie Straubinger. Im Hotel Straubinger wurde im Jahre 1865 die Gasteiner Konvention unterzeichnet. Eckart Witzigmann absolvierte von 1957 bis 1960 seine Kochlehre im Hotel Straubinger. Heute steht es leer und wartet auf einen neuen Investor.
  • Das Badeschloss, am Wasserfall gegenüber dem Hotel Straubinger gelegen, wurde von 1791 bis 1794 im Auftrag des Salzburger Fürsterzbischofs Josef Franz de Paula Hieronymus von Colloredo-Waldsee-Mels erbaut. Hier wohnte der deutsche Kaiser Wilhelm I. erstmals 1863 und dann bis 1887 jedes Jahr – außer 1866 –, wenn er sich in Bad Gastein zur Kur aufhielt. Seit einigen Jahren steht es leer und wartet auf einen neuen Investor.
  • Das Haus Austria im Zentrum beherbergte das Gemeindeamt, einen öffentlichen Lesesaal, das Gasteiner Museum sowie Geschäftslokale. Das Gebäude wurde im Auftrag der Familie Straubinger erbaut und im Jahre 1898 als „Hotel Austria“ eröffnet. Bis zum Verkauf im Jahre 1939 war es dem Stammhaus „Hotel Straubinger“ angeschlossen. Im Jahr 2008 übersiedelte das Gemeindeamt, seither steht das Gebäude leer.
  • Das vom Salzburger Architekten Gerhard Garstenauer geplante Kongresshaus ist ein imposanter Betonbau aus den 1970er Jahren im Ortszentrum, der an Stelle der alten Wandelbahn errichtet wurde. Gerhard Garstenauer erhielt für dieses Bauwerk 1975 den erstmals verliehenen Architekturpreis des Landes Salzburg. Der Betrieb für Kongresse und Veranstaltungen wurde mit Jänner 2007 eingestellt, und die Mietverträge einiger Geschäftslokale wurden aufgekündigt.
  • Der für die k.u.k-Zeit typische Bahnhof der Tauernbahn befindet sich nahe der Talstation der Stubnerkogelbahn. Bei der Eröffnung der Tauernbahn im September 1905 empfing der damalige Bürgermeister Carl Straubinger den im Salonwagen angereisten Kaiser Franz Joseph.
Blick auf Preimskirche, Hotel- und Kuranlagen im unteren Teil des Ortszentrums (Aufnahme: 1998)
  • Schloss Böckstein
  • Nikolauskirche (erbaut ca. 1380)
  • Gletschermühlen
  • das Gasteiner Museum (von April 1975[8] bis Oktober 2008 im Haus Austria) mit seiner umfangreichen Sammlung und Informationen über die Geschichte des Ortes wurde im November 2011 im Hotel de l’Europe neu eröffnet.[9]
  • Am Stubnerkogel besteht eine ganzjährig begehbare 140-Meter-Hängebrücke auf knapp 2.300 m Seehöhe, die Aussichtsplattform Glocknerblick und ein Felsenweg.
  • Der Gasteiner Heilstollen dient zur Therapie von rheumatischen Erkrankungen und bei chronischen Beschwerdesymptomen der Atemwege und Haut.
  • Felsentherme Gastein (vormals Felsenbad)
  • Im Bad Gasteiner Thermalquellpark quillt das Thermalwasser eindrucksvoll und völlig natürlich aus dem Felsen hervor.
  • Der Zirbenzauber am Graukogel mit seinem besonders schönen und uralten Zirbenbestand bekannt, manche Bäume sind fast 400 Jahre alt.
  • Das Montanmuseum Böckstein besteht aus einem alten Salzstadl und einem Säumerstadl, es kann auf einer funktionstüchtigen Erzaufbereitungsanlage der Weg vom Golderz zum Gold mit verfolgt werden.

Sport[Bearbeiten]

Skigebiet[Bearbeiten]

Das gemeinsame Skigebiet von Bad Hofgastein und Bad Gastein, die Skischaukel Schloßalm-Angertal-Stubnerkogel, ist Teil der Skiregion Gasteinertal des Schiverbunds Ski amadé und bietet über 80 km Piste, mit gesamt 5 Seilbahnen, 7 Sessel- und 7 Schleppliften.[10][11] Mit der Stubnerkogelbahn[12] gelangt man auf den Stubnerkogel (2250 m ü. A.). Mit der Skischaukel über das Skizentrum Angertal (1175 m) erreicht man die Schlossalm (2050 m), das zentrale Skigebiet von Bad Hofgastein.

Seit 2008 gibt es auf dem Stubnerkogel in der Stubnermulde einen Funpark (QPark Gastein), der hauptsächlich auf Anfänger und Fahrer mittleren Könnens ausgerichtet ist.

Im südlichen Teil von Bad Gastein liegt, erreichbar über eine mautpflichtige Straße von Böckstein aus, Sportgastein im Naßfeld mit dem Skigebiet Kreuzkogel – mit einer Höhe von 2650 m zugleich das höchste und schneesicherste Skigebiet im Gasteinertal.

Der dritte Bad Gasteiner Skiberg ist der Graukogel. Auf ihm wurde 1958 die Alpine Skiweltmeisterschaft ausgetragen. Bis 1988 war Bad Gastein mit den Silberkrugrennen Austragungsort alpiner Skiweltcuprennen der Damen.

Tennis[Bearbeiten]

In Bad Gastein wird ein WTA-Tennisturnier der Frauen ausgetragen. Das „Nürnberger Gastein Ladies“ auf dem Gelände des Hotels Europäischer Hof ist das einzige Open-Air-Turnier der WTA-Tour in Österreich.

Golf: Bad Gastein verfügt über einen 18-Loch Golfplatz

Persönlichkeiten mit Bezug zu Bad Gastein[Bearbeiten]

  • Angelo Comini * 13. September 1839 in Artegna (Friaul), † 16. Mai 1916 ebenda; bedeutendster Baumeister in der Geschichte Gasteins; baute u.a. das bekannte Hotel de l’Europe und den Kaiserhof. Führte auch Umbauten am Hotel Straubinger durch.
  • Franz Xaver Franzmair * 22. Februar 1901 in Timelkam bei Vöcklabruck, † 13. Mai 1988 in Salzburg; Hotelier und Baumeister (Hotelanlagen, Felsenbad), Ehrenbürger Bad Gasteins
  • Uta Franzmair * 19. September 1935 in Bad Gastein; Schauspielerin „Uta Franz“ (Sissy-Filme 1955–1957)
  • Gerhard Garstenauer * 22. Jänner 1925 in Fusch; Architekt (Felsenbad, Kongresszentrum, Sport-Gastein)
  • Siegfried Grabner * 4. Februar 1975; Snowboardprofi, Ehrenbürger seit 2014
  • Fritz Gruber * 28. Mai 1940 in Spittal an der Drau; Montan- und Lokalhistoriker für das Gasteinertal und Botaniker
  • Thea Hochleitner * 10. Juli 1925 in Bad Gastein; Skirennläuferin der 1950er Jahre, Teilnahme an den Olympischen Winter-Spielen 1956 in Cortina d’Ampezzo (Bronzemedaille im Riesentorlauf)
  • S. Karl Huber * 25. Mai 1907 in Salzburg, † 15. Jänner 1978 in Salzburg; Architekt
  • Franz Schubert * 31. Januar 1797 in Wien, † 19. November 1828 ebenda; schuf nach einem Urlaub in Bad Gastein (14. August bis 4. September 1825) die berühmte „Gasteiner Symphonie“
  • Hans Senger * 25. Mai 1925 in Bad Gastein, † 11. Mai 2004 in Heiligenblut; Skirennläufer der 1950er Jahre, Teilnahme an den Olympischen Winter-Spielen 1952 in Oslo
  • Karl Straubinger * 4. August 1855 in Bad Gastein, † 19. Dezember 1924 in ebenda; Hotelier, Bürgermeister (1882–1917), Ehrenbürger Bad Gasteins
  • Georg Thomalla * 14. Februar 1915 in Kattowitz (Oberschlesien), † 25. August 1999 in Starnberg (Bayern); Schauspieler
  • Karl Heinrich Waggerl * 10. Dezember 1897 in Bad Gastein; † 4. November 1973 in Schwarzach im Pongau; Schriftsteller, Ehrenbürger Bad Gasteins
  • Theodor von der Wense * 29. Jänner 1904 in Gmunden; † 18. April 1977 in Innsbruck; Mediziner und Autor mehrerer Werke zum Gasteiner Thermalwasser
  • Josef Wessicken * 10. August 1837 in Salzburg (Griesgasse); † 19. Oktober 1918 ebenda; Architekt
  • Erwin Wexberg * 12. Februar 1889 in Wien, † 10 Jänner 1957 in Washington; Individualpsychologe und Arzt (Schüler Alfred Adlers)
  • Alois Windischbauer * 8. Jänner 1846 in Wels, † 22. Jänner 1917 in Bad Gastein; Hotelier, Begründer der Windischbauer-Dynastie (Elisabethpark, Kaiserhof, Gasteinerhof, Savoy, Regina, Astoria, Söntgen)
  • Elisabeth „Liesl“ Windischbauer *1912 in Badgastein; Skirennläuferin (WM- und Olympiateilnahme) für Österreich und Deutschland in den 1930er Jahren
  • Eckart Witzigmann * 4. Juli 1941 in Hohenems; aufgewachsen in Bad Gastein; Haubenkoch, ihm wurde 1994 der Titel „Koch des Jahrhunderts“ vom Gault-Millau verliehen, Ehrenbürger Bad Gasteins
  • Jörg Wörther * 8. Juli 1958 in Bad Gastein; Haubenkoch
  • Bernhard Zimburg * 31. Mai 1954 in Bad Gastein; Botschafter in Algerien, Indonesien und Japan
  • Heinrich Zimburg * 18. Mai 1895 in Mährisch-Weißkirchen; † 30. März 1978 in St. Johann im Pongau; Kurdirektor (1934–1964) und Lokalhistoriker. Herausgeber der „Bad Gasteiner Badeblätter“ von 1935 bis 1970
  • Maria Zittrauer * 10. Jänner 1913 in Bad Gastein (Ortsteil Bad Bruck); † 6. Juni 1997 ebenda; Lyrikerin, Trakl-Preis-Trägerin 1952

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Gruber: Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau – Badewesen – Bauwerke – Ortsnamen – Biografien – Chronologie (30. Ergänzungsband der Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde). Bad Gastein 2012, Eigenverlag des Rotary Clubs Bad Gastein, 528 Seiten, 838 Anmerkungen, 265 meist färbige Bilder, ISBN 978-3-200-02728-2.
  • Fritz Gruber: Das alte Gastein (Bildband mit ausführlichen Texten). Unser Land im Bild/Schriftenreihe des Gasteiner Museums Band 1, ZDB-ID 2289434-2. Rauter by HLP-Kommunikation, St. Johann im Pongau 1993.
  • Fritz Gruber, Karl Imhof: Altböckstein und die jüngere Geschichte der Tauerngoldproduktion. Zweite, erweiterte Auflage. Böcksteiner Montana, Band 1.1979, ZDB-ID 1094833-8. Montanverein Altböckstein, Böckstein 2005.
  • Rosalie Koch: Wildbad Gastein. In: —: Sagen. Baumgärtner, Leipzig 1847, S. 15–32. – Volltext online.
  • Laurenz Krisch: Der Bad Gasteiner Karl Heinrich Waggerl. Festschrift anläßlich seines 100. Geburtstages 1997. Schriftenreihe des Gasteiner Museums, ZDB-ID 2289434-2. Gasteiner Museum, Bad Gastein 1996.
  • Laurenz Krisch: Angelo Comini, der bedeutendste Baumeister in der Geschichte Bad Gasteins. Schriftenreihe des Gasteiner Museums, ZDB-ID 2289434-2. Gasteiner Museum, Bad Gastein 1997.
  • Laurenz Krisch: Der Salzburger Architekt Josef Wessicken und sein Wirken in Bad Gastein. Schriftenreihe des Gasteiner Museums, ZDB-ID 2289434-2. Gasteiner Museum, Bad Gastein 2004.
  • Laurenz Krisch: Der Bad Gasteiner Baumeister Franz Xaver Franzmair und seine Architekten. Schriftenreihe des Gasteiner Museums, ZDB-ID 2289434-2. Gasteiner Museum, Bad Gastein 2005.
  • Laurenz Krisch: Bad Gastein während der NS-Herrschaft. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSL), Nr. 147 (2007), ISSN 0435-8279, S. 255–322.
  • Laurenz Krisch: Die jüdischen „Displaced Persons“ in Bad Gastein während der unmittelbaren Nachkriegszeit. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSL), Nr. 148 (2008), ISSN 0435-8279, S. 357–382.
  • Laurenz Krisch: Die Geschichte des Grand Hotel de l’Europe in Bad Gastein. Schriftenreihe des Gasteiner Museums, ZDB-ID 2289434-2. Gasteiner Museum, Bad Gastein 2009.
  • Heinrich von Zimburg: Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tales. Braumüller, Wien 1948 (384 Seiten mit 66 Abbildungen).
  • Heinrich von Zimburg: Die Baudenkmäler von Badgastein. (Enthält: Die Nikolauskirche in Badgastei. Die Sankt Preimskirche in Badgastein. Die Kirche „Maria von dem guten Rate“ in Böckstein.) Verlag der Kurverwaltung Bad Gastein, Bad Gastein 1963, ZDB-ID 2292760-8.
  • Heinrich von Zimburg, Fritz Gruber: 500 Jahre Badehospiz Badgastein. Schriftenreihe des Landespressebüros, Presse- und Informationszentrum des Bundeslandes Salzburg, Salzburg Dokumentationen, Band 99, ZDB-ID 843562-5. Landespressebüro, Salzburg 1989, ISBN 3-85015-079-8. (Beigefügte Werke: Fritz Gruber: Die Strochner-Stiftung anno 1489 und die ältere Geschichte des Armenbadspitals in Badgastein sowie Heinrich Zimburg: Die neuere Geschichte des Badehospizes Badgastein.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Gastein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Gasteinertal – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Gastein – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 7. Bad Gastein. In: Österreichischer Amtskalender. Jusline Österreich/Verlag Österreich, Wien 2002.
  2. Heinrich Kunnert: Imhof, Karl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 10, Duncker & Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-00191-5, S. 152 f. (Digitalisat).
  3. Badgastein (…) Eröffnung des Hotel „Europe“. In: Salzburger Chronik, Nr. 122/1909 (XLV. Jahrgang), 1. Juni 1909, S. 2, unten rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/sch.
  4. Ein neues Hotel in Badgastein. In: Salzburger Chronik, Nr. 121/1909 (XLV. Jahrgang), 29. Mai 1909, S. 6, Mitte unten. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/sch.
  5. Das Grand Hotel de l’Europe im Zentrum von Badgastein. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. Februar 1983, S. 20.
  6. Gasteiner Museum im Salkzburgwiki abgerufen am 21. Juli 2013
  7. Friedrich Liechtenstein: Das Badeschloss (Made for the Future) // BAD GASTEIN. Abgerufen am 16. November 2012.
  8. Heimatmuseum für Badgastein. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 10. April 1975, S. 18, Mitte rechts.
  9. Geschichte des Museums. Gasteiner Museum, abgerufen am 24. Februar 2012.
  10. Skiregion Gasteinertal: Skigebiet Schloßalm-Angertal-Stubnerkogel; Skiregion Gasteinertal: Skigebiet Sportgastein; Skiregion Gasteinertal: Skigebiet Graukogel. Ski amadé.
  11. Bad Gastein. bergfex.at – mit Pistenkarte.
  12. Eröffnet am 20. Jänner 1951 als modernste Seilschwebebahn Europas. — Die modernste Seilbahn Europas in Bad Gastein. In: Arbeiter-Zeitung, 24. Jänner 1951, S. 3, Spalte 4 Mitte.