Waterbury (Vermont)

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Waterbury
Waterbury (Vermont)
Waterbury
Waterbury
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 7. Juni 1763
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Washington County

Koordinaten: 44° 22′ N, 72° 46′ W44.36812-72.758622188Koordinaten: 44° 22′ N, 72° 46′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 5064 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 40,6 Einwohner je km²
Fläche: 128,7 km² (ca. 50 mi²)
davon 124,8 km² (ca. 48 mi²) Land
Höhe: 188 m
Postleitzahl: 05671
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-76975

GNIS-ID: 1462244
Webpräsenz: www.WaterburyVT.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Waterbury[1] ist eine Gemeinde im Washington County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 5.064 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Das Gebiet liegt inmitten der Green Mountains und wird vom Winooski River durchflossen. Montpelier liegt 17 km südöstlich, Burlington 40 km nordwestlich des Gebietes. In der Town Waterbury sind drei Siedlungskerne zu finden: das Village Waterbury, Waterbury Center und Colbyville.

Die Town wurde am 7. Juni 1763 als Teil der New Hampshire Grants durch Gouverneur Benning Wentworth ausgerufen, aber erst ab 1784 dauerhaft besiedelt. Die erste Stadtversammlung, mit der die verwaltungstechnische Unabhängigkeit der Town festgestellt wurde, fand am 31. März 1790 statt. Waterbury wurde in erster Linie landwirtschaftlich genutzt, aber zwei größere Wasserläufe boten die Möglichkeit, auch Getreide- und Holzmühlen zu errichten.[3] Daraus entwickelte sich rasch eine lokale Industrie, die zum Teil auch innovativ wirkte. So entwickelten die Colby-Brüder, später wichtige Unternehmer Vermonts, hier ab 1856 in einer stillgelegten Schnapsbrennerei die erste Weidenrinden-Schälfabrik; Weide war für den Bau von Kisten und Körben damals eine unabdingbare Grundlage. Einen deutlichen Flächenzuwachs verzeichnete die Town Ende Oktober 1850, als ihr einige Flächen aus der benachbarten Town Middlesex zugeschlagen wurden, die damals neu zugeschnitten wurde.[4]

Bereits 1849 war Waterbury über die Bahnstrecke Windsor–Burlington an das wachsende Schienennetz der Vereinigten Staaten angeschlossen worden, was aber durch die örtliche Industrie kaum genutzt wurde. Der Personenverkehr war dagegen erheblich. Im Jahr 1897 wurde der Bahnhof in Waterbury deswegen zusätzlich von einer Überlandstraßenbahn, der Straßenbahn Waterbury–Stowe, angefahren, die bis 1932 bestand. Der zunehmende Individualverkehr und die sinkenden Beförderungszahlen führten zu einer Vernachlässigung der Strecke, bis 1966 der Personenverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt wurde. Nach einer ersten Sanierung der Strecke war Waterbury zwischen 1977 und 1995 mit dem Expresszug The Montrealer mit der kanadischen Metropole Montreal verbunden. 1995 wurde diese Zugverbindung eingestellt und durch den Expresszug The Vermonter ersetzt, der seither die Gemeinde mit Washington verbindet.

Die kommerzielle Grundlage des Ortes bildet heute der Tourismus. Waterbury dient als zentraler Standort für eine größere Zahl von Sommer- und besonders Wintersportzielen in einem Umkreis von 50 Kilometern. Zusätzlich sind zwei größere Firmen mit ihrem Hauptsitz hier angesiedelt: die auch in Europa vertretende Speiseeisproduktion Ben & Jerry’s sowie eine Kaffeerösterei, die Green Mounain Coffee Roasters.

In der Town werden alle Schulformen bis zur Highschool angeboten; eine öffentliche Bücherei komplettiert das Bildungsangebot. Als Religionsgemeinschaften finden sich eine römisch-katholische, eine wesleyanische Gemeinde und eine Niederlassung der United Church of Christ; zudem gibt es zwei methodistische Kirchen. Das zuständige Krankenhaus findet sich in Berlin. Die Interstate 89 liegt am Südrand der Town und stellt die wichtigste Verkehrsanbindung dar.

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Waterbury im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 24. Mai 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 182f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4.  A.J. Coolidge and G.B. Mansfield: A History and Deskription of New England, General and Local. 2. Band, Austin Coolidge, Boston 1859, S. 933f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).