Welwyn Garden City

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.800277777778-0.20638888888889Koordinaten: 51° 48′ N, 0° 12′ W

Karte: Vereinigtes Königreich
marker
Welwyn Garden City
Magnify-clip.png
Vereinigtes Königreich
Parkway Fountain in Welwyn Garden City

Welwyn Garden City ist eine Stadt in Hertfordshire, England, Vereinigtes Königreich mit 43.252 Einwohnern (Volkszählung 2001).

Name[Bearbeiten]

Der Name Welwyn Garden City (Aussprache: ['wɛlɪn]; dt. Übersetzung: Welwyn Gartenstadt) wird oft zu WGC oder Welwyn GC abgekürzt. Es sollte nicht mit Welwyn (auch Welwyn Village oder Old Welwyn) verwechselt werden, denn das ist eine eigenständige Gemeinde einige Kilometer nordwestlich von WGC.

Geschichte[Bearbeiten]

Welwyn Garden City ist eine Gartenstadt im Sinne der Bewegung von Ebenezer Howard. Howard selbst hat WGC in den 1920ern gegründet (als zweite britische Gartenstadt nach Letchworth); entworfen wurde sie von Louis de Soissons.

Die Stadt ist der Geburtsort der Idee „Meals on Wheels“ (dt. „Essen auf Rädern“). Im Dezember 1943 wurden hier erstmals Mahlzeiten per Fahrzeug an bedürftige Bürger ausgeliefert.[1][2]

Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Welwyn Garden City

WGC liegt etwa 35 Kilometer nördlich der Londoner Innenstadt und bildet seit 1974 mit den ehemaligen Landbezirken („rural disctricts“) Hatfield und Welwyn den District (seit 2006 Borough) Welwyn Hatfield. Wie Hatfield fungiert WGC immer mehr als Schlafstadt für Pendler, die in London arbeiten. Der gesamte District hatte 2003 rund 97.000 Einwohner.

Von London im Süden ist Welwyn Garden City über die autobahnähnliche A1(M) zu erreichen, die westlich an der Stadt vorbeiführt; von ihr geht nach Osten die A414 ab, die im Süden an WGC vorbeiführt. Der Bahnhof von WGC ist an der Strecke der East Coast Main Line, einer Hauptachse der Britischen Eisenbahn, die von London über Yorkshire nach Schottland führt. Bei Welwyn führt sie über ein Viadukt aus viktorianischer Zeit über das Flusstal des Mimram.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vorrangige Wirtschaftsfaktoren der Stadt sind die Nahrungsmittelindustrie, Pharmaindustrie und Computerfirmen. Eins der größten Unternehmen ist ein Frühstücksflocken-Hersteller, der heute zum Nestlé-Konzern gehört. Die Fabrik soll allerdings geschlossen werden, da dem Unternehmen das Gelände in WGC zu klein ist; die Produktion soll nach Devon verlagert werden. Im Norden der Stadt hat die Supermarktkette Tesco eine größere Niederlassung.

Eine der Ideen der Gartenstadt-Architekten war, dass alle Einwohner im selben Kaufhaus einkaufen sollten. Daher setzten sie das Welwyn Store als zentralen Anlaufpunkt in die Stadtmitte. Heute gehört es zur John Lewis PLC-Kaufhauskette und ist nicht mehr das einzige der Stadt.

1990 wurde das nach dem Stadtgründer benannte Einkaufszentrum Howard Centre eröffnet. Vom 31. März bis zum 17. April 2006 fand vor dem Howard Centre das nach Angaben der Veranstalter erste „Deutsche Osterfest“ im Vereinigten Königreich („German Easter Festival“, im Stile eines Weihnachtsmarktes) statt. [3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Der ehemalige Rolling Stones-Gitarrist Mick Taylor, der Musiker Chris Barber, die Schauspielerin Briony McRoberts, der Fußballspieler und Torhüter der englischen Nationalelf David James, der Schauspieler Edmund Purdom, der Profi-Golfer Nick Faldo, die Langstreckenläuferin Liz Yelling, das Model Lisa Snowdon und die Mitglieder der britischen Indie-Rock-Band The Subways sind in Welwyn Garden City geboren.

Ebenezer Howard selbst (bis zu seinem Tod im Jahre 1928), der Künstler Damien Hirst und Sandra Marshall, eine Mitgründerin der Frauenbewegung „Feminenza“, leben oder lebten in der Stadt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Welwyn Garden City – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The origins of WVS Meals on Wheels. Royal Voluntary Service, 17. Juni 2013, abgerufen am 8. November 2014 (PDF; 24 KB, englisch).
  2. Essen auf Rädern: Probleme mit Fett und Salz. In: test.de. Stiftung Warentest, 21. Mai 2004, abgerufen am 8. November 2014.
  3. lt. Pressemeldung s. hier