Windische Bühel

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Die Windischen Bühel (slowenisch: Slovenske Gorice) sind ein Hügelland im Norden von Slowenien und traditionell ein gemischtsprachiges Gebiet (siehe Windisch), daher auch der Name nach den Bewohnern und der Sprache (windisch). Das Gebiet gehörte bis 1918 zur Untersteiermark.

Das Gebiet von etwa 20 × 40 km stellt geologisch die Fortsetzung der Koralpe dar, entspricht morphologisch aber eher dem oststeirischen Hügelland. Es weist Höhen von 210 bis 410 m auf und liegt zwischen den Flüssen Mur und Drau. Wie diese fließen auch alle kleineren Gewässer in Richtung Südosten.

Slowenischer Hauptteil[Bearbeiten]

Im Osten grenzt das Gebiet an die Region Prekmurje (Übermurgebiet), im Norden an die Südsteiermark. Es ist durch mildes, fruchtbares Klima ausgezeichnet (Weinbau).

Hauptorte sind Jarenina (Jahring) und Lenart (St. Leonhard). Die „Bühel“ reichen bis an die Stadtgrenzen von Maribor (Marburg an der Drau) und dem österreichischen Bad Radkersburg, dessen von der Mur getrennte slowenische Schwesterstadt Gornja Radgona (Oberradkersburg) heißt. Der wichtigste Grenzübergang nach Österreich ist Spielfeld (zwischen Maribor und Graz).

Steirisches „Vorland der Windischen Bühel“[Bearbeiten]

Das jenseits von Spielfeld angrenzende Hügelland (bis westlich von Leibnitz und ins Gebiet Sulmtal bzw. Sausal) zählt geologisch zum Vorland der Windischen Bühel und wird in der Steiermark auch so genannt. Die Gipfelflur ist etwas höher als in Slowenien und erreicht im Demmerkogel immerhin 671 m.

Morphologisch kann es als Übergang zu einem Mittelgebirge gelten und hat durch seine lokale Gliederung große kultur- und naturlandschaftliche Eigenständigkeit. Die Gesteine sind schwach metamorphen Schiefer des Grazer Paläozoikums. Das im Norden und Westen angrenzende Tertiär gebildete Riedelland wird bereits zum Sausal gezählt, die nach Südwesten ausgreifenden Schieferausläufer zur Sulm.

Weblinks[Bearbeiten]