Bad Radkersburg

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Radkersburg ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Radkersburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bad Radkersburg
Wappen von Bad Radkersburg
Bad Radkersburg (Österreich)
Bad Radkersburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: RA)
Fläche: 30,99 km²
Koordinaten: 46° 41′ N, 15° 59′ O46.68972222222215.988611111111209Koordinaten: 46° 41′ 23″ N, 15° 59′ 19″ O
Höhe: 209 m ü. A.
Einwohner: 3.093 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8490
Vorwahl: 03476
Gemeindekennziffer: 6 23 76
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
8490 Bad Radkersburg
Website: www.bad-radkersburg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Heinrich Schmidlechner[1] (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
10
5
4
1
1
10 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Bad Radkersburg im Bezirk Südoststeiermark
Bad Gleichenberg Bad Radkersburg Deutsch Goritz Edelsbach bei Feldbach Eichkögl Fehring Feldbach Gnas Halbenrain Jagerberg Kapfenstein Kirchbach in der Steiermark Kirchberg an der Raab Klöch Mettersdorf am Saßbach Mureck Murfeld Paldau Pirching am Traubenberg Riegersburg Sankt Anna am Aigen Sankt Peter am Ottersbach Sankt Stefan im Rosental Straden Tieschen Unterlamm SteiermarkLage der Gemeinde Bad Radkersburg im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das Rathaus mit dem Rathausturm
Das Rathaus mit dem Rathausturm
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Radkersburg um 1830, Wonsiedler,
Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz
Rackhasburg auf einer Karte von 1728
von Matthäus Seutter

Bad Radkersburg (slowenisch Radgona; ungarisch (historisch): Regede) ist eine Stadtgemeinde mit 3093 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im österreichischen Bundesland Steiermark im Bezirk Südoststeiermark und im Gerichtsbezirk Feldbach.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 208 m an der Mur, welche die Staatsgrenze zu Slowenien bildet. Die Gemeinde (Bad Radkersburg 216 ha, Radkersburg Umgebung 2.784 ha) bedeckt eine Fläche von 30,00 km². Der ehemalige Südteil der Stadt ist nun Teil von Gornja Radgona in Slowenien.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Bad Radkersburg (1332)
  • Altneudörfl (492)
  • Dedenitz (84)
  • Goritz bei Radkersburg (264)
  • Hummersdorf (148)
  • Laafeld (309)
  • Pfarrsdorf (103)
  • Pridahof (76)
  • Sicheldorf (168)
  • Zelting (122)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altneudörfl, Dedenitz, Goritz bei Radkersburg, Hummersdorf, Kellerdorf, Laafeld, Leitersdorf I, Pfarrsdorf, Pridahof, Radkersburg, Sicheldorf und Zelting.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Klöch Cankova (Slowenien)
Halbenrain Nachbargemeinden Tišina (Slowenien)
Gornja Radgona (Slowenien), ehemaliger Südteil der Stadt Radenci (Slowenien)

Klima[Bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bad Radkersburg 1971-2000
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,9 5,9 11,3 16,0 21,0 23,9 25,9 25,3 21,4 15,2 8,0 3,5 Ø 15,1
Min. Temperatur (°C) -4,4 -3,2 0,6 4,3 9,1 12,4 14,0 13,6 10,2 5,5 0,6 -3,2 Ø 5
Temperatur (°C) -1,4 0,6 5,2 9,5 14,6 17,7 19,4 18,6 14,7 9,3 3,6 -0,3 Ø 9,3
Niederschlag (mm) 33,7 38,0 51,3 52,9 77,3 100,4 115,1 95,8 81,3 71,9 71,8 51,7 Σ 841,2
Sonnenstunden (h/d) 2,7 4,8 5,1 6,2 7,9 7,5 8,3 7,8 5,6 4,0 2,2 2,0 Ø 5,3
Regentage (d) 5,3 5,2 5,9 7,9 9,6 10,4 9,6 8,8 7,5 6,9 7,5 7,0 Σ 91,6
T
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m
p
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2,9
-4,4
5,9
-3,2
11,3
0,6
16,0
4,3
21,0
9,1
23,9
12,4
25,9
14,0
25,3
13,6
21,4
10,2
15,2
5,5
8,0
0,6
3,5
-3,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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33,7
38,0
51,3
52,9
77,3
100,4
115,1
95,8
81,3
71,9
71,8
51,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Wann Radkersburg als Siedlung erschlossen wurde, wo sich diese befand und wer sie gründete, ist nicht eindeutig rekonstruierbar. Auch der Zeitpunkt, ab dem Radkersburg unter landesfürstliche Herrschaft fiel, ist unbekannt. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1182 (1299 als Ratkerspurch, Wortherkunft unbekannt, slawisch oder vom germanischen Rufnamen Radger), als Markt erwähnt ist es im ottokarischen Urbar von 1265/67. Vermutlich war Radkersburg ursprünglich ein Eigengut, gehörte also nicht dem Landesfürsten, sondern einem direkt vom König beschenkten Adeligen.[3][4]

Nach heutigem Forschungsstand wurde Radkersburg nicht, wie lange Zeit angenommen, vom Böhmenkönig Ottokar II. (1232–1278), sondern vom Habsburgerkönig Albrecht I. (1255–1308) als Stadt neu angelegt. Dem Erscheinungsbild der heutigen Stadt liegt ein präziser Konstruktionsplan zugrunde.[5] Bereits Ende des 13. Jahrhunderts war die Stadt von einer Mauer mit Türmen umgeben. Als Stadt erwähnt wurde der Ort erstmals 1299.[3]

Radkersburg war aufgrund seiner Grenzlage zu Ungarn seit dem 13. Jahrhundert immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. Die Bevölkerung überstand die sogenannte Baumkircher Fehde (1469) und die zehnjährige Ungarnherrschaft (1480–1490) relativ unbeschadet.

Die Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich im 16. Jahrhundert zwangen zur Erneuerung und Modernisierung des Festungsbaus. Italienische Baumeister wurden aufgrund ihrer ausgezeichneten Kenntnisse im Festungsbau nach Österreich geholt. Mit der Bauleitung wurde, wie auch in Graz, der aus der Provinz Como stammende Domenico dell'Allio beauftragt. Die Hauptmerkmale der Renaissancebefestigung waren Bastionen, Kurtinen und ein tiefer Graben. Radkersburg wurde 1582 vom Reichstag zu Augsburg zur Reichsfestung erhoben.

In den 1880er Jahren begann sich ein nationaler Konflikt zu entfalten, der vor allem die Sprachenfrage in Schule, Amt, Gericht und politischer Repräsentation betraf. Die Sprache der Radkersburger Bürger war in der Regel deutsch. Ihre Dienstboten hingegen und die bäuerliche Bevölkerung der murabwärts gelegenen Umgebungsgemeinden sprachen mehrheitlich slowenisch. Der Nationalitätenkonflikt eskalierte politisch-militärisch im Ersten Weltkrieg. Die Stadt war Garnisonsstadt der k.u.k. österreichisch-ungarischen Armee, 1914 lag hier das 2. Eskadron des Husaren-Regiments Nr. 16. Nach Ende des Ersten Weltkriegs besetzten Truppen des SHS-Staates (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen) Radkersburg und seine Umgebungsgemeinden am linksseitigen Murufer. Es kam zum verratenen und fehlgeschlagenen Aufstand der deutschsprachigen Bevölkerung unter Johann Mickl am 4. Februar 1919. Die SHS-Truppen räumten das Gebiet erst im Juli 1920 im Tausch gegen das gleichfalls mehrheitlich deutschsprachige Abstaller Becken. Die Stadt wurde geteilt, der Stadtteil Oberradkersburg (Gornja Radgona) am anderen, rechten Ufer der Mur wurde Teil Sloweniens bzw. des SHS-Staates. Der Friedensvertrag von Saint-Germain machte Radkersburg endgültig zur geteilten Grenzstadt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Nationalitätenproblematik durch den Nationalsozialismus auf die Spitze getrieben. Resultat der Politik des Großdeutschen Reiches war nicht nur die Zerstörung der Stadt – nur vier Häuser von 321 blieben unbeschädigt – sondern für die Zeit danach ein Klima von Misstrauen, das die Grenzbevölkerung diesseits und jenseits der Grenze prägte; die gewaltsame Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus dem Umland rechts der Mur (z. B. Abstaller Becken) nach 1945 wirkte gleichfalls nachhaltig negativ auf die Beziehungen über die Mur hinweg.

Die Wiedereröffnung der Murbrücke am 12. Oktober 1969 führte wieder zu einer Annäherung Österreichs und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien.

1975 wurde die Stadtgemeinde Radkersburg zum Kurort erklärt und führt seit 1978[6] die Bezeichnung Bad Radkersburg. 1978 wurde eine weitere Thermalquelle erschlossen, anschließend wurde das Thermalbad Parktherme Bad Radkersburg errichtet und in mehreren Etappen erweitert.

Durch den Beitritt der Republik Slowenien zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 sowie durch den Beitritt zum Schengener Abkommen am 21. Dezember 2007 sind die Grenzen wieder offen. Zahlreiche grenzüberschreitende Projekte bieten eine Chance zur Aussöhnung zwischen Österreichern und Slowenen.

Die Parktherme in Bad Radkersburg

Mit 1. Jänner 2013 wurde der Bezirk Radkersburg mit dem Bezirk Feldbach zum Bezirk Südoststeiermark verbunden. Das Amtsgebäude am Hauptplatz in Bad Radkersburg wird nun als Amtsgebäude der Bezirkshauptmannschaft Südoststeiermark genutzt.

Mit 1. Jänner 2015 wurde Bad Radkersburg im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit der Gemeinde Radkersburg Umgebung zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde führt den Namen „Bad Radkersburg“.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Mit Heinrich Schmidlechner (ÖVP) wurde am 29. April 2015 im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats ein neuer Bürgermeister gewählt. Schmidlechner war bereits bis zur Auflösung der Gemeinde Radkersburg Umgebung dortiger Bürgermeister. Er tritt damit die Nachfolge von Josef Sommer (ÖVP) an, der bereits von März 2010 bis 31. Dezember 2014 als Bürgermeister und danach als Regierungskommissär tätig war, der freiwillig in die zweite Reihe zurücktrat. Die Bürgerliste Bad Radkersburg wollte die Wahl von Schmidlechner verhindern, indem sie einen Wahlvorschlag mit Altbürgermeister Peter Merlini (Bürgerliste Bad Radkersburg) abgab und dabei von der SPÖ unterstützt wurde. Letztlich konnte sich Schmidlechner gegenüber Merlini, der auch nicht dem Gemeinderat angehören wird, mit 12:9 Stimmen durchsetzen.[1]

Dem um zwei Mitglieder erweiterten Stadtrat gehören weiters der erste Vizebürgermeister Josef Sommer (ÖVP), der zweite Vizebürgermeister Christian Duric (SPÖ), die Finanzreferentin Sonja Witsch (Grüne) und Manfred Mikl (BBR) als weiteres Mitglied an.[8]

Stadtamtsdirektor ist Franz Brandner.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wurde infolge der Gemeindezusammenlegung um 6 Mitglieder Sitze erweitert und umfasst nunmehr 21 Mitglieder, die sich nach der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammensetzen:

  • 10 Mandatare der ÖVP,
  • 05 Mandatare der SPÖ,
  • 04 Mandatare der Bürgerliste Bad Radkersburg (BBR),
  • 01 Mandatar der FPÖ und
  • 01 Mandatar der Grüne.

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:

Partei 2015 2010 2005 2000
Großgemeinde B. Radkersburg Radkersburg U. B. Radkersburg Radkersburg U. B. Radkersburg Radkersburg U.
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 879 45 10 468 48 8 723 60 10 295 32 5 645 57 9 300 31 5 636 60 10
SPÖ 449 23 05 172 18 2 346 29 04 228 25 4 274 24 4 196 20 3 185 17 02
FPÖ 162 09 01 016 02 0 059 05 00 nicht kandidiert 075 07 1 060 06 1 166 16 02
Die Grünen 131 07 01 062 06 1 086 07 01 108 12 1 137 12 1 nicht kandidiert 079 07 01
Bürgerliste Bad Radkersburg 348 17 0 4 260 27 4 nicht kandidiert 298 32 5 nicht kandidiert 406 42 6 nicht kandidiert
Wahlberechtigte 2.724 1.235 1.518 1.273 1.484 1.302 1.369
Wahlbeteiligung 73 % 80 % 83 % 75 % 78 % 76 % 80 %

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Jänner 1994.

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Ein achtspeichiges goldenes Rad in rotem Schild.“[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Radkersburg

1978 wurde Bad Radkersburg als bisher einzige Stadt Österreichs mit der Europagoldmedaille für Denkmalpflege ausgezeichnet. Die Stadt ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte. Es finden sich in Bad Radkersburg sämtliche wichtigen Baustile vertreten, von der Romanik (Stadtgründungszeit) bis zum Jugendstil und der Gegenwart.

  • Rathausturm: Wahrzeichen der Stadt; die ersten drei Geschoße sind aus gotischer Zeit. Der obere Teil des Turmes wurde nach Zerstörung durch einen Brand 1806 neu aufgebaut.
  • Katholische Stadtpfarrkirche: Das Kirchenschiff der dreischiffigen gotischen Basilika geht aus einem ehemaligen Wehrturm hervor; an der Außenwand der Kirche befindet sich ein Fragment eines Freskos von Johannes Aquila.
  • Evangelische Christuskirche
  • Katholische Filialkirche Mariahilf am Frauenplatz
  • Die gotische Augustiner-Eremiten-Kirche wird als Weinkeller genutzt.
  • Mariensäule: erinnert an die Pestplage von 1680; vor der Säule sind die Jahreszahlen in die Pflastersteine eingraviert, die an die Gegenreformation um 1600 erinnern.
  • Palais Herberstorff: Das Gebäude von 1583 besitzt den wohl schönsten Renaissance-Arkadenhof der Stadt.
  • Pistorkaserne: Im Pistorkeller (Hauptplatz Nr. 30) befinden sich die ältesten profanen Fresken Österreichs von Johannes Aquila.[10]
  • Museum im alten Zeughaus: Regionalmuseum. Das Zeughaus mit den zweigeschoßigen Arkaden ist eines der schönsten Gebäude der Stadt.
  • Die aufgelassene Mickl-Kaserne im Osten der Stadt.
  • Parktherme Bad Radkersburg
  • Kulturhof-Johannes-Aquila


In der ehemaligen Gemeinde Radkersburg Umgebung:

  • Bildstock in Dedenitz
  • Dorfkreuz in Goritz bei Radkersburg
  • Kamniker-Grabmal in Goritz bei Radkersburg
  • Hügelgräberfeld Hutweide in Hummersdorf
  • Kriegerdenkmal in Laafeld
  • Dorfkapelle Maria Hilf in Sicheldorf
  • Zollwachwohn- und Wirtschaftsgebäude in Sicheldorf
  • Grenzstein in Sicheldorf
  • Bildstock und Grenzstein in Zelting

Tourismus[Bearbeiten]

Bad Radkersburg ist ein Kurort mit einer 80 °C heißen Thermalquelle. Dies zusammen mit der längsten Sonnenscheindauer in Österreich macht die Stadt zu einem attraktiven Fremdenverkehrsziel. Mit ca. 500.000 Übernachtungen pro Jahr ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, neben einigen Kur- und Rehabilitationseinrichtungen gibt es auch mehrere Kur- und Gesundheitshotels. Bad Radkersburg befindet sich am Ende des 365 km langen Murradwegs.[11]

Verkehr[Bearbeiten]

Bad Radkersburg ist durch die S-Bahnlinie 51 mit stündlicher Taktfolge über Spielfeld-Straß mit der Landeshauptstadt Graz verbunden. Die Strecke führte weiter bis Slowenien, ist aber für sechs Kilometer unterbrochen. Österreich und Slowenien planen eine Wiederherstellung der Bahnverbindung. Durch die Stadt führt die Südsteirische Grenz Straße B 69, welche die Altstadt bogenförmig umfährt und nach Gornja Radgona (Slowenien) führt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1930 Johann Mickl (1893–1945), Generalleutnant der deutschen Wehrmacht
  • 1976 Franz Wegart (1918–2009), Landeshauptmann-Stellvertreter
  • 2011 Karl Niederl, Pfarrer von Bad Radkersburg 1976–2011

Personen mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten]

  • Johannes Aquila (Mitte 14. bis Anfang 15. Jahrhundert), Maler und Leiter einer mittelalterlichen Malerwerkstätte
  • Johann Puch (1852–1914), Industrieller, erlernte das Schlosserhandwerk in Bad Radkersburg
  • Dietrich Kittner (1935–2013), deutscher Kabarettist, lebte in Bad Radkersburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Bad Radkersburg. Von der Grenzfeste zur Kurstadt. S. 116–127. In: Konrad Maritschnik: Land an der Grenze. Geschichte – Kultur – Erlebniswelt. Südweststeiermark. Slowenien. Herbert Weishaupt Verlag, Gnas 1995, ISBN 3-7059-0024-2.
  • Hermann Kurahs, Erwin Reidinger, Sepp Szedonja, Johann Wieser: Bad Radkersburg. Naturraum und Bevölkerung. Geschichte, Stadtanlage, Architektur. Stadtgemeinde Bad Radkersburg, Bad Radkersburg 1997.
  • Ileane Schwarzkogler mit Helga Császár u. a.: Yougend. Steirische Landesausstellung 1998. Bad Radkersburg. Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung, Graz 1998, ISBN 3-901704-04-3.
  • Heimo Halbrainer: Das andere Radkersburg. Rundgänge auf den Spuren der Protestanten, Juden, Roma und Slowenen in und um Bad Radkersburg. Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, Graz 1998.
  • Andrea Haberl-Zemljič: Die Sprache im Dorf lassen. Festhalten und Aufgeben der slowenischen Sprache in Radkersburg Umgebung. Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, Graz 2004.
  • Bettina Habsburg-Lothringen, Beatrix Vreča: Bad Radkersburg. Stadt und Region. Tourismusverband Bad Radkersburg und Radkersburg Umgebung, Bad Radkersburg 2009, ISBN 978-3-200-01642-2.
  • Hermann Kurahs: Verwehrte Heimat. Die jüdische Geschichte Radkersburgs vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Mit Siegelzeichnungen von Ludwig Freidinger, Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark Band 63, Historische Landeskommission für Steiermark (Hrsg.), Lit Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-643-50571-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Radkersburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Radkersburg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kleine Zeitung vom 29. April 2015: Coup der "BBR" vereitelt (abgerufen am 30. April 2015)
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGeschichte. Anfänge. In: Stadt & Region. Tourismusregion Bad Radkersburg, abgerufen am 6. Mai 2009 (mit historischer Karte).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEntwicklung der Stadt im Laufe der Jahrhunderte. In: Walled Towns from division to co-division. Almadomus, Università degli studi di Bergamo, abgerufen am 6. Mai 2009 (dt., mit historischen Ansichten und umfangreicher Analyse der Stadtmauern).
  5. Erwin Reidinger: Die mittelalterliche Stadtanlage von Radkersburg. In: Bad Radkersburg: Naturraum und Bevölkerung, Geschichte – Stadtanlage – Architektur, Bad Radkersburg 1997, S. 185–213.
  6. seit 1978 Bad Radkersburg. Dehio Steiermark (ohne Graz) 1982, S. 34.
  7. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. September 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Bad Radkersburg und der Gemeinde Radkersburg Umgebung, beide politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 14. Oktober 2013. Nr. 97, 28. Stück. S. 554.
  8. Stadtgemeinde Bad Radkersburg: Mitglieder des Gemeinderates der Stadtgemeinde Bad Radkersburg (abgerufen am 30. April 2015)
  9. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 44/45, 1994/95, S. 48.
  10. Artikel des Bundesdenkmalamts (BDA) über die ältesten bekannten profanen Fresken Österreichs im Pistorkeller in Bad Radkersburg (Dezember 2006)
  11. Der Murradweg