Wladimir Wladimirowitsch Sofronizki

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Wladimir Wladimirowitsch Sofronizki (russisch Владимир Владимирович Софроницкий, wiss. Transliteration Vladimir Vladimirovič Sofronickij; * 25. Apriljul./ 8. Mai 1901greg. in Sankt Petersburg; † 26. August 1961 in Moskau) war ein russischer Pianist und Schüler, Nachfolger und Schwiegersohn von Alexander Skrjabin.

Leben[Bearbeiten]

Obwohl Skrjabin selbst Sofronizki nie spielen gehört hat, so hat Skrjabins Frau ihn gehört und ihm bestätigt, dass sein Skrjabinspiel dem des Komponisten am nächsten komme. Sofronizki ist also als einer der authentischsten Skrjabin-Interpreten anzusehen. Einen seiner größten Erfolge hatte Sofronizki mit der Aufführung des gesamten Klavierwerks von Chopin an fünf aufeinander folgenden Tagen im Großen Konzertsaal des Moskauer Konservatoriums im November 1949. Selbst große Pianisten wie Swjatoslaw Richter und Emil Gilels sahen zu Sofronizki auf und lernten viel von seinem Spiel. Einmal, als Sofronitzki Richter leicht angeheitert als ein Genie bezeichnete, übertrumpfte ihn Richter, der ihn einen Gott nannte. Sofronitzki, der nach einer Frankreich-Tour 1929 nicht mehr im Westen auftrat und offensichtlich Suchtprobleme hatte, ist ein Geheimtipp für Klavierkenner in aller Welt geblieben. Die wenigen, mittlerweile etwas zahlreicher gewordenen Veröffentlichungen bestätigen seinen überragenden pianistischen Rang.

Einige Aufnahmen Sofronizkis sind als CD erhältlich: So gibt es CDs mit Schumanns erster Sonate op. 11, außerdem einige Walzer und Mazurken von Chopin. Eine CD aus dem Jahre 1986 von harmonia mundi, Arles, enthält Schuberts Klaviersonate Nr. 21 sowie Liedertranskriptionen von Franz Liszt. Des Weiteren gibt es Aufnahmen von einigen Werken Skrjabins, unter anderem die 9. und die 10. Sonate und Vers la Flamme.

Sofronitzki wurde 1943 mit dem Stalinpreis ausgezeichnet. Josef Stalin befahl ihm, bei der Potsdamer Konferenz vor den Alliierten zu spielen.

Weblinks[Bearbeiten]