X-FAB

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
X-FAB Silicon Foundries
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Erfurt (Deutschland)
Leitung Hans-Jürgen Straub und Rudi De Winter (CEO)
Mitarbeiter ca. 2600
Umsatz 317 Mio. Dollar [1] (2010)
Branche Mikroelektronik
Website www.xfab.com
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die X-FAB Silicon Foundries (dt. X-FAB Halbleiterwerke) ist eine Unternehmensgruppe von Halbleiter-Foundries mit Hauptsitz in Erfurt (X-FAB Semiconductor Foundries AG, im Industriegebiet Südost zwischen Melchendorf und Windischholzhausen). Haupttätigkeitsfeld ist die Herstellung von kundenspezifischen integrierten Analog- und Mixed-Signal-Schaltkreisen v.a. für die Automobilindustrie, für die Luft- und Raumfahrtindustrie und sonstige industrielle Anwendungen. Insbesondere die Produktion von Hochvoltschaltkreisen bis zu 700 V steht dabei im Vordergrund. Dabei fertigt X-FAB Schaltkreise mit Strukturgrößen von 1,0 µm bis 130 nm auf 6- und 8-Zoll-Wafern (2012). Zusätzlich zur Herstellung von ICs nimmt die Produktion von MEMS in den letzten Jahren einen immer größeres Volumen ein.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen ging aus Teilen des ehemaligen DDR-Halbleiter-Kombinat VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ (Kombinat Mikroelektronik Erfurt) hervor, das seit 1989 seinen Hauptsitz und einige Fertigungsstätten in Erfurt hatte. Das 1978 gebildete Kombinat war ein Zusammenschluss von Halbleiterherstellern der DDR an verschiedenen Standorten, darunter auch das Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD).

Infolge der deutschen Wiedervereinigung erfolgte die Zerschlagung des Kombinats sowie eine teilweise Privatisierung der Einzelbetriebe. Die Einrichtungen in Erfurt wurden 1992 unter anderem in die X-FAB Gesellschaft zur Fertigung von Wafern mbH (Fertigung) – als ein Teil des Unternehmens Melexis N.V. – sowie die Thesys Gesellschaft für Mikroelektronik mbH (Entwurf) teilprivatisiert. Beide wurden zusammen 1999 an das belgische Unternehmen ELEX N.V. verkauft (vorheriger Eigentümer war zum Teil der Freistaat Thüringen).

Bis 2009 verfügte die „X-FAB Silicon Foundries“-Gruppe über fünf Fertigungsstätten (Fabs), die Halbleiterfabrik in Plymouth, Großbritannien, wurde jedoch im Dezember 2009 an Plus Semi verkauft.[2]

Ab 2010 verfügt X-Fab daher über 4 Fertigungsstätten, welche sich in Deutschland (Erfurt und Dresden), Malaysia (Kuching) und in den USA (Lubbock) befinden. Dabei wurde 2007 die Fertigung von ZMD in Dresden übernommen. Die Gruppe beschäftigt weltweit etwa 2600 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 299,3 Millionen Euro. 2009 waren es nur noch 210,5 Millionen Dollar (151,1 Mio. Euro), 2010 dann 317 Mio. Dollar (222,4 Mio. Euro). CEO ist Hans-Jürgen Straub.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heiko Weckbrodt: [1]. In: Computer-Oiger 12. August 2011, abgerufen am 12. August 2011.
  2. X-FAB und Plus Semi vereinbaren Verkauf von X-FAB UK Pressemitteilung von X-FAB vom 1. Dezember 2009.