Ziese

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ziese (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ziese
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Die Ziese in der Nähe des Ziesabergs bei Wolgast

Die Ziese in der Nähe des Ziesabergs bei Wolgast

Daten
Gewässerkennzahl DE: 9658 (Ost), 965728 (Scheitel), 96572 (West)
Lage Mecklenburg-VorpommernVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_fehlt
Abfluss über (Peenestrom) → Ostsee
Flussgebietseinheit Warnow/PeeneVorlage:Infobox Fluss/QUELLE_fehlt
Mündung westlich: bei Greifswald in die Dänische Wiek
54° 5′ 17″ N, 13° 30′ 3″ O54.08791666666713.50075
östlich: bei Wolgast in den Peenestrom54.03205555555613.7446111111110Koordinaten: 54° 1′ 55″ N, 13° 44′ 41″ O
54° 1′ 55″ N, 13° 44′ 41″ O54.03205555555613.7446111111110
Mündungshöhe m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Rechte Nebenflüsse Mühlgraben

Die Ziese ist ein zwanzig Kilometer langer Bach im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Ziese wird aus seitlichen Zuflüssen gespeist und entwässert das bis zu drei Kilometer breite Ziesetal, ein vor der Weichseleiszeit entstandenes Urstromtal, zu beiden Enden hin. Sie mündet westlich in die Dänische Wiek und östlich in den, das Stettiner Haff und die Ostsee verbindenden, Peenestrom. Ihre Mündung in die Dänische Wiek liegt westlich von Kemnitz an der Grenze zur Kreisstadt Greifswald. In den Peenestrom mündet die Ziese südwestlich von Wolgast bei Hohendorf in der so genannten Hohendorfer Bucht.

Weiteres[Bearbeiten]

Schleuse kurz vor der Mündung in die Dänische Wiek des Greifswalder Boddens

Der Scheitelbereich (etwas unter 4,9 m ü. NN) der Ziese bei Rappenhagen, einem Teil der Gemeinde Kemnitz, wurde im 18. Jahrhundert künstlich als Torfkanal angelegt. Wasserstand und Fließrichtung sind hier von Stauschleusen abhängig. Gleichwohl wird er oftmals als Bifurkation bezeichnet [1]. Da sich hier aber keine Strömung teilt, sondern das überwiegend stehende Wasser eines Grabens in zwei Richtungen abfließt, ist eigentlich die Bezeichnung Pseudobifurkation korrekt. Der westliche Teil der Ziese war früher einmal der Unterlauf des Hanshäger Bachs. Dessen Quellbäche entspringen bei Groß Kiesow und vereinigen sich bei Hanshagen.

Der größte in den Scheitelbereich der Ziese mündende Zufluss trägt keinen offiziellen Namen. Er entspringt auf 20 m ü. NN am Nordrand des Karbower Walds zwei Kilometer südsüdwestlich von Neu Boltenhagen. Der größte Zufluss der östlichen Ziese heißt „Mühlgraben“. Seine Quellen liegen bei Lühmannsdorf und Wrangelsburg.

Da das gelegentlich auch als „Ziesebruch“ bezeichnete Ziesetal eine feuchte, ehemals moorige Niederung ist, liegt kaum eine Siedlung direkt an dem Gewässer. Die Wiesen entlang der Ziese werden vorwiegend landwirtschaftlich als Weideflächen genutzt.

Der Eintrag der Ziese ist mit 0,5 m³/s der drittgrößte Wassereintrag in den Peenestrom nach den Wassereinträgen von Peene und Oder.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ziese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Standort und Vegetation der Zieseniederung 1964 / 1996 (PDF 1,6 MB)