Wrangelsburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wrangelsburg
Wrangelsburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wrangelsburg hervorgehoben
54.01666666666713.624Koordinaten: 54° 1′ N, 13° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Züssow
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 14,99 km²
Einwohner: 203 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17495
Vorwahl: 038355
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 145
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstraße 6
17495 Züssow
Bürgermeister: Andreas Juds
Lage der Gemeinde Wrangelsburg im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Wrangelsburg ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Gemeinde wird vom Amt Züssow mit Sitz in Züssow verwaltet. Die Gemeinde liegt südöstlich der Stadt Greifswald.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Wrangelsburg liegt ca. fünf Kilometer nordwestlich von Züssow und ca. 15 km südöstlich von Greifswald. Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 109. Ein Großteil des Gemeindegebietes ist bewaldet. Wrangelsburg ist die kleinste Gemeinde im Amt.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Gladrow
  • Wrangelsburg

Geschichte[Bearbeiten]

Gladrow

Gladrow, in älteren Urkunden auch Gladerow genannt, ist eine altslawische Ansiedlung, die aber in frühen Urkunden nicht genannt wurde. Der Name bedeutet im Slawischen glatt, eben. Es ist ein Bauerndorf, das nur zeitweilig eine Domäne, diese aber an Pachtbauern vergeben war. Es bestand 1865 aus 4 größeren Bauernhöfen und einem abgelegenen Forsthof (Heidereüterhof), der zum Staatsforstamt Jägerhof gehörte. Gladrow gehörte zum Kirchspiel Hanshagen.

1767 hatte das Dorf 34 Einwohner, 1865 waren es bereits 104; es hatte 1 Schule, 15 Wohnhäuser und 29 Wirtschaftsbauten.[2]

Wrangelsburg

Wrangelsburg wurde erstmals 1345[3]urkundlich als „Vorwerk“ erwähnt. In dieser Urkunde wurde als Besitzer Reimer Nienkerken erwähnt. Am 6. Dezember 1426 belehnten die Herzöge Wartislaw und Barnim den Roloff Nienkerken (Neuenkirchen) mit dem Dorf.[4] 1508 war Gerhard und 1603 Christoph Nienkerken, mit dem die Familie ausstarb. Im Dreißigjährigen Krieg starb die Familie Neuenkirchen mit Christoph von Neuenkirchen 1641 aus; das Lehen wurde 1649 zusammen mit den Gütern Groß Ernsthof und Spandowerhagen von der schwedischen Regierung an den Feldmarschall Hermann Wrangel gegeben, der es testamentarisch seinen Kindern dritter Ehe vermachte. Erst 1653 konnte der schwedische Generalgouverneur Carl Gustav Wrangel aus der ersten Ehe Hermann Wrangels diesen Grundbesitz gegen Güter in Livland eintauschen. Um die neuen Besitzverhältnisse zu manifestieren, änderte Carl Gustav Wrangel den Ortsnamen zunächst in Hohen Vorwerk, bevor seit dem 19. September 1653 Wrangelsburg verwendet wurde.[5] Carl Gustav Wrangel ließ das wahrscheinlich von Christoph von Neuenkirchen um 1606 errichtete feste Haus von einem Renaissancegebäude in ein barockes Herrenhaus umbauen. Er vererbte das Schloss 1689 seinem noch vor Wrangels Tod verwitweten Schwiegersohn Leonard Johan Wittenberg; nach dem Tod von dessen kinderloser Tochter 1720 und ihrem Mann 1722 fiel Wrangelsburg mit Krebsow an die Familie Brahe, die über Carl Gustav Wrangels älteste Tochter erbberechtigt war.[6] Das Schloss verfiel im 18. Jahrhundert, da die damaligen Eigentümer (die Grafen Brahe, ab 1769 Graf Malte Friedrich von Putbus, ab 1773 die Familie v. Normann bis 1816) es nicht selbst bewohnten. Es wurde ab 1803 wegen Baufälligkeit abgerissen.

1816 ging das Gut an die Familie Laug, ab 1843 Ludwig Laug, der es 1862 an Johannes Carl Leopold von Homeyer (geadelt 1865) verkaufte. Erst 1880 wurde ein neues Herrenhaus, das heutige Schloss Wrangelsburg, errichtet. Bauherr war Johannes Carl Leopold von Homeyer.

1865 hatte der Ort 147 Einwohner in 22 Familien, 1 Schule, 14 Wohn- und 19 Wirtschaftsgebäude.[7] In den Besitz der Familie von Kameke kam das Gut 1929 durch Erbschaft. Die Familie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet und das Herrenhaus wurde von der sowjetischen Militärverwaltung übernommen.

Es wurde später eine Zeit lang als Körperbehindertenheim „Bethesda“ genutzt und später dann als Kinderheim bis 1996.

Heute wird das Gebäude von der Gemeinde genutzt, die es 1999 gekauft hatte, um auch einem weiteren Verfall entgegenzuwirken. Seit dieser Zeit, wird es immer wieder teilweise saniert. Und auch wenn es von außen noch in einem schlechten Zustand ist, so ist doch das 1. Stockwerk saniert und in einem guten Zustand. Gegenwärtig steht es zum Verkauf, da die Nutzung nachließ und die Gemeinde das Gebäude finanziell nicht mehr bewirtschaften kann.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Wrangelsburg

  • Schloss Wrangelsburg, um 1880 errichtet.
  • Gutspark Wrangelsburg, englischer (Landschaftsgarten) am Schloss
  • Burgwall „Wrangelsburg“, Große slawische Doppelburganlage im 2 km östlich gelegenen Wald in der Gemarkung Jägerhof
  • Grabstätte v. Homeyer u. v. Kameke 20 m östlich vom Schlosssee
  • Kriegerdenkmal Wrangelsburg im östlichen Parkteil
  • Mausoleum der Familie Laug von 1842 auf dem Friedhof westlich vom Gutshof Wrangelsburg
  • Papiermanufaktur mit Kursangeboten
  • Einzige Holzdruckbuchstabenwerkstatt in Norddeutschland

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. September 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 249 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau eine schwebende, aus drei Quaderstein-Lagen gebildete goldene Mauer mit drei aus je zwei Quaderstein-Lagen gebildeten Zinnen.“

Das Wappen wurde von dem Greifswalder Ivo Asmus gestaltet.

FIAV 100000.svg Flagge der Gemeinde Wrangelsburg

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Wrangelsburg zeigt auf blauem Tuch in der Mitte die goldene (gelbe) Figur des Gemeindewappens. Die Wappenfigur nimmt die Hälfte der Höhe und die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 8:5.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstenthums Rügen. IV. Teils Band II, Anklam 1868 Google Books S. 1131 für Wrangelsburg (Kirchspiel Zarnekow)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. IV. Teils Band II, Anklam 1868, S. 368 u. 374.
  3. Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S. 147.
  4. Julius v. Bohlen: Geschichte des adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts der Bohlen. Bd. 2: Urkundenbuch (Statt Handschrift gedruckt.), Stralsund 1859-1875. S. 17-18, No. 54.
  5. Ivo Asmus: Das Testament des Grafen – Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels nach Tod, förmyndarräfst und Reduktion. In: Ivo Asmus, Heiko Droste, Jens E. Olesen (Hrsg.): Gemeinsame Bekannte: Schweden und Deutschland in der Frühen Neuzeit. (= Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte. Bd. 4; zugl. Geschichte. Forschung und Wissenschaft. Bd. 2). LIT Verlag, Münster/Hamburg 2003, ISBN 3-8258-7150-9. S. 193–224, hier S. 204 f.
  6. Ivo Asmus: Das Testament des Grafen – Die pommerschen Besitzungen Carl Gustav Wrangels nach Tod, förmyndarräfst und Reduktion. In: Ivo Asmus, Heiko Droste, Jens E. Olesen (Hrsg.): Gemeinsame Bekannte: Schweden und Deutschland in der Frühen Neuzeit. (= Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte. Bd. 4; zugl. Geschichte. Forschung und Wissenschaft. Bd. 2). LIT Verlag, Münster/Hamburg 2003, ISBN 3-8258-7150-9, S. 222 f.
  7. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen, IV. Teils Band II, Anklam 1868 S. 1120 u. 1131
  8. Informationen zur Gemeinde auf www.vorpommern-sued.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wrangelsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien