Zoran Mušič

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Zoran Mušič (* 12. Februar 1909 in Bukovica bei Gorizia in der Grafschaft Görz, Österreich-Ungarn, heute Slowenien; † 25. Mai 2005 in Venedig) war ein jugoslawisch-italienischer Maler und Grafiker.

von links: Mušič, Alfred Manessier, Eudaldo. (1960er Jahre)

Leben und Werk[Bearbeiten]

Mušič studierte an der Akademie der Schönen Künste in Zagreb. Von März 1935 bis Juni 1935 hielt er sich in Spanien auf und siedelte nach einem Aufenthalt in Dalmatien nach Venedig über. 1944 wurde er in das Konzentrationslager Dachau, wo ungefähr zweihundert Zeichnungen Mušičs entstanden, verschleppt. Von den Zeichnungen waren nach Kriegsende fünfunddreißig erhalten geblieben, die die Grundlage für das 1970 geschaffene Werk Nous ne sommes les derniers bildeten.

1945 kehrte er nach Venedig zurück und nahm 1948 an der ersten Biennale in Venedig nach dem Krieg teil, gefolgt von den Biennalen der Jahre 1950, 1954, 1956, 1982 und 1985.

Zoran Mušič war Teilnehmer der documenta I (1955), der documenta II (1959) und der documenta VI (1977) in Kassel. 2005 wurden seine Zeichnungen, die er während der Gefangenschaft im KZ Dachau 1944−1945 anfertigte, in Dachau und Koper ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wieland Schmied: GegenwartEwigkeit. Spuren des Transzendenten in der Kunst unserer Zeit, Martin-Gropius-Bau, Berlin 7. April bis 24. Juni 1990, Edition Cantz, Stuttgart 1990; ISBN 3-89322-179-4
  • "Zoran Music a Cortina. Il ciclo naturalistico della vita", a cura di Daniele D'Anza, Il ramo d'oro edizioni, Trieste, 2009. ISBN 9788889359419
  • Kulturreferat der Stadt Klagenfurt ; Kunstsammlung Alpen-Adria: Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen : 1945 - 1990, Klagenfurt : Kärntner Druck- und Verl.-Ges. 1990

Weblinks[Bearbeiten]