167. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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167. Infanterie-Division / 167. Volksgrenadier-Division
Truppenkennzeichen der 167. Infanterie-Division

Truppenkennzeichen
Aktiv 26.11.1939 bis 4.4.1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Aufstellungsort München
Spitzname Almhütten-Division
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 167. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einsatzgebiete
Deutschland: Dezember 1939 bis Mai 1940
Frankreich: Juni 1940 bis Februar 1941
Deutschland: März bis Mai 1941
Ostfront, Zentralabschnitt: Juni 1941 bis April 1942
Niederlande: Mai 1942 bis Februar 1943
Ostfront, Südabschnitt: März 1943 bis Februar 1944

Die Division wurde ab dem 26.11.1939 im Wehrkreis VII München im Rahmen der 7. Aufstellungswelle neu aufgestellt. Die Ersatzgestellung erfolgte in Kempten und Bad Reichenhall.[1] Im Januar 1940 erhielt sie ihre Sollstärke durch Eingliederung der Feldersatz-Bataillone 7, 27 und 34.

Nach kurzem Einsatz im Frankreichfeldzug im Verband der 1. Armee blieb die Division als Besatzungstruppe im Westen. Danach verlegte sie in den Wehrkreis VII zurück und von dort im Juni 1941 in das Generalgouvernement in den Verband der 4. Armee der Heeresgruppe Mitte. Ab dem 22.6.1941 nahm die 167. Inf.-Div. am Russlandfeldzug teil, der sie über Pinsk, Bobruisk, Jelnja, Brjansk in den Raum von Orel führte, wo sie unter Führung der 2. Panzerarmee schwere Winterkämpfe erlebte und starke Verluste erlitt.

Zur Auffrischung verlegte die Division Ende April 1942 in die Niederlande, wo sie unter dem Oberbefehlshaber West wieder auf Sollstärke gebracht und neu ausgebildet wurde.

Anfang März 1943 verlegte die Division dann zur Heeresgruppe Süd in den Raum Charkow, wo sie bis in den August 1943 hinein eingesetzt wurde, zuerst dem II. SS-Panzerkorps, dann dem XXXXVIII. Panzerkorps in der 4. Panzerarmee.[2]

Nach schweren Verlusten führte sie das OKH nur noch als "Kampfgruppe". Diese ging im Rahmen der 8. Armee über den Dnjepr, der als "Ostwall" dauerhaft verteidigt werden sollte. Sowohl bei Tscherkassy als auch bei Krementschug stand die "Kampfgrupe 167. Inf.-Div." in ständigen Abwehrkämpfen. Am 1.2.1944 erfolgte dann aufgrund der schweren Verluste und fehlender Ersatzgestellung die Auflösung der Division, deren infanteristische Reste und 2 der ehemals 4 Artillerieabteilungen als sog. "Divisionsgruppe 167" der ebenfalls bayerischen 376. Inf.-Div. zugeteilt wurden, die wiederum im August 1944 in Rumänien vernichtet wurde.

Ab dem 2.9.1944 befand sich die sog. "Schattendiv. Niedergörsdorf" in der Aufstellung auf dem Truppenübungsplatz Döllersheim im Wehrkreis XVII. Die Reste der in Frankreich vernichteten 17. Felddiv. (L) wurden dabei mitverwendet. Am 25.10.1944 wurde dieser Verband in 167. Volksgrenadier-Division umbenannt und dem Wehrkreis VII zugeteilt.

Die neue Division verlegte Ende Dezember 1944 1945 an die Westfront und kam in der Eifel zum Einsatz. Ihre Vernichtung erfolgte Ende März 1945 bei Rückzug über den Thein. Der Divisionsstab fand noch Verwendung zur Aufstellung der Division Scharnhorst.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstzeit Dienstgrad Name
1. Dezember 1939 bis 10. Januar 1940 Generalleutnant Martin Gilbert
10. Januar bis 1. Mai 1940 Generalleutnant Oskar Vogl
1. Mai 1940 bis 1. August 1941 Generalleutnant Hans Schönhärl
1. bis 11. August 1941 Generalleutnant Werner Schartow
11. August 1941 bis 25. November 1943 Generalleutnant Wolf Trierenberg
25. November 1943 bis unbekannt Generalmajor Hans Hüttner

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1939 1940 1943[1]
Infanterie-Regiment 315 Infanterie-Regiment 315 Grenadier-Regiment 315
Infanterie-Regiment 331 Infanterie-Regiment 331 Divisionsgruppe331
Infanterie-Regiment 339 Grenadier-Regiment 339
Feldersatz-Bataillon 238
Divisions-Füsilier-Bataillon 167
leichte Artillerie-Abteilung 238 Artillerie-Regiment 238 Artillerie-Regiment 238
Panzerabwehr-Abteilung 238 Panzerjäger-Abteilung 238
Pionier-Bataillon 238 Pionier-Bataillon 238
Nachrichten-Abteilung 238 Nachrichten-Abteilung 238
Versorgungseinheiten 238 Versorgungseinheiten 238

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Mayrhofer, Hrsg. Kameradschaft ehem. Gren.Rgt. 315: Geschichte des Grenadier-Regiment 315 der bayrischen 167. Inf.Div. – Almhütten-Division – 1939–1944, München 1975, 2. Auflage 1977.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. 2. Auflage. Band 7. Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1173-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 167. Infanterie-Division. In: Divisionen und Verbände der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1933-1945. Jan Linzmaier, abgerufen am 26. Februar 2011.
  2. Norman Kraehe: Kriegsgliederung 7. Juli 1943 Gliederung der deutschen Wehrmacht während der Panzerschlacht von Kursk. In: Weltkrieg 2 / Waffen, Strategiespiele, Geschichte, Bilder. HISTRASIM LTD., abgerufen am 26. Februar 2011.