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24-Stunden-Rennen von Dubai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
24-Stunden-Rennen von Dubai
Aktuelle Saison 24-Stunden-Rennen von Dubai 2026
Fahrzeugtyp Tourenwagen und Gran Turismos
Land oder Region Dubai
Aktueller Name Michelin 24H Dubai
Bisherige Namen Hankook 24H Dubai
Erste Saison 2006
Reifen FrankreichFrankreich Michelin
Offizielle Website 24H Dubai 2026
Streckenführung

Das 24-Stunden-Rennen von Dubai ist ein jährlich ausgetragenes 24-Stunden-Rennen für Sportwagen. Es findet seit 2006 auf dem 5,390 km langen Dubai Autodrome in Dubai statt.[1]

Klasseneinteilung

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Die GT3-Klasse ist für alle nach FIA-Gruppe GT3 homologierten Fahrzeuge zugelassen. Innerhalb der Klasse wird zwischen GT3-PRO, GT3-PRO/AM und GT3-AM unterschieden. Die GT3-Fahrzeuge stellen die leistungsstärkste Kategorie innerhalb der 24H Series dar.[2]

Zum Einsatz kommen Rennfahrzeuge zahlreicher Hersteller wie Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Chevrolet, Ferrari, Ford, Honda, Lamborghini, Lexus, McLaren, Mercedes-AMG, Nissan und Porsche, die auf straßenzugelassenen Supersportwagen basieren. Zur Gewährleistung vergleichbarer Wettbewerbsbedingungen werden die Fahrzeuge über ein Balance-of-Performance-System (BoP) leistungsmäßig angeglichen.

Die 992-Klasse ist für den Porsche 911 GT3 Cup der aktuellen Generation (Typ 992) vorgesehen. Innerhalb der Klasse wird zwischen 992-PRO und 992-AM unterschieden. Die Fahrzeuge basieren auf dem neuesten Cup-Modell, das seit Jahrzehnten weltweit in markeninternen Porsche-Rennserien eingesetzt wird und sich auch im Langstreckensport etabliert hat.

Die Balance zwischen den PRO- und AM-Teams erfolgt über angepasste Kraftstoffdurchflussmengen. Technisch entsprechen Fahrzeuge den Regularien des Porsche Carrera Cup Deutschland, wobei zusätzliche Anpassungen für den Einsatz in Langstreckenrennen zulässig sind.

Die GTX-Klasse richtet sich an unterschiedliche GT-Fahrzeuge mit einem Leistungsniveau im Bereich der Gruppe GT2. Sie dient als offene Klasse für verschiedene Fahrzeugkonzepte, die nicht in andere GT-Klassen eingestuft sind.

Zugelassen sind unter anderem:

Die GT4-Klasse ist für alle nach SRO-Gruppe GT4 homologierten Fahrzeuge offen. Diese Kategorie gilt als kostengünstiger und zugänglicher Einstieg in den GT-Rennsport und richtet sich vor allem an Amateurfahrer.

Zum Einsatz kommen Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller, darunter Alpine, Aston Martin, Audi, BMW, Ford, Ginetta, KTM, Lotus, McLaren, Mercedes-AMG, Nissan, Porsche und Toyota. Auch hier sorgt ein Balance-of-Performance-System für ausgeglichene Leistungswerte zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugtypen.

Die TCE-Klasse umfasst Tourenwagen und GT-Fahrzeuge mit einem maximalen Leistungsniveau auf GT4-Niveau. Innerhalb der TCE-Kategorie erfolgt eine weitere Unterteilung in TC, TCR und TCX.

Zugelassen sind unter anderem:

Live-Übertragung

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Auf der offiziellen Webseite der Veranstaltung ist über die gesamte Renndistanz ein Video-Livestream verfügbar.[3]

Seit der Ausgabe 2016 wird das Rennen auf dem offiziellen YouTube-Kanal der 24H Series mit englischem Kommentar übertragen.[4] Darüber hinaus bestehen internationale TV-Partnerschaften, unter anderem mit ServusTV, Ziggo Racing und Viaplay sowie weiteren Sendern.[5]

2026 wird das Rennen einschließlich des Qualifyings erstmals vollständig mit deutschem Kommentar auf dem Motorsport-Television-Deutschland-YouTube-Kanal übertragen.[6]

Bisherige Gesamtsieger

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Jahr Team Gesamtsieger Fahrzeug Runden Distanz
2006 OsterreichÖsterreich Duller Motorsport Osterreich Dieter Quester
Deutschland Hans-Joachim Stuck
Osterreich Philipp Peter
Osterreich Toto Wolff
BMW M3 519 2797 km
2007 OsterreichÖsterreich Duller Motorsport Osterreich Dieter Quester
Osterreich Philipp Peter
Deutschland Dirk Werner
Vereinigtes Konigreich Jamie Campbell-Walter
BMW Z4 M Coupé 567 3056 km
2008 OsterreichÖsterreich VIP Pet Foods Australien Tony Quinn
Australien Klark Quinn
Australien Craig Baird
Australien Jonathon Webb
Porsche 997 GT3 504 2717 km
2009 DeutschlandDeutschland Land Motorsport Deutschland Carsten Tilke
Frankreich Gabriël Abergel
Litauen Andrzej Dzikevic
Deutschland Niclas Kentenich
Porsche 997 GT3 573 3088 km
2010 FrankreichFrankreich IMSA Performance Matmut Frankreich Patrick Pilet
Frankreich Raymond Narac
Deutschland Marco Holzer
Porsche 997 GT3 608 3277 km
2011 DeutschlandDeutschland Schubert Motorsport Brasilien Augusto Farfus
Schweden Edward Sandström
Deutschland Claudia Hürtgen
Vereinigte Staaten Tommy Milner
BMW Z4 GT3 594 3202 km
2012 DeutschlandDeutschland Black Falcon Vereinigte Arabische Emirate Khaled Al Qubaisi
Vereinigtes Konigreich Sean Edwards
Niederlande Jeroen Bleekemolen
Deutschland Thomas Jäger
Mercedes-Benz SLS AMG GT3 628 3385 km
2013 DeutschlandDeutschland Black Falcon Vereinigte Arabische Emirate Khaled Al Qubaisi
Vereinigtes Konigreich Sean Edwards
Niederlande Jeroen Bleekemolen
Deutschland Bernd Schneider
Mercedes-Benz SLS AMG GT3 600[7] 3234 km
2014 Schweiz Stadler Motorsport Schweiz Adrian Amstutz
Deutschland Christian Engelhart
Schweiz Mark Ineichen
Schweiz Rolf Ineichen
Schweiz Marcel Matter
Porsche 997 GT3 R 603 3250 km
2015 DeutschlandDeutschland Black Falcon 2 Saudi-Arabien Abdulaziz bin Turki Al Saud
Deutschland Hubert Haupt
Niederlande Yelmer Buurman
Vereinigtes Konigreich Oliver Webb
Mercedes-Benz SLS AMG GT3 604 3255 km
2016 Belgien Belgian Audi Club Team WRT Frankreich Alain Ferté
Vereinigtes Konigreich Michael Meadows
Vereinigtes Konigreich Stuart Leonard
Belgien Laurens Vanthoor
Audi R8 LMS 588 3169 km
2017 DeutschlandDeutschland Herberth Motorsport Neuseeland Brendon Hartley
DeutschlandDeutschland Robert Renauer
DeutschlandDeutschland Ralf Bohn
DeutschlandDeutschland Daniel Allemann
DeutschlandDeutschland Alfred Renauer
Porsche 991 GT3 R 578 3115 km
2018 DeutschlandDeutschland Black Falcon Saudi-Arabien Abdulaziz bin Turki Al Saud
DeutschlandDeutschland Hubert Haupt
NiederlandeNiederlande Yelmer Buurman
ItalienItalien Gabriele Piana
Mercedes-AMG GT3 606 3266 km
2019 Deutschland Car Collection Motorsport Niederlande Rik Breukers
Deutschland Christopher Haase
Deutschland Dimitri Parhofer
Belgien Frédéric Vervisch
Audi R8 LMS Evo 607 3272 km
2020 DeutschlandDeutschland Black Falcon Vereinigte Arabische Emirate Khaled Al Qubaisi
Vereinigtes Konigreich Ben Barker
Niederlande Jeroen Bleekemolen
Deutschland Hubert Haupt
Deutschland Manuel Metzger
Mercedes-AMG GT3 168 1 906 km 1
2021 Vereinigte Arabische Emirate GPX Racing Frankreich Julien Andlauer
Frankreich Frédéric Fatien
Frankreich Alain Ferté
Frankreich Mathieu Jaminet
Simbabwe Axcil Jefferies
Porsche 911 GT3 R 600 3234 km
2022 Saudi-Arabien MS7 by WRT Saudi-Arabien Mohammed Bin Saud Al Saud
Simbabwe Axcil Jefferies
Deutschland Christopher Mies
Frankreich Thomas Neubauer
Belgien Dries Vanthoor
Audi R8 LMS Evo 596 3213 km
2023 Saudi-Arabien MS7 by WRT Saudi-Arabien Mohammed Bin Saud Al Saud
Deutschland Jens Klingmann
Mexiko Diego Menchaca
Frankreich Jean-Baptiste Simmenauer
Belgien Dries Vanthoor
BMW M4 GT3 621 3347 km
2024 Osterreich Eastalent Racing Team Deutschland Christopher Haase
Belgien Gilles Magnus
Osterreich Simon Reicher
Deutschland Markus Winkelhock
China Volksrepublik Mike Zhou
Audi R8 LMS Evo II 603 3250 km
2025 Oman AlManar Racing by Team WRT Oman Al Faisal Al Zubair
Vereinigtes Konigreich Dan Harper
Deutschland Max Hesse
Vereinigtes Konigreich Darren Leung
Vereinigtes Konigreich Ben Tuck
BMW M4 GT3 Evo 589 3174 km
2026 Belgien Team WRT Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Anthony McIntosh
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ben Tuck
Sudafrika Jordan Pepper
Sudafrika Kelvin van der Linde
SpanienSpanien Fran Rueda
BMW M4 GT3 EVO 604 3255 km
1 
Das Rennen wurde wegen starken Regens nach 8 Stunden und 48 Minuten unterbrochen.[8]

Konstrukteurssiege

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Siege Konstrukteur Jahr(e)
6 DeutschlandDeutschland BMW 2006, 2007, 2011, 2023, 2025, 2026
6 DeutschlandDeutschland Porsche 2008–2010, 2014, 2017, 2021
5 DeutschlandDeutschland Mercedes 2012, 2013, 2015, 2018, 2020
4 DeutschlandDeutschland Audi 2016, 2019, 2022, 2024

Einzelnachweise

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  1. Infos Dubi Autodrome. Archiviert vom Original am 28. November 2014; abgerufen am 27. Juni 2013 (englisch).
  2. Classes – 24H Series. In: 24H Series. Abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).
  3. Live-Übertragungen im Internet. Archiviert vom Original am 24. November 2014; abgerufen am 27. Juni 2013 (englisch).
  4. YouTube-Kanal von 24H Series. Creventic, abgerufen am 11. Januar 2026.
  5. Where to watch 24H Series. Creventic, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch).
  6. Ankündigung zum deutschsprachigen Kommentar der 24H Dubai. Motorsport Television Deutschland, abgerufen am 11. Januar 2026.
  7. Ergebnisliste 2013. (PDF; 0,8 MB) Archiviert vom Original; abgerufen am 27. Juni 2013 (englisch).
  8. Black Falcon Mercedes-AMG wins rain-shortened 15th Hankook 24H DUBAI. In: 24H Series. Creventic, 11. Januar 2020, abgerufen am 11. Januar 2020 (englisch).